Der Herbst ist für Städtetrips die ruhigste und oft schönste Jahreszeit: Züge und Innenstädte sind weniger überfüllt, Parks leuchten in kräftigen Farben, und Erntefeste sowie Naturschauspiele bieten Erlebnisse, die es im Sommer nicht gibt. Diese fünf deutschen Städte sind im Herbst besonders sehenswert.
Hannover: Eine der grünsten Großstädte Deutschlands im Herbstlicht

Hannover gilt als eine der grünsten Großstädte Deutschlands, mit ausgedehnten Stadtwäldern, Parks und Naherholungsgebieten. Mitten im Stadtzentrum liegt die Eilenriede, ein großer Stadtwald, der im Herbst in kräftigen Farben leuchtet und zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt.
Wer das Blättermeer von oben betrachten möchte, findet auf der Aussichtsplattform des Neuen Rathauses am Maschpark einen guten Aussichtspunkt. Noch bis in den Oktober hinein finden Sonntagskonzerte im Großen Garten der Herrenhäuser Gärten statt.
Anreise per Bahn: Von Hamburg und Berlin dauert die ICE-Fahrt knapp 80 bis 100 Minuten, aus München rund viereinhalb Stunden.
Xanten: Römische Geschichte und arktische Wildgänse am Niederrhein

Xanten liegt zwischen der niederländischen Grenze und dem Ruhrgebiet und blickt auf eine fast zweitausend Jahre alte Geschichte zurück. Vor den Toren der heutigen Stadt befand sich einst eine der größten römischen Siedlungen Niedergermaniens. Im Archäologischen Park Xanten, Deutschlands größtem Freilichtmuseum, sind originalgetreue Nachbauten von Amphitheater und weiteren römischen Bauten zu sehen – im Herbst umrahmt von buntem Laub.
Im November bietet die Region ein besonderes Naturschauspiel: Tausende arktische Wildgänse beziehen dann am Niederrhein ihr Winterquartier. Von Xanten aus können Besucher an geführten Busrundfahrten zu den Rastplätzen der Vögel teilnehmen.
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Anreise per Bahn: Es gibt eine direkte Bahnverbindung zwischen dem Xantener Bahnhof und dem Duisburger Hauptbahnhof.
Stade: Apfelernte im Alten Land und maritimes Flair am Hansehafen

Die Hansestadt Stade ist Ausgangspunkt für die Obstregion Altes Land, die im Herbst ihre Erntesaison erlebt. Auf vielen Apfelhöfen der Umgebung können Besucher bei der Ernte mithelfen – oft handelt es sich dabei um alte Apfelsorten, die im Supermarkt kaum noch zu finden sind.
Stade selbst lohnt einen Bummel am historischen Hansehafen, wo Cafés und Restaurants zum Verweilen einladen. Anschließend führt die backsteinrote Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und kopfsteingepflasterten Gassen durch mehrere Jahrhunderte Stadtgeschichte.
Anreise per Bahn: Stade ist per S-Bahn von Hamburg, mit der Regionalbahn ab Cuxhaven oder mit dem historischen Moorexpress ab Bremen erreichbar.
Neustadt an der Weinstraße: Südliches Flair, Weinberge und das Hambacher Schloss

Wer den Sommer noch nicht ganz loslassen möchte, findet in Neustadt an der Weinstraße ein mildes Herbstklima. In den mittelalterlichen Gassen der Altstadt wachsen Oliven-, Zitronen- und Feigenbäume – ein Anblick, der eher an Südeuropa als an die Pfalz erinnert.
Mit seinen neun Weindörfern zählt Neustadt zu den größten Weinregionen Deutschlands. Im Herbst finden dort zahlreiche Weinfeste statt. Wer sich für Architektur und Geschichte interessiert, findet neben dem gotischen Kirchenbau und dem Fachwerk-Marktplatz auch das Hambacher Schloss über den Dächern der Stadt – als Wiege der deutschen Demokratie bekannt.
Anreise per Bahn: Von Mannheim, Ludwigshafen oder Saarbrücken fahren alle halbe Stunde S-Bahnen nach Neustadt; zudem bestehen Verbindungen über RE, RB, IC und ICE.
Magdeburg: Herbstliches Domviertel und die Grüne Zitadelle

Im Herbst hüllt sich das Magdeburger Domviertel in buntes Efeu, das die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts besonders wirkungsvoll in Szene setzt. Von der Johanneskirche in der Altstadt aus lässt sich die Farbenpracht von oben überblicken.
Im Elbauenpark nutzen viele den Herbstwind auf dem Cracauer Anger zum Drachensteigen. Wer dem Regen entfliehen möchte, findet in der Grünen Zitadelle Zuflucht: Das von Friedensreich Hundertwasser als „Oase für Mensch und Natur in einem Meer von rationalen Häusern“ entworfene Gebäude bietet neben seiner ungewöhnlichen Architektur auch Gastronomie und ein kulturelles Programm.
Anreise per Bahn: Von Hannover, Berlin und Leipzig beträgt die Fahrzeit nach Magdeburg jeweils rund 1,5 Stunden.
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