Rote Bete kochen: So bleibt die Farbe erhalten – und das Gemüse wird richtig gar

Rote Bete kochen: So bleibt die Farbe erhalten – und das Gemüse wird richtig gar

Rote Bete nicht schälen, bevor sie ins Kochwasser kommt – das ist der wichtigste Schritt, damit Farbe und Inhaltsstoffe im Gemüse bleiben. Mit der richtigen Methode ist das Wurzelgemüse in 30 bis 50 Minuten gar, und die Schale lässt sich danach mühelos abziehen.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Frische Rote Bete ist von Juli bis November auf dem Markt zu haben, kann aber fast das ganze Jahr über frisch vom Feld oder aus der Lagerung bezogen werden. Ihr süßlich-erdiger Geschmack macht sie für herzhafte und einige süße Gerichte gleichermaßen geeignet.

Vor dem Kochen: Schürze anlegen, nicht schälen

Zwei Punkte solltest du vor dem Kochen bedenken:

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Refurbished-E-Bikes: Worauf du vor dem Kauf wirklich achten solltest02Fahrrad im Herbst: Was rutschige Straßen, Dunkelheit und Laub wirklich gefährlich macht03Welpen aus Osteuropa: Sachsens Behörde warnt vor Tollwut, Herzwürmern und illegalem Handel
  • Flecken vermeiden: Der Saft der Roten Bete hinterlässt hartnäckige Flecken – eine Schürze ist daher Pflicht. Spritzer lassen sich mit heißem Wasser und Zitronensäure entfernen. Holzschneidebrettter kannst du mit Butterbrotpapier vor dem roten Farbstoff schützen.
  • Schale dranlassen: Schäle die Knolle vor dem Kochen nicht. Wasche und putze sie stattdessen vorsichtig, ohne die Haut zu beschädigen, damit möglichst wenig Inhaltsstoffe ins Kochwasser übergehen. Erst nach dem Garen lässt sich die Haut einfach mit einem Messer abziehen.

Anleitung: Rote Bete im Topf kochen

Das Garen im Topf eignet sich besonders gut, wenn du aus der Roten Bete anschließend Püree oder Suppe machen möchtest.

  1. Gib die ungeschälten Knollen in einen Topf und bedecke sie vollständig mit Wasser.
  2. Lass das Wasser bei geschlossenem Deckel aufkochen.
  3. Reduziere die Hitze und lass die Rote Bete leicht köcheln. Je nach Größe der Knollen dauert das 30 bis 50 Minuten. Gar ist sie, wenn du sie mit einem Messer leicht einstechen kannst.
  4. Salze das Kochwasser erst kurz vor Ende des Garvorgangs – Salz entzieht der Roten Bete sonst Farbe.

Schonender garen: Dünsten oder Dampfgarer

Wer Nährstoffe noch besser erhalten möchte, kann Rote Bete mit wenig Wasser dünsten. Dafür die Knolle kleinschneiden und bei geschlossenem Deckel garen. Das dabei entstehende dunkelrote Kochwasser ist intensiv und süß – es lässt sich als Basis für Salatdressings, zum Abschmecken von Soßen oder kombiniert mit Himbeer- oder Ingwersirup für Smoothies, Desserts und Cocktails verwenden.

Noch schonender ist das Garen im Dampfgarer oder in einem Kochtopf mit Dampfeinsatz. Bei beiden Varianten liegen die Knollen nicht direkt im Wasser, sodass mehr Nährstoffe erhalten bleiben als beim klassischen Kochen.

Alternative: Rote Bete im Backofen zubereiten

Auch der Backofen schont die Nährstoffe besser als der Kochtopf, weil nichts ins Kochwasser übergehen kann. So geht es:

  • Die ungeschälte Knolle mit etwas Meersalz bestreuen.
  • In Backpapier einwickeln oder in einem ofengeeigneten Topf mit Deckel platzieren.
  • Auf einem Backblech bei 170 Grad Celsius für 40 bis 45 Minuten garen. Danach schälen und nach Bedarf weiterverarbeiten.

Was du aus gekochter Roter Bete machen kannst

Gegarte Rote Bete lässt sich vielseitig einsetzen:

  • Suppe oder Püree: Als Borschtsch oder püriert mit Kartoffeln und Karotten. Meerrettich oder Ingwer geben eine angenehme Schärfe. Pürierte Rote Bete eignet sich auch als Basis für vegane Aufstriche.
  • Flammkuchen: In dünne Scheiben schneiden, mit Zitronensaft und Honig marinieren und als Belag verwenden.
  • Pfannengericht: Scheiben zusammen mit Zwiebeln in Öl anbraten, mit Balsamico ablöschen und einkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Rosmarin würzen. Dazu passen Risotto oder Polentaschnitten.
  • Carpaccio: Abgekühlte Knollen in feine Scheiben schneiden, mit einem frischen Dressing beträufeln und mit Rucola oder Feldsalat sowie gerösteten Kürbiskernen oder Walnüssen anrichten. Bio-Ziegenkäse passt ebenfalls dazu.

Rote Bete kann auch roh gegessen werden – etwa geraspelt im Salat oder als Saft. Da rohe Rote Bete viel Oxalsäure enthält, sollte das aber nur gelegentlich geschehen. Außerdem schmeckt sie nach dem Kochen weniger erdig als im rohen Zustand.

Artikel teilen

3 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top