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Nektar und Pollen: 11 Pflanzen für Garten und Balkon, die Bienen wirklich helfen

Nektar und Pollen: 11 Pflanzen für Garten und Balkon, die Bienen wirklich helfen

Nicht jede bunte Blüte nützt der Biene etwas. Wer Bienen, Hummeln und Schmetterlinge gezielt unterstützen möchte, braucht Pflanzen mit echtem Nektar- und Pollenangebot – keine gefüllten Ziersorten wie Geranien, die Insekten zwar anlocken, ihnen aber kaum Nahrung bieten. Die folgenden elf Pflanzen versorgen Bienen vom Frühling bis in den Herbst und eignen sich für Garten, Balkon oder Terrasse.

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Die Angaben zu Nektar- und Pollengehalt stammen aus dem Lexikon „Bienenfreundliche Pflanzen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Der NABU weist darauf hin, dass vor allem Wildbienenarten durch den Wegfall ihres natürlichen Lebensraums und den Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide gefährdet sind.

Frühblüher: Weide, Rosmarin und Apfelbaum starten die Saison

Die Sal-Weide blüht bereits ab März und gehört damit zu den ersten Nahrungsquellen des Jahres – mit der Höchstwertung von 4/4 sowohl bei Nektar als auch bei Pollen. Sie braucht feuchten bis nassen, durchlässigen Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort im Garten. Weil sie so früh blüht, ist das Schneiden ihrer Zweige von Anfang Februar bis Ende April verboten oder stark reglementiert; Sal-Weiden stehen unter Naturschutz.

Rosmarin blüht ebenfalls schon im Frühling und eignet sich gut für den Balkon oder die Terrasse. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Oregano und Thymian erreichen bei Nektar 3/4 bis 4/4, bei Pollen 1/4, und kommen mit trockenen, lehmigen Böden in voller Sonne aus. Oregano blüht den ganzen Sommer, Thymian bis in den Oktober.

Der Apfelbaum blüht von April bis Mai und liefert dabei 4/4 bei Nektar und 4/4 bei Pollen. Er braucht tiefgründigen, nährstoffreichen Boden in der Sonne. Für den Garten gibt es klassische Formen, für Kübel eignen sich Sorten mit Säulenwuchs. Regelmäßiger Schnitt ist Voraussetzung für guten Fruchtansatz.

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Sommerblüher für Garten und Balkon: Lavendel, Salbei, Klee und mehr

Lavendel blüht von Juli bis September, bietet Nektar 3/4 und Pollen 1/4 und fühlt sich in lehmigem, kalkreichen, trockenem Boden wohl. Er gedeiht im Balkonkasten, im Topf und im Beet gleichermaßen und benötigt viel Sonne. Winterharte Sorten wie der Echte Lavendel überstehen den Winter, wenn man den Topf an einen geschützten Ort stellt oder den Wurzelballen mit Mulch oder Zweigen abdeckt.

Echter Salbei blüht von Juni bis Juli (Nektar 3/4, Pollen 1/4) und ist besonders wertvoll für oligolektische Wildbienenarten, die sich auf bestimmte Pflanzen spezialisiert haben. Er gedeiht an sonnigem Standort in sandigem, kalkhaltigem Boden und sollte nur mäßig gegossen werden – im Garten wie im Topf auf dem Balkon.

Klee blüht von Mai bis September mit 4/4 Nektar und 3/4 Pollen und zieht Bienen und Hummeln besonders stark an. Statt eines Rasens lässt sich im Garten eine Kleewiese anlegen; der Boden sollte nährstoff- und kalkreich sowie lehmig sein.

Phacelia – auch Bienenfreund, Büschelblume oder Bienenweide genannt – gilt wegen ihres überdurchschnittlich hohen Nektar- und Pollenanteils (je 4/4 bzw. 3/4) als die bienenfreundlichste Pflanze überhaupt. Sie blüht von Juni bis September, kommt mit frischen, lehmigen Sandböden in der Sonne aus und eignet sich für Garten und Terrasse. Ein Nachteil: Phacelia ist nur einjährig. Beim Verrotten gibt sie ihre Nährstoffe an den Boden ab und wirkt so als natürlicher Dünger.

Kapuzinerkresse blüht ebenfalls bis Ende September und versorgt Bienen zuverlässig bis in den frühen Herbst.

Klettern und wachsen: Wilder Wein und Beerensträucher

Brombeere und Himbeere blühen von Mai bis August. Himbeere erreicht 4/4 bei Nektar, Brombeere 3/4; beide kommen auf 3/4 bei Pollen. Sie lieben nährstoffreiche Böden in der Sonne, bilden einen robusten Sichtschutz und tragen essbare Früchte. Geeignet sind Garten und Terrasse.

Wilder Wein blüht von Juli bis September (Nektar 3/4, Pollen 3/4) und eignet sich zum Begrünen von Pergolen, Spalieren, Zäunen und Wänden. Er ist pflegeleicht, liebt tiefgründige, humusreiche und nährstoffreiche Böden und verträgt Sonne ebenso wie Schatten – wegen seines Platzbedarfs ist er eher für den Garten oder die Terrasse als für den Balkon geeignet.

Dekorativ und genügsam: Zwergmispel und Löwenzahn

Die Zwergmispel blüht von Mai bis Oktober (Nektar 4/4, Pollen 3/4) und ist als Bodendecker oder Baumgewächs erhältlich. Sie braucht nährstoffreichen, möglichst durchlässigen Boden in Sonne oder Halbschatten und ist ausschließlich für den Garten geeignet. Im Herbst trägt sie leuchtende Früchte, die zusätzlichen Zierwert bringen.

Löwenzahn blüht von Mai bis Oktober mit 3/4 Nektar und 4/4 Pollen und ist vor allem im zeitigen Frühjahr unverzichtbar, wenn kaum andere Pflanzen blühen. Er braucht tiefgründigen, durchlässigen und humosen Boden in der Sonne. Wer ihn zumindest stellenweise im Garten wachsen lässt, statt ihn konsequent zu entfernen, leistet Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen einen direkten Dienst – und kann die gesamte Pflanze selbst essen, etwa als Salat oder eingelegte Kapern.

Gefüllte Blüten wie die klassischer Balkon-Geranien sehen üppig aus, bieten Bienen und anderen Insekten aber nicht genügend Nahrung und sind daher als bienenfreundliche Pflanzen ungeeignet.

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