Den weißlichen Belag auf Pflaumen und Zwetschgen sollte man erst kurz vor dem Essen abwaschen – nicht schon beim Kauf oder bei der Lagerung. Denn der matte Film erfüllt eine wichtige Schutzfunktion.
Was steckt hinter dem weißlichen Belag?
Bei der pudrigen Schicht handelt es sich weder um Schmutz noch um Pestizide, sondern um den sogenannten Duftfilm. Laut der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse schützt er die reifen Früchte vor dem Austrocknen. Wer ihn zu früh abwäscht, nimmt den Früchten diese natürliche Schutzschicht.
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Der Duftfilm ist außerdem ein verlässliches Reifezeichen: Je deutlicher er sichtbar ist, desto reifer ist die Frucht in der Regel. Wer also matten, weißlich beschlagenen Pflaumen oder Zwetschgen begegnet, kann das als gutes Zeichen werten.
Wie erkennt man außerdem reife Früchte?
Neben dem pudrigen Film gibt es zwei weitere Hinweise auf den richtigen Ernte- oder Kaufzeitpunkt: Reife Pflaumen und Zwetschgen sind prall, geben bei leichtem Druck aber leicht nach. Früchte, die noch steinhart sind, brauchen noch etwas Zeit.
Richtig lagern, damit die Früchte länger halten
Wer Pflaumen oder Zwetschgen nicht sofort verbrauchen will, bewahrt sie am besten kühl, ungewaschen und in einem feuchten Tuch auf. Im Kühlschrank halten sie sich so laut den Obsterzeugern bis zu eine Woche.
Für eine längere Aufbewahrung gibt es zwei Möglichkeiten:
- Einfrieren: Entsteinte Früchte lassen sich problemlos einfrieren und sind so bis zu ein Jahr haltbar.
- Einkochen: Eingekochte Pflaumen halten sich an einem dunklen, kühlen Ort bis zu zwölf Monate.
In jedem Fall gilt: erst direkt vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung waschen, damit der schützende Duftfilm so lange wie möglich erhalten bleibt.
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