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Demenzrisiko senken: Drei Gewohnheiten, die das Gehirn nachweislich schützen

Demenzrisiko senken: Drei Gewohnheiten, die das Gehirn nachweislich schützen

Laut der Alzheimer Forschung Initiative (AFI) gehen 45 Prozent aller Demenzerkrankungen weltweit auf veränderbare Risikofaktoren zurück. Das bedeutet: Wer gezielt an bestimmten Gewohnheiten arbeitet, kann seine Gehirngesundheit stärken und das Risiko für krankhafte Veränderungen senken.

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Alter und genetische Veranlagung lassen sich nicht beeinflussen. Anders sieht es bei den 14 veränderbaren Risikofaktoren aus, die der aktuelle Bericht der Lancet-Kommission aus dem Jahr 2024 benennt – darunter Übergewicht, hoher Alkoholkonsum, Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, hoher LDL-Cholesterinspiegel, Rauchen, Depressionen, Hörverlust, soziale Isolation, körperliche Inaktivität, Schädel-Hirn-Trauma, Luftverschmutzung, unbehandelter Sehverlust und geringe Bildungsqualität.

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Soziale Kontakte als aktives Gehirntraining

Gespräche mit anderen Menschen fordern das Gehirn auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Es muss Tonfall und Mimik erfassen, das Gehörte mit Erinnerungen abgleichen und eine Antwort formulieren. Die AFI beschreibt diesen Prozess als Training für Konzentration, Gedächtnis, Sinne und Sprachvermögen.

Regelmäßiger sozialer Austausch wirkt damit anregend auf das Gehirn, während soziale Isolation als anerkannter Risikofaktor für Demenz gilt. Wer neue Kontakte sucht, kann sich zunächst fragen, welche Art von Begegnung er sich wünscht – tiefe Gespräche, gemeinsame Erlebnisse oder feste wöchentliche Termine. Lokale Angebote wie Chöre, VHS-Kurse oder Ehrenämter eignen sich gut, um andere Menschen kennenzulernen.

Hör- und Sehprobleme nicht unbehandelt lassen

Wer schlecht hört oder sieht, verarbeitet weniger Reize und zieht sich häufiger zurück – ein direkter Weg in die soziale Isolation. Bei Hörproblemen entfallen zudem Umgebungsgeräusche, die das Gehirn laut AFI aktiv halten. Eingeschränktes Sehen kann dazu führen, dass Menschen alltägliche Aufgaben wie das Lesen eines Busfahrplans oder das selbstständige Erledigen von Bankgeschäften aufgeben – Tätigkeiten, die das Gehirn ebenfalls aktivieren.

  • Ab einem Alter von 50 Jahren empfiehlt sich alle ein bis zwei Jahre ein Hörtest beim HNO-Arzt oder Hörakustiker.
  • Ab 60 Jahren sollte der Sehtest jährlich stattfinden.
  • Hör- und Sehhilfen konsequent tragen und bei Problemen – Brille rutscht, Hörgerät pfeift – einen Fachmann aufsuchen, um die Einstellung korrigieren zu lassen.

Regelmäßige Bewegung wirkt an mehreren Stellen gleichzeitig

Spazieren, Yoga, Tanzen oder Übungen mit kleinen Hanteln: Körperliche Aktivität zahlt nicht nur auf Muskeln und Ausdauer ein, sondern auch auf die Gehirngesundheit. AFI-Expertin Anne Pfitzer-Bilsing erklärt: „Bewegung schützt das Gehirn wahrscheinlich nicht über einen einzigen Mechanismus. Sie wirkt an vielen Stellen gleichzeitig: auf Herz und Kreislauf, den Stoffwechsel, die Stimmung und die körperliche Leistungsfähigkeit.“

Wer aus einer Bewegungsroutine herausgefallen ist, muss sich laut AFI nicht unter Druck setzen – es geht darum, immer wieder einzusteigen, nicht darum, es perfekt zu machen. Auch Gartenarbeit oder das Radeln zum Supermarkt zählen. Kleine, erreichbare Ziele bringen schneller Erfolgserlebnisse und helfen dabei, dranzubleiben.

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