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Welpen aus Osteuropa: Tollwut, Herzwürmer und hohe Folgekosten – was die sächsische Behörde dokumentiert hat

Welpen aus Osteuropa: Tollwut, Herzwürmer und hohe Folgekosten – was die sächsische Behörde dokumentiert hat

Die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen (LUA) warnt ausdrücklich vor dem Kauf von Hundewelpen aus Osteuropa. Untersuchungen der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die Tiere häufig Krankheitserreger tragen – darunter Salmonellen, Parvoviren, Parasiten und Bandwürmer. Auch Tollwut sei nicht auszuschließen.

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Tollwut-Fall in Rheinland-Pfalz mit Folgen bis nach Sachsen

Ende 2025 wurde in Rheinland-Pfalz ein Hund positiv auf Tollwut getestet, der über eine Tierschutzorganisation aus Russland ins Land gebracht worden war. Deutschland gilt als frei von der klassischen Tollwut. Zum selben Sammeltransport gehörten weitere Hunde, von denen drei in Sachsen ein neues Zuhause gefunden hatten.

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Das sächsische Gesundheitsministerium teilte auf dpa-Anfrage mit, dass diese drei Tiere amtstierärztlich überprüft und unter behördliche Beobachtung gestellt wurden. Laboruntersuchungen ergaben schließlich einen ausreichenden Schutz bei den Tieren, woraufhin die Maßnahmen wieder aufgehoben werden konnten.

Schmuggel über die polnische und tschechische Grenze

Kommerzielle Welpenzuchten in Osteuropa seien laut Behördenangaben seit Jahren ein wachsendes Problem. Die Hunde würden dort oft unter hygienisch katastrophalen Umständen gehalten. Über die Grenzen zu Polen und Tschechien würden immer wieder Tiere aus illegalen Transporten aufgegriffen – besonders häufig in den Landkreisen Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Betroffen seien vor allem junge Tiere kleiner, zurzeit gefragter Rassen: Chihuahua, Spitz- und Zwergspitz-Mischlinge sowie Malteser. Belastbare Gesamtzahlen zu aufgegriffenen Schmuggelhunden gibt es nicht – das Innenministerium erfasst diese Fälle nicht statistisch. Die LUA untersucht solche Tiere nur anlassbezogen, etwa wenn sie verendet sind. Zwischen 2020 und 2025 wurden dort 23 geschmuggelte Hunde obduziert.

Hund aus Bulgarien stirbt an Herzwürmern

Einer dieser Fälle ereignete sich im April 2025: Ein Hund aus Bulgarien wurde an der Grenze wegen mangelhafter Papiere und fehlender Tollwutimpfung beschlagnahmt. Das Tier starb trotz Behandlung in einer Tierklinik unter blutigen Erbrech- und Durchfallerscheinungen. Die anschließende Sektion ergab als Todesursache einen massiven Befall mit Herzwürmern.

Warum die LUA vom Auslandskauf abrät

Die Experten der LUA betonen, dass vom Welpenkauf aus dem Ausland sowohl aus Tierschutzgründen als auch wegen der Infektionsgefahr für Mensch und Tier abzuraten sei. Hinzu kommt ein finanzielles Risiko: Der Kauf solcher Tiere könne für Besitzerinnen und Besitzer mit hohen Folgekosten verbunden sein.

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