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Quittensaft selbst herstellen – so klappt es mit Dampfentsafter oder Kochtopf

Quittensaft selbst herstellen – so klappt es mit Dampfentsafter oder Kochtopf

Quittensaft lässt sich mit einem Dampfentsafter besonders einfach herstellen, gelingt aber genauso im Kochtopf. Beide Methoden liefern haltbaren Saft aus frischen Quitten – ohne Spezialausrüstung, die man zwingend kaufen müsste.

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Quitten haben hierzulande im Oktober und November Saison. Sie enthalten nennenswerte Mengen der Mineralstoffe Eisen, Zink, Kalium und Kalzium sowie einen hohen Gehalt an Vitamin C. Wer regional und in Bio-Qualität einkauft, vermeidet chemisch-synthetische Pestizide und unterstützt die biologische Landwirtschaft. Obst- und Gemüsemärkte in der eigenen Region oder Streuobstwiesen sind gute Anlaufstellen – dort wachsen Quitten häufig ohne chemisch-synthetische Spritzmittel.

Quittensaft mit dem Dampfentsafter herstellen

Ein Dampfentsafter eignet sich besonders, wenn du größere Mengen verarbeiten möchtest oder regelmäßig Saft herstellst. Die Anschaffung lohnt sich dann; wer nur selten entsaftet, kommt mit einem Kochtopf genauso weit.

  1. Quitten mit einem Küchentuch abreiben, waschen und abtropfen lassen.
  2. Blüten und Stiele entfernen, Früchte grob würfeln. Schale und Kerngehäuse müssen nicht entfernt werden.
  3. Quittenstücke in den Fruchtkorb des Dampfentsafters geben. In den unteren Topf kommt die laut Geräteanleitung vorgegebene Menge Leitungswasser.
  4. Auffanggefäß für den Saft aufsetzen und das Gerät sorgfältig verschließen.
  5. Quitten erhitzen – je nach Modell auf der Herdplatte oder per eingebauter Heizspirale. Durch den heißen Wasserdampf platzen die Früchte auf und geben ihren Saft ab. Dieser Vorgang dauert 60 bis 90 Minuten.
  6. Den fertigen Saft über den zugehörigen Schlauch ablassen und sofort in sterilisierte Flaschen füllen.

Den Saft kühl und dunkel lagern. Ungeöffnet und richtig aufbewahrt hält er sich bis zu einem Jahr. Als Behälter eignen sich gut ausgespülte alte Glas- oder Saftflaschen.

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Quittensaft im Kochtopf gewinnen

Wer keinen Dampfentsafter hat, kann Quitten ebenso im Kochtopf entsaften. Die Methode erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit, kommt aber mit Dingen aus, die in den meisten Haushalten ohnehin vorhanden sind:

  • ein großer Kochtopf
  • ein großes Sieb
  • ein Küchentuch
  • ein Behälter zum Auffangen des Safts
  • sterilisierte Glasbehälter zum Abfüllen
  1. Quitten säubern, putzen und in breite Scheiben oder Würfel schneiden.
  2. Früchte in den Topf geben und gerade so mit Wasser bedecken.
  3. Zum Kochen bringen und 45 bis 60 Minuten weichkochen. Den Topf dabei gelegentlich kontrollieren.
  4. Ein Sieb mit einem Küchentuch auslegen, den Topfinhalt hindurchgießen und den Saft in einem zweiten Behälter auffangen. Anschließend direkt in die Glasflaschen umfüllen.

Auch diesen Saft kühl und dunkel lagern; ungeöffnet hält er sich bei richtiger Lagerung etwa ein Jahr. Wer Zeit sparen möchte, kann Quitten alternativ im Schnellkochtopf entsaften – der Vorgang dauert damit nur rund eine halbe Stunde.

Quitten vor dem Entsaften richtig lagern

Die Saison ist kurz, und wer im Oktober und November mehr einkauft oder erntet als er sofort verarbeitet, sollte die Früchte sachgemäß aufbewahren. Vollreife Quitten halten sich kühl und trocken gelagert etwa zwei bis vier Wochen, unreif geerntete Früchte sogar bis zu drei Monate. Am besten geeignet sind ein belüfteter Keller oder das Gemüsefach im Kühlschrank.

Wichtig: Quitten geben intensive Aromastoffe ab und sollten deshalb getrennt von anderen Früchten lagern, da Äpfel oder Birnen sonst den Quittenduft annehmen. Nur makellose Früchte einlagern und den Vorrat regelmäßig kontrollieren, denn Druckstellen beschleunigen den Verderb.

Saft nach dem Abfüllen länger haltbar machen

Um die Haltbarkeit zu verlängern, den frisch gewonnenen Saft nach dem Entsaften noch einmal kräftig aufkochen. Den Saft dann möglichst heiß in sterile Flaschen füllen und sofort verschließen. So konserviert hält sich selbstgemachter Quittensaft an einem kühlen, dunklen Ort bis zu einem Jahr.

Den Quittensaft-Trester sinnvoll weiterverwenden

Nach dem Entsaften – egal mit welcher Methode – bleibt ein fester Rückstand übrig: der sogenannte Trester. Er besteht aus Schale, Fruchtfleisch und Kerngehäuse und enthält noch Ballaststoffe, Pektine und Aromen.

Am bekanntesten ist das Quittenbrot: Dafür den Trester mit etwas Zucker einkochen, bis eine dicke, formbare Masse entsteht. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und bei etwa 100 Grad im Ofen mehrere Stunden trocknen lassen. Das Ergebnis ist ein festes, süß-herbes Konfekt, das sich in Stücke schneiden lässt und kühl gelagert mehrere Monate hält. Wer weniger Zucker verwenden möchte, kann die Masse auch mit Honig oder Apfelsaft süßen.

Alternativ lässt sich der Trester durch ein feines Sieb streichen und das entstehende Fruchtpüree in Joghurt, Porridge oder Backwaren einrühren. So bleibt von der Quitte kaum etwas übrig.

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