Gepresste Blätter behalten ihre Farbe, wenn du ihnen beim Trocknen gezielt Feuchtigkeit entziehst. Das gelingt am zuverlässigsten mit einem dicken Buch oder mit Trockensalz – beide Methoden liefern gute Ergebnisse, unterscheiden sich aber im Aufwand und im Endergebnis.

Vor dem Pressen: Was du beachten solltest
Wer Blätter einfach offen an der Luft trocknet, bekommt meist gekräuseltes, farbloses Laub. Damit das nicht passiert, brauchst du Druck und saugfähiges Material, das die Feuchtigkeit aufnimmt.
Ein paar grundlegende Punkte gelten für alle Methoden:
- Verwende nur makellose Blätter ohne Risse, Löcher oder Schrammen.
- Blätter, die feucht oder nass von Tau, Frost oder Regen sind, niemals direkt pressen – sie können schimmeln, bevor sie durchgetrocknet sind.
- Blätter nie direkt übereinanderstapeln.
- Lege saugfähiges Material wie altes Zeitungspapier sowohl über als auch unter die Blätter, damit es die Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Blätter mit Büchern pressen

Die einfachste und nachhaltigste Methode: Ein schweres Buch mit Zeitungspapier als Schutzschicht. Druck und Papier trocknen die Blätter gleichmäßig, ohne dass sie sich wellen.
Du brauchst:
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- unversehrte, trockene Blätter
- ein dickes Buch
- saugfähiges Zeitungspapier
- weitere schwere Bücher als Gewicht
Verwende ein Buch, bei dem kleine Flecken oder welliges Papier nichts ausmachen, da die Feuchtigkeit der Blätter trotz Zeitungspapier Spuren hinterlassen kann.
So geht es:
- Öffne das Buch in der Mitte und lege eine Seite zweilagig mit Zeitungspapier aus.
- Verteile die Blätter auf dem Papier, mittig und ohne Überlappung.
- Bedecke die Blätter mit zwei weiteren Lagen Zeitungspapier.
- Klappe das Buch vorsichtig zu und lege es an einen trockenen Ort.
- Beschwere das Buch mit weiteren schweren Büchern.
Nach zwei bis sechs Wochen sind die Blätter gepresst und getrocknet. Kontrolliere sie regelmäßig und tausche das Zeitungspapier aus, sobald es feucht geworden ist.
Blätter mit Trockensalz oder Waschpulver trocknen

Trockensalz – oft als Blüten- oder Blumensalz im Bastelladen erhältlich – entzieht den Blättern die Feuchtigkeit, ohne sie zu zerdrücken. Wer kein Trockensalz hat, kann Waschpulver als Ersatz verwenden.
Du brauchst:
- unversehrte Blätter
- Trockensalz oder Waschpulver
- eine Schale, Dose oder einen anderen Behälter
So geht es:
- Schütte eine Schicht Trockensalz oder Waschpulver auf den Boden des Behälters.
- Lege die Blätter ohne Überlappung darauf.
- Bedecke sie mit einer weiteren Schicht Salz oder Waschpulver.
- Wiederhole diesen Vorgang Schicht für Schicht für alle Blätter, bis alle vollständig vom Pulver umgeben sind.
- Beobachte die Farbe des Salzes: Zu Beginn ist es dunkel. Wenn es deutlich heller geworden ist, hat es genug Feuchtigkeit aufgenommen – die Blätter sind trocken. Das dauert ein bis zwei Wochen.
Das verwendete Salz lässt sich nach dem Trocknen im Ofen wieder auffrischen und erneut verwenden.
Die Salzmethode presst die Blätter nicht so glatt wie die Büchermethode. Wer flache Blätter möchte, geht nach einigen Tagen so vor:
- Nimm die angetrockneten Blätter aus dem Salz.
- Presse sie anschließend wie oben beschrieben zwischen Buchseiten mit Zeitungspapier.
- Da nur noch Restfeuchtigkeit vorhanden ist, reichen wenige Tage, um die Blätter vollständig zu glätten.
Verwendungsmöglichkeiten für gepresste Blätter

Gepresste Herbstblätter eignen sich zum Basteln und Dekorieren – zum Beispiel zum Verzieren von Windlichtern oder für herbstliche Fensterbilder.
Wer das Pressen zu aufwendig findet, kann im Herbst alternativ mit Kastanien basteln und trotzdem saisonale Dekorationen gestalten.
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