Wer eine Wärmepumpe betreibt, kann seinen Stromverbrauch und seine Heizkosten anhand des Heizspiegels einordnen. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online veröffentlicht diesen Vergleichswert jährlich gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund – für 2025 basiert er auf rund 67.000 Heizenergie-Datensätzen aus ganz Deutschland.
Für den Vergleich benötigst du deine aktuelle Heizkostenabrechnung. Energiepreise können je nach Anbieter schwanken, weshalb CO2online den Verbrauchsvergleich in kWh als aussagekräftiger einstuft als den reinen Kostenvergleich.
Durchschnittliche Heizkosten für Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser
In einem 130 Quadratmeter großen Einfamilienhaus lag der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch für die Wärmepumpe laut Heizspiegel 2025 bei rund 5.000 kWh, was durchschnittlich etwa 1.260 Euro Heizkosten im Jahr entspricht.
In einer 70 Quadratmeter großen Wohnung in einem mittelgroßen Mehrfamilienhaus betragen die durchschnittlichen Heizkosten dagegen rund 715 Euro im Jahr. Die tatsächlichen Werte können je nach Standort, Gebäudezustand, Heizverhalten sowie Art und Einstellung der Wärmepumpe erheblich abweichen.
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Verbrauch pro Quadratmeter: Wann ist er zu hoch?
Der Verbrauch pro Quadratmeter und Jahr ist die entscheidende Kenngröße für den Vergleich. CO2online hat für das Abrechnungsjahr 2025 folgende Schwellenwerte ermittelt.
Einfamilienhäuser mit Wärmepumpe (Wohnfläche 80–150 m²):
- Niedrig: bis 11 kWh/m² bzw. 2,90 Euro/m²
- Mittel: bis 21 kWh/m² bzw. 5,30 Euro/m²
- Erhöht: bis 47 kWh/m² bzw. 12,20 Euro/m²
- Zu hoch: ab 48 kWh/m² bzw. ab 12,21 Euro/m²
Der niedrige Bereich umfasst die untersten zehn Prozent der Verbraucher, mittlerer und erhöhter Verbrauch jeweils 40 Prozent. Als zu hoch gilt der Verbrauch der obersten zehn Prozent.
Mittelgroße Mehrfamilienhäuser mit Wärmepumpe (Gesamtwohnfläche 250–500 m²):
- Niedrig: bis 10 kWh/m² bzw. 4,20 Euro/m²
- Mittel: bis 17 kWh/m² bzw. 6,40 Euro/m²
- Erhöht: bis 40 kWh/m² bzw. 13,20 Euro/m²
- Zu hoch: ab 41 kWh/m² bzw. ab 13,21 Euro/m²
So berechnest du deinen Verbrauch pro Quadratmeter
Nimm deine aktuelle Heizkostenabrechnung und teile den jährlichen Heizenergieverbrauch in kWh – oder alternativ die Gesamtheizkosten – durch die gesamte Gebäudefläche. In Mehrfamilienhäusern ist diese Fläche ebenfalls in der Heizkostenabrechnung angegeben.
Wird das Warmwasser über einen Durchlauferhitzer oder Boiler erzeugt und nicht über die Wärmepumpe, musst du laut CO2online noch 9,6 kWh bzw. 2,50 Euro pro Quadratmeter zum Ergebnis addieren. Anschließend kannst du deinen Wert mit den Tabellen oben vergleichen.
Heizkosten mit der Wärmepumpe senken
Ein erhöhter Verbrauch kann auf eine kalte Region, schlechte Gebäudedämmung oder ineffiziente Heizgewohnheiten zurückgehen. Einige Maßnahmen können helfen, den Verbrauch zu reduzieren:
- Die Raumtemperatur um ein Grad absenken spart durchschnittlich rund sechs Prozent Heizenergie.
- In Wohnräumen reichen etwa 20 Grad Celsius; nachts sollte die Temperatur nicht unter etwa 16 Grad fallen.
- Beim Lüften die Heizung abschalten und kurz stoß- oder querlüften – gekippte Fenster verschwenden Energie.
- Geschlossene Jalousien oder Vorhänge können Wärmeverluste verringern.
- Warmwasser sparen senkt ebenfalls die Energiekosten.
- Bei Unsicherheiten einen Fachbetrieb beauftragen, die Heizkurve optimal einzustellen oder einen hydraulischen Abgleich durchzuführen – beides kann nach Angaben von CO2online erheblich Energie und Kosten einsparen.
Den eigenen Verbrauch kannst du auch direkt auf der Website des Heizspiegels mit wenigen Klicks prüfen und dein persönliches Sparpotenzial ermitteln.
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