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Hokkaido, Butternut, Sweet Dumpling – welche Kürbissorte passt wann in die Küche?

Hokkaido, Butternut, Sweet Dumpling – welche Kürbissorte passt wann in die Küche?

Kürbisse haben im Spätsommer und Herbst Saison, doch nicht jede Sorte lässt sich gleich verwenden: Manche kannst du monatelang lagern, andere musst du bald verbrauchen, und beim Schälen gibt es ebenfalls große Unterschiede. Hier erfährst du, was die beliebtesten Sorten auszeichnet und wie du sie am besten zubereitest.

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Winterkürbis oder Sommerkürbis – das ist der entscheidende Unterschied

Alle Kürbissorten liefern Kalium, Calcium, Zink und Vitamin E bei geringer Kalorienzahl. Ob ein Kürbis beim Einkauf reif ist, erkennst du daran, dass er hohl klingt, wenn du dagegen klopfst.

Winterkürbisse haben eine harte Schale und lassen sich an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort monatelang aufbewahren. Damit die Lagerung gelingt, solltest du nur unbeschädigte Exemplare einlagern und den Stiel mindestens einen Zentimeter über dem Ansatz abschneiden.

Sommerkürbisse hingegen haben eine dünnere, zarte Schale und sind nicht zum Lagern geeignet. Dafür kannst du die Schale mitessen. Alle Zucchinisorten gehören beispielsweise zu den Sommerkürbissen. Wer Kürbisse zu Halloween schnitzen möchte: Dafür eignen sich am besten die Sorten Ghost Rider oder Roter Zentner.

Klassiker mit essbarer Schale: der Hokkaido-Kürbis

Der Hokkaido ist die wohl bekannteste und beliebteste Kürbissorte in Deutschland. Der auch „Zwiebelkürbis“ genannte Winterkürbis stammt ursprünglich von der japanischen Nordinsel Hokkaido und wird seit mehreren Jahrzehnten auch von deutschen Landwirt:innen angebaut. Typische Exemplare wiegen ein bis zwei Kilogramm, können aber bis zu 50 Kilogramm erreichen.

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  • Das Fruchtfleisch ist fest, faserarm und schmeckt leicht nussig.
  • Die Schale ist essbar, ein Schälen also überflüssig – vor dem Kochen solltest du den Kürbis aber gründlich putzen.
  • Auch beim Butternut- und beim Muskatkürbis ist die Schale theoretisch essbar.

Die Saison des Hokkaido läuft von September bis November. Er eignet sich besonders gut für Kürbissuppe, lässt sich aber für viele weitere Gerichte verwenden. Die Kerne kannst du herauslösen und geröstet als Snack essen.

Vielseitig und gut lagerbar: der Butternut-Kürbis

Der Butternut-Kürbis, wegen seiner Form auch „Birnenkürbis“ genannt, stammt aus Amerika und gehört zu den Winterkürbissen. Er sollte spätestens vor dem ersten Frost geerntet werden. Im Handel findest du ihn meist mit einem Gewicht von 200 Gramm bis zwei Kilogramm; am besten schmeckt er bei einer Länge von etwa 20 bis 30 Zentimetern.

Schälen musst du den Butternut nur, wenn du ihn kochen willst, weil seine Schale beim Kochen nicht weich wird. So gehst du vor:

  1. Halbiere den Kürbis und entferne beide Enden.
  2. Kratze die Kerne mit einem Löffel heraus.
  3. Schäle den Kürbis mit einem scharfen Messer oder einem Gemüseschäler.

Im Ofen gegart musst du den Butternut dagegen nicht schälen. Er lässt sich gut zu Aufstrichen, Kürbispüree, Curry oder Suppe verarbeiten, schmeckt aber auch geröstet oder eingelegt. In den USA wird er als Füllung für den Pumpkin Pie verwendet.

Klein und süß: der Sweet Dumpling aus Mexiko

Der Sweet Dumpling stammt aus Mexiko und reift mit 100 Tagen deutlich länger als die meisten anderen Kürbissorten. Mit einem Gewicht von etwa 300 bis 600 Gramm ist er ein vergleichsweise kleiner Kürbis; sein Äußeres zeigt grüne, gelbe oder orangefarbene Streifen.

  • Die Schale ist wie beim Hokkaido essbar.
  • Das Fruchtfleisch schmeckt süß und erinnert vom Geschmack her an Maronen.
  • Roh ist der Sweet Dumpling ebenfalls genießbar, etwa in einem Kürbissalat.

Du kannst das Fruchtfleisch wie Bratkartoffeln zubereiten, als Püree oder Suppe verarbeiten oder den Kürbis gefüllt servieren. Die Erntezeit liegt von Ende September bis Anfang Oktober.

Besondere Konsistenz: der Spaghettikürbis

Der Spaghettikürbis hat eine ovale, längliche Form, ist meist gelb mit grünen Streifen und ähnelt äußerlich einer Honigmelone. Er kann bis zu 25 Zentimeter lang und zwei Kilogramm schwer werden. Ursprünglich kommt er aus Japan; seit den 1970er-Jahren ist er auch in Europa bekannt. Als Sommerkürbis hat er eine zarte, essbare Schale.

  • Seinen Namen verdankt er dem Fruchtfleisch, das nach dem Garen spaghettiförmige Fäden bildet.
  • Vom Geschmack erinnert er an Zucchini.

So bereitest du ihn im Ofen zu:

  1. Halbiere den Spaghettikürbis und entferne die Kerne mit einem Löffel.
  2. Bepinsle die Schnittflächen mit Olivenöl oder Rapsöl und würze nach Belieben.
  3. Lege die Hälften mit der Schnittseite nach unten auf ein Backblech und backe sie 30 bis 40 Minuten bei 200 Grad.

Weil der Spaghettikürbis ein Sommerkürbis ist, eignet er sich nicht zum Lagern und sollte zeitnah verbraucht werden.

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