Waschbenzin entfernt hartnäckige Flecken von Textilien, Metall, Gummi sowie gestrichenen und lackierten Flächen – doch das Mittel ist leicht entzündlich, gesundheitsschädlich und giftig für Wasserorganismen. Wer es nutzt, muss beim Umgang und bei der Entsorgung einiges beachten.
So wendest du Waschbenzin sicher an
Grundregel beim Arbeiten mit Waschbenzin ist, immer nur kleine Mengen zu verwenden. Gib etwas Waschbenzin auf einen Lappen, tupfe oder reibe den Fleck damit ein und lass es kurz einwirken. Anschließend wäschst du die Stelle mit klarem Wasser aus. Bei gestrichenen oder lackierten Flächen reibst du sie mit dem Lappen ein und lässt das Mittel trocknen.
- Handschuhe tragen: Waschbenzin kann die Haut reizen.
- Gut lüften: Verwende Waschbenzin immer in gut belüfteten Räumen oder direkt im Freien.
- Atemschutzmaske: Die Dämpfe können die Atemwege schädigen – eine geeignete Maske schützt dich.
- Kleine Mengen bevorzugen: Je größer die verwendete Menge, desto höher das Entzündungsrisiko.
Warum Waschbenzin problematisch ist

Waschbenzin ist eine Form von Benzin und trägt entsprechende Risiken. Die drei wesentlichen Gefahren sind Entzündlichkeit, gesundheitliche Belastung und Umweltschädlichkeit.
Leicht entzündlich: Verwende Waschbenzin nie in der Nähe von Brandquellen. Besonders an warmen Tagen steigt das Entzündungsrisiko. Lieber weniger nehmen und bei Bedarf nachgeben, als sofort eine große Menge aufzutragen.
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Gesundheitsschädlich: Die beim Verdunsten entstehenden Dämpfe können Atemwege schädigen und Schläfrigkeit sowie Benommenheit verursachen. Hautreizungen sind ebenfalls möglich, weshalb Handschuhe beim Umgang Pflicht sind.
Umweltschädlich: Waschbenzin ist giftig für Wasserorganismen und kann in Gewässern langfristig starke Schäden anrichten. Es darf deshalb nicht über den Abfluss entsorgt werden.
Umweltverträgliche Alternativen zu Waschbenzin

Wer auf Waschbenzin verzichten möchte, hat je nach Fleckentyp gute Alternativen zur Hand.
- Gallseife eignet sich besonders gut für Flecken auf Textilien. Die Seife leicht mit Wasser anfeuchten, den Fleck damit einreiben und einige Minuten einweichen lassen, dann normal waschen. Bei empfindlichen Stoffen vorab an einer kleinen Stelle testen, ob sich die Farbe verändert. Gegebenenfalls sind zwei bis drei Versuche nötig.
- Natron oder Backpulver helfen bei hartnäckigen Flecken wie Blutflecken auf Kleidung. Den Fleck anfeuchten, mit Natron oder Backpulver einreiben und mehrere Stunden einweichen lassen, dann wie gewohnt waschen.
- Welches Hausmittel am besten passt, hängt immer von der Art des Flecks ab.
Waschbenzin korrekt entsorgen

Waschbenzin zählt zu den Problemstoffen und darf weder in den Hausmüll noch in die Wertstofftonne. Bringe übrig gebliebenes Waschbenzin zu einer Problemstoffsammlung oder einem Recyclinghof – am besten im Originalbehälter, ohne umzufüllen.
Ist die Flasche vollständig leer, gilt: Trägt die Verpackung den grünen Punkt, kommt sie in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Ohne diese Kennzeichnung gehört sie in den Restmüll. Wichtig: Stelle sicher, dass wirklich kein Rest mehr in der Flasche ist.
Achtung: Waschbenzin darf auf keinen Fall in die Toilette oder in den Abfluss gegossen werden. Schadstoffe können dadurch Gewässer verschmutzen, Tier- und Pflanzenarten vergiften und über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangen.
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