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Luft-Luft-Wärmepumpe: Wann sie sich lohnt – und was das Gerät wirklich kostet

Luft-Luft-Wärmepumpe: Wann sie sich lohnt – und was das Gerät wirklich kostet

Luft-Luft-Wärmepumpen heizen ohne Heizkörper und ohne Fußbodenheizung – sie geben Wärme direkt an die Raumluft ab, ähnlich wie eine Klimaanlage. Das macht sie zu einer interessanten Option für gut gedämmte Gebäude, bringt aber auch spezifische Einschränkungen mit sich.

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So funktioniert eine Luft-Luft-Wärmepumpe

Wie alle Wärmepumpen nutzt auch die Luft-Luft-Variante einen Kältemittelkreislauf, der Wärme aus der Umgebung aufnimmt und konzentriert abgibt. Das Kältemittel verdampft, wenn es die Wärmeenergie aus der Luft aufnimmt. Ein Verdichter komprimiert es anschließend, wodurch es sich stark erhitzt. Das heiße Kältemittel gibt seine Energie dann ab und wird wieder verflüssigt.

Der entscheidende Unterschied zu Luft-Wasser-Wärmepumpen: Die erzeugte Wärme wird nicht ins Heizungswasser übertragen, sondern direkt in die Raumluft abgegeben – über eine integrierte Lüftungsanlage.

Es gibt zwei Grundvarianten:

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  • Klimaanlagen mit Heizfunktion: Sie gewinnen Wärme aus der Außenluft und können im Sommer auch kühlen.
  • Luftheizungen: Sie nutzen die Abluft des Gebäudes zur Wärmegewinnung. Die verbrauchte Innenluft, die sonst nach außen geleitet wird, dient dabei als Wärmequelle.

Vorteile und Nachteile im Überblick

Laut der Verbraucherzentrale sprechen folgende Punkte für Luft-Luft-Wärmepumpen:

  • Günstigere Anschaffungskosten als Luft-Wasser-Wärmepumpen
  • Gleichzeitig Heiz- und Kühlfunktion im Sommer
  • Kein Bedarf an Rohrleitungen, Heizkörpern oder Fußbodenheizung
  • Filter können Bakterien, Viren, Staub und Pollen aus der Luft entfernen
  • Kombinierbar mit einer bestehenden Lüftungsanlage

Diesen Vorteilen stehen jedoch deutliche Nachteile gegenüber:

  • Luft speichert Wärme schlechter als Wasser, weshalb die Geräte große Luftmengen verteilen und Staub aufwirbeln können.
  • Für größere Wohnungen sind mehrere Inneneinheiten oder mehrere Geräte nötig.
  • Der Luftstrom kann als unangenehm empfunden werden.
  • Die Geräte sind sowohl innen als auch außen hörbar.
  • Filter müssen regelmäßig gewechselt, das Gerät regelmäßig gewartet werden.
  • Größter Nachteil: Warmwasser kann nicht erwärmt werden. Dafür ist zwingend eine separate Anlage nötig – etwa eine Brauchwasser-Wärmepumpe, ein strombetriebener Boiler oder eine Solaranlage.

Was eine Luft-Luft-Wärmepumpe kostet

Die Anschaffungskosten liegen laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Co2online inklusive Lüftungsanlage und Installation zwischen 12.000 und 20.000 Euro. Im Betrieb können die Geräte teurer sein als andere Wärmepumpentypen, weil sie weniger effizient arbeiten. In energieeffizienten Gebäuden ist eine Luft-Luft-Wärmepumpe laut Co2online jedoch jährlich rund 1.000 Euro günstiger als eine Gas- oder Ölheizung. Auch die Wartung kostet in diesem Fall etwa 200 Euro im Jahr weniger.

Zwischen den beiden Varianten gibt es ebenfalls Kostenunterschiede: Luftheizungen sind in der Anschaffung teurer als Klimaanlagen mit Heizfunktion, benötigen im Winter aber weniger Strom, weil sie die wärmere Gebäudeabluft nutzen.

Hinzu kommen in jedem Fall zusätzliche Kosten für eine Warmwasseranlage. Wer staatliche Förderung beantragt, kann je nach Voraussetzung zwischen 30 und 70 Prozent der Investitionssumme erstattet bekommen – das gilt derzeit für alle Wärmepumpenarten. Eine Übersicht der förderfähigen Luft-Luft-Wärmepumpen veröffentlicht das BAFA (Stand: 01.07.2025).

Für wen sich die Anschaffung lohnt

Ob sich eine Luft-Luft-Wärmepumpe rechnet, hängt vor allem vom Gebäude ab. Gut gedämmte Häuser sind Voraussetzung; besonders geeignet sind Niedrigenergie- und Passivenergiehäuser. Je geringer der Wärmebedarf, desto kleiner und günstiger können die Geräte dimensioniert werden.

Bei der Auswahl sollte die Jahresarbeitszahl (JAZ) – der Kennwert für die Effizienz einer Wärmepumpe – mindestens 3,5 betragen. Auf die Lautstärke lohnt es sich ebenfalls zu achten: Je weniger Dezibel, desto besser. Geräte mit einer Leistung von 500 Watt lassen sich laut Verbraucherzentrale Bayern auch mit einem Balkonkraftwerk betreiben.

Die Planung, den Einbau und die Wartung sollten stets Fachkräfte übernehmen. Wer eine Luft-Luft-Wärmepumpe plant, muss die Warmwasserbereitung von Anfang an als separate Position einkalkulieren.

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