Wer Nudeln passiv kocht, schaltet den Herd kurz nach dem Aufkochen ab und lässt die Pasta im geschlossenen Topf fertig garen. Der italienische Physik-Nobelpreisträger Giorgio Parisi hat diese Methode auf Facebook empfohlen und sie eigenen Angaben zufolge mehrfach getestet.
So funktioniert das passive Kochen Schritt für Schritt
Normalerweise wird empfohlen, das Kochwasser während der gesamten Garzeit am Siedepunkt zu halten. Beim passiven Kochen entfällt das: Die Restwärme im geschlossenen Topf übernimmt die Arbeit, sobald der Herd ausgeschaltet ist. Wer befürchtet, dass die Nudeln dabei klebrig oder matschig werden, kann das Ergebnis beruhigen – die Methode liefert nach diesem Ablauf gute Resultate:
- Wasser in einem großen Topf mit Deckel zum Kochen bringen.
- Das kochende Wasser salzen.
- Nudeln ins Wasser geben.
- Zwei Minuten weiterkochen lassen, bis das Wasser wieder blubbert.
- Den Herd ausschalten.
- Den Deckel sofort auf den Topf setzen, damit keine Hitze entweicht.
- Die Nudeln für die auf der Packung angegebene Kochzeit im geschlossenen Topf stehen lassen.
- Garprobe machen und die Nudeln in ein Sieb abgießen.
Wichtig: Jeder Herd verhält sich anders. Ein Elektroherd gibt in der Regel mehr Resthitze ab als ein Induktionsmodell. Es lohnt sich daher, ein wenig zu experimentieren – bei Induktion kann es nötig sein, die Nudeln vor dem Ausschalten ein bis zwei Minuten länger im heißen Wasser zu lassen.
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Welche Nudeln sich für diese Methode eignen
Die Anleitung bezieht sich auf Nudeln aus Hartweizengrieß. Andere Pasta auf Getreidebasis ist ebenfalls meist für das passive Kochen geeignet.
Glutenfreie Nudeln aus Kichererbsen, Quinoa oder Reismehl sind empfindlicher und können schneller auseinanderfallen. Hier empfiehlt es sich, die Hitze nicht sofort vollständig zu reduzieren, sondern einen Mittelweg zu finden und die Konsistenz frühzeitig zu prüfen.
Weitere Lebensmittel, die sich passiv garen lassen
Das Prinzip funktioniert nicht nur bei Nudeln. Auch diese Lebensmittel lassen sich auf dieselbe Weise zubereiten:
- Reis
- Couscous
- Bulgur
- Linsen
Auch hier gilt: Wasser aufkochen, das Produkt zwei Minuten darin kochen, dann den Herd ausschalten und im geschlossenen Topf fertig garen lassen. Die Garzeiten können im Vergleich zu Nudeln etwas variieren, daher gegen Ende immer eine Garprobe machen.
Hülsenfrüchte und Reis lassen sich zusätzlich über Nacht einweichen, damit sie schneller gar werden und noch weniger Energie benötigt wird.
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