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Eicheln, Kastanien, Walnüsse: Welche Herbstfrüchte beim Spaziergang für Hunde gefährlich werden können

Eicheln, Kastanien, Walnüsse: Welche Herbstfrüchte beim Spaziergang für Hunde gefährlich werden können

Im September und Oktober liegen Eicheln, Walnüsse, Kastanien und Bucheckern auf Wegen und Wiesen – und neugierige Hunde schnappen sich diese Früchte gern. Einige davon können giftig sein oder durch ihr hartes Fruchtfleisch einen Darmverschluss verursachen. Hier erfährst du, bei welchen Fundstücken du besonders aufmerksam sein solltest.

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Eicheln und Bucheckern: Giftstoffe, die sich mit der Menge steigern

Eicheln dürfen Hunde nicht fressen. Die Früchte der Eiche enthalten Gerbstoffe (Tannine), die bei größeren aufgenommenen Mengen Vergiftungserscheinungen auslösen können: Erbrechen, Durchfall, Bauchbeschwerden und Appetitlosigkeit. In schwereren Fällen sind auch Nieren- und Leberschäden möglich. Wie gefährlich eine aufgenommene Menge ist, hängt unter anderem von der Körpergröße des Hundes ab.

Bucheckern – die Früchte der Rotbuche – enthalten den Stoff Fagin und können bei größeren Mengen ebenfalls zu Vergiftungen führen, darunter Magen-Darm-Beschwerden und bei stärkeren Vergiftungen neurologische Symptome. Hat dein Hund nur wenige Bucheckern aufgenommen, besteht in der Regel kein unmittelbarer Grund zur Panik – du solltest aber verhindern, dass er weitere frisst.

Wichtig: Versuche nicht, deinen Hund eigenständig zum Erbrechen zu bringen. Ob und wie eine Magenentleerung sinnvoll ist, sollte eine Tierärztin oder ein Tierarzt entscheiden.

Kastanien: Rosskastanie ist giftig, Esskastanie nicht

Bei Kastanien musst du zwischen zwei Arten unterscheiden. Rosskastanien sind für Hunde giftig – sowohl die stachelige Schale als auch die Frucht selbst enthalten Saponine wie Aesculin, die Erbrechen, Durchfall, Schwäche, Taumeln und in schweren Fällen Krampfanfälle auslösen können. Dazu kommt eine mechanische Gefahr: Hunde können ganze Rosskastanien verschlucken, die im Verdauungstrakt stecken bleiben und einen Darmverschluss verursachen können.

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Esskastanien (Maronen) gelten dagegen grundsätzlich als ungiftig. Trotzdem sollten Hunde auch sie nicht in größeren Mengen fressen: Die harten, ganzen Früchte können im Magen-Darm-Trakt Probleme verursachen.

Walnüsse: Das Risiko steckt vor allem im Schimmel

Frische, grüne Walnüsse sind für Hunde tabu. In und unter der grünen Schale kann sich ein giftiger Schimmelpilz bilden, der mit bloßem Auge nicht erkennbar ist und Leber sowie Nieren schädigt. Besonders gefährlich sind verschimmelte Walnüsse: Bestimmte Schimmelpilze bilden sogenannte tremorgene Mykotoxine, die Zittern, Koordinationsstörungen und Krampfanfälle auslösen können. Unreife Walnüsse enthalten außerdem Gerbsäure, die Magen-Darm-Beschwerden verursachen kann.

Reife, ungesalzene Walnüsse sind für Hunde grundsätzlich nicht giftig, wegen ihres hohen Fettgehalts aber kein geeigneter Snack. Schimmelige oder verdorbene Nüsse gehören in keinem Fall in den Hundenapf.

Haselnüsse und Pilze: Ungiftig, aber nicht ohne Risiko

Haselnüsse gelten für Hunde als ungiftig, sind aber sehr fettreich und können in größeren Mengen Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Ganze Haselnüsse solltest du nicht verfüttern – harte Schalen und ganze Nüsse können verschluckt werden und im schlimmsten Fall zu Verletzungen oder einem Verschluss des Verdauungstrakts führen.

Wildpilze sollte dein Hund generell nicht fressen. Die meisten Wildpilze sind zwar ungiftig, aber für Laien ist es oft schwer zu erkennen, welche Arten gefährlich sind. Einige können schwere Vergiftungen mit Magen-Darm-Beschwerden, neurologischen Symptomen sowie Leber- oder Nierenschäden verursachen. Hat dein Hund einen unbekannten Pilz gefressen, solltest du möglichst schnell eine Tierärztin oder einen Tierarzt kontaktieren.

Nüsse aus dem Haushalt: Was Hunde fressen dürfen und was nicht

Im Herbst und Winter kommen Hunde nicht nur draußen an Nüsse heran. Auch im Haushalt gilt es aufzupassen:

  • Macadamianüsse sind für Hunde giftig und können Schwäche, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Zittern und erhöhte Körpertemperatur verursachen.
  • Muskatnuss enthält Myristicin und kann bei größeren Mengen Erbrechen, Unruhe, Herzrasen, Koordinationsprobleme und Krampfanfälle auslösen.
  • Bittermandeln enthalten cyanogene Verbindungen, aus denen Blausäure freigesetzt werden kann. Süße Mandeln gelten als ungiftig.
  • Paranüsse, Cashewkerne und Erdnüsse sind nicht grundsätzlich giftig, wegen ihres hohen Fettgehalts aber nur in kleinen Mengen und ungesalzen geeignet.
  • Pistazien sind nicht giftig, wegen Fettgehalt und möglicher Schimmelbelastung aber kein geeigneter regelmäßiger Snack.

Generell gilt: Nüsse sind für Hunde nicht notwendig. Wenn du deinem Hund gelegentlich eine ungiftige Sorte gibst, achte darauf, dass sie naturbelassen, also nicht gesalzen, gezuckert oder gewürzt ist. Harte Nüsse solltest du vorher zerkleinern, um Verschlucken zu verhindern. Schimmelige, feuchte oder verdorbene Nüsse gehören immer in den Müll.

Vergiftungsanzeichen erkennen und richtig reagieren

Folgende Symptome können auf eine Vergiftung hinweisen:

  • Lethargie und Fressunlust
  • Vermehrter Speichelfluss
  • Erbrechen und Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Neurologische Störungen wie Torkeln, Zittern oder Krämpfe
  • Schwäche oder Koordinationsprobleme
  • In schweren Fällen Atem- oder Kreislaufprobleme

Zeigt dein Hund nach dem Fressen einer unbekannten Frucht, Nuss oder eines Pilzes solche Symptome, suche möglichst schnell tierärztliche Hilfe. Nimm wenn möglich eine Probe oder ein Foto des gefressenen Fundstücks mit. Bei Verdacht auf einen Darmverschluss – etwa bei anhaltendem Erbrechen, Verstopfung oder starken Bauchschmerzen – sollte ebenfalls umgehend eine Tierärztin oder ein Tierarzt aufgesucht werden.

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