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Nur morgens Kaffee trinken senkt das Herzrisiko um 31 Prozent – was eine Studie 2025 herausfand

Nur morgens Kaffee trinken senkt das Herzrisiko um 31 Prozent – was eine Studie 2025 herausfand

Wann du deinen Kaffee trinkst, beeinflusst laut einer 2025 veröffentlichten Studie, wie gesund er für dich ist. Wer Kaffee ausschließlich am Vormittag trinkt, profitiert deutlich stärker von dessen gesundheitlichen Wirkungen als jemand, der ihn über den ganzen Tag verteilt konsumiert.

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Was die Studie gemessen hat

Forschende unter anderem von der Harvard University haben für die 2025 veröffentlichte Studie mehr als 40.000 US-amerikanische Erwachsene untersucht und dabei zwei Trinkmuster unterschieden:

  • Morgentyp: trinkt Kaffee am Vormittag, nach dem Mittag jedoch nicht mehr.
  • Ganztagestyp: trinkt Kaffee morgens, mittags, nachmittags und abends.

Das Ergebnis: Menschen, die ihren Kaffee auf den Vormittag beschränkten, hatten im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkenden ein um 16 Prozent geringeres Gesamtsterberisiko. Beim Risiko, an einer Herzkreislauf-Erkrankung zu sterben, war der Unterschied noch ausgeprägter: Der Morgentyp wies ein um 31 Prozent niedrigeres Risiko auf. Diese Zusammenhänge zeigten sich sowohl bei moderatem Konsum von zwei bis drei Tassen täglich als auch bei mehr als drei Tassen. Wer im Schnitt weniger als eine Tasse am Morgen trank, profitierte in geringerem Ausmaß.

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Beim Ganztagestyp wurden diese gesundheitlichen Vorteile nicht festgestellt.

Warum der Zeitpunkt eine Rolle spielt

Als mögliche Erklärung nennen die Forschenden den Einfluss des Kaffees auf den Biorhythmus. Insbesondere Hormone wie Melatonin, die den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren, werden durch den Zeitpunkt des Kaffeetrinkens beeinflusst. Wer nachmittags oder abends noch Kaffee trinkt, schläft tendenziell schlechter, was wiederum kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Entzündungen und Bluthochdruck begünstigen kann. Die gesundheitlichen Vorteile des Kaffees werden beim späten Konsum damit abgeschwächt.

Was der Studienleiter empfiehlt

Lu Qi, der Leiter der Untersuchung, äußerte sich in einer Pressemitteilung der Tulane University zu den Befunden: „Dies ist die erste Studie, die Kaffeetrink-Muster und Gesundheitsauswirkungen untersucht. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nicht nur darum geht, ob Sie Kaffee trinken oder wie viel Sie trinken, sondern dass auch die Tageszeit, zu der Sie Kaffee trinken, wichtig ist. Wir geben normalerweise keine Ratschläge zum Timing in unserer Ernährungsberatung, aber vielleicht sollten wir in Zukunft darüber nachdenken.“

Der Schweizer Kardiologe Thomas F. Lüscher kommentierte die Studie in derselben Pressemitteilung: „Insgesamt müssen wir die jetzt substanziellen Beweise dafür akzeptieren, dass Kaffeetrinken, besonders in den Morgenstunden, wahrscheinlich gesund ist.“ Sein Ratschlag lautet: „Trink deinen Kaffee, aber tu es am Morgen!“

Was von der Cortisol-Empfehlung zu halten ist

In vielen Onlineartikeln kursiert der Hinweis, den ersten Kaffee erst eine bis eineinhalb Stunden nach dem Aufstehen zu trinken, wenn der Cortisolspiegel sinkt. Diese Aussage geht auf einen Blogbeitrag des amerikanischen Neurowissenschaftlers Steven Miller zurück, der sich auf eine britische Studie von 2009 zur Cortisolschwankung im Tagesverlauf stützt. Diese Studie hat die Wechselwirkung zwischen Kaffee und Cortisol jedoch nicht untersucht, und Millers Schlussfolgerung gilt nicht als allgemeingültiger Ratschlag. Der Originalbeitrag ist zudem online nicht mehr verfügbar.

Ob der Cortisolspiegel tatsächlich den optimalen Zeitpunkt für den ersten Kaffee bestimmt, bleibt laut den Studienautoren ungeklärt. Die Forschenden räumen außerdem ein, dass weitere Untersuchungen nötig sind, um die Ergebnisse der 2025er-Studie zu prüfen und die Zusammenhänge besser zu verstehen.

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