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Ameisen im Rasen: Was ihre Erdhügel dir über Boden und Schädlinge verraten

Ameisen im Rasen: Was ihre Erdhügel dir über Boden und Schädlinge verraten

Ameisen im Rasen sind meistens kein Grund zur Panik – im Gegenteil: Die kleinen Insekten können dir wertvolle Hinweise auf den Zustand deines Bodens und möglichen Schädlingsbefall geben. Wer die Zeichen richtig liest, pflegt seinen Garten besser.

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Bei Ameisen im Rasen handelt es sich häufig um die Gemeine Rasenameise (Tetramorium caespitum) oder die Schwarze Wegameise (Lasius niger). Beide Arten gehören zum natürlichen Ökosystem, können aber unter bestimmten Umständen unerwünschte Folgen für den Rasen haben.

Nützling oder Schädling? Der ökologische Nutzen von Ameisen

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Ameisen sind grundsätzlich Nützlinge. Sie lockern den Boden auf, zersetzen organisches Material, bekämpfen als Fressfeinde andere Gartenschädlinge und dienen selbst als Nahrung für Insekten und Säugetiere. Diesen Nutzen solltest du im Hinterkopf behalten, bevor du gegen sie vorgehst.

Einige Arten, darunter die Waldameise, stehen zudem unter Naturschutz. Nester dieser Arten dürfen nicht einfach entfernt werden.

Trotzdem können Ameisen im Rasen laut RHS konkrete Probleme verursachen:

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  • Erdhügel: Sie stören beim Mähen, Laufen und Spielen und können die Grasnarbe beschädigen.
  • Unterhöhlung der Wurzeln: Unterirdische Tunnel unterbrechen den Kontakt zwischen Rasenwurzeln und Erde. Der Rasen kann sich gelb verfärben und absterben.
  • Förderung von Blattläusen: Manche Ameisenarten begünstigen die Verbreitung von Blattläusen, was Gartenpflanzen schädigen kann.

Was Ameisen im Rasen über deinen Boden aussagen

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Besonders die Gemeine Rasenameise siedelt sich gezielt an Stellen an, die lockeren, sandigen und eher trockenen sowie warmen Boden aufweisen. Kurz gemähter Rasen verstärkt die Trockenheit zusätzlich. Die Erdhügel selbst sind dann ebenfalls trocken und sandig – ein deutliches Signal, dass der Boden an dieser Stelle zu wenig Feuchtigkeit hält oder zu wenig gepflegt wird.

Folgende Maßnahmen können helfen, die Bedingungen zu verbessern und Ameisen zur Umsiedlung zu bewegen:

  • Ameisenhügel mit einer Harke zerstreuen.
  • Den Rasen großzügiger und regelmäßiger wässern.
  • Rasendünger einsetzen, um den Boden zu kräftigen.
  • Regelmäßig mähen, aber nicht zu kurz – zu kurzer Schnitt fördert Trockenheit.

Ameisen nehmen diese Veränderungen als Störung wahr und siedeln sich erfahrungsgemäß um.

Ameisen als Frühwarnsystem für Blattlausbefall

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Tauchen Ameisen im Rasen auf und wandern in Richtung Gemüse- oder Blumenbeet, kann das auf einen Blattlausbefall hinweisen. Wie die RHS erklärt, gehen einige Ameisenarten eine symbiotische Beziehung mit Blattläusen ein: Die Blattlaus scheidet Honigtau aus, der reich an Wasser und Zucker ist und den Ameisen als Nahrung dient. Im Gegenzug schützen die Ameisen die Blattläuse vor Fressfeinden.

Beobachtest du also Ameisen, die gezielt Pflanzen anlaufen, solltest du diese genau auf Blattlausbefall untersuchen. Frühzeitig erkannt, lässt sich ein Befall deutlich leichter eindämmen.

Ameisen im Rasen sanft loswerden

Gute Rasenpflege ist die wichtigste Vorbeugung: Regelmäßiges Wässern, angepasste Schnitthöhe und Düngung machen den Rasen für Ameisen weniger attraktiv und können eine bestehende Ansiedlung vertreiben.

Reicht das nicht aus, gibt es natürliche Methoden zur Bekämpfung oder die aufwändigere, aber nachhaltigere Option, das Nest umzusiedeln. Chemische Mittel sollten wegen des ökologischen Nutzens der Tiere nur der letzte Ausweg sein.

Auch in Hochbeeten können sich Ameisen ansiedeln – dort gelten ähnliche sanfte Methoden, um die Tiere zu vertreiben, ohne das Ökosystem des Beets zu beeinträchtigen.

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