Die Funkie (Hosta), auch Herzlilie oder Herzblattlilie genannt, ist eine pflegeleichte Staude mit auffällig gemusterten Blättern, die sich besonders für schattige Gartenplätze eignet. Sie ist nicht giftig, winterhart und versorgt Bienen sowie andere Insekten im Hochsommer mit Nahrung.
Zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae) gehörend, wurde die Funkie 2009 vom Bund deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres gewählt. Monique Kemperman vom Blumenbüro erklärt: „Die Pflanze gehört zur Familie der Asparagaceae, zu der auch der Spargel gehört.“
Was die Funkie von anderen Blattpflanzen unterscheidet
Nicht die Blüten stehen im Mittelpunkt – sie sind zwar hübsch, aber kurzlebig. Das Besondere sind die Blätter: herzförmig, länglich oder rund, von sehr klein bis sehr groß, in Farben von kräftigem Grasgrün bis zu einem bläulichen Grünton. Andre Stade vom Bund deutscher Staudengärtner bezeichnet die Funkie als „eine der wertvollsten Blattpflanzen“ und hebt ihre Robustheit und Langlebigkeit hervor.
Als dekorativer Bodendecker hält sie zudem Unkraut fern. Stade empfiehlt, filigrane Farne und Gräser als Kontrast dazuzupflanzen. Gartenberater Martin Breidbach vom Verband Wohneigentum rät, kleinere Exemplare möglichst in Gruppen zu setzen, damit sie besser zur Geltung kommen.
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Sechs Gründe, die für die Funkie im Garten sprechen
- Schattenverträglich: Anders als viele Blühpflanzen kommt die Funkie gut mit schattigen Standorten zurecht.
- Trockenheitsresistent: Die Pflanze übersteht auch längere Trockenphasen, ohne dauerhaften Schaden zu nehmen.
- Kaum Pflege nötig: Die Staude kann längere Zeit sich selbst überlassen werden.
- Winterhart: Der Wurzelstock bleibt im Boden und übersteht Frost problemlos.
- Bienenfreundlich: Die Blüten erscheinen im Juli und August und versorgen Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen mit Nahrung – in einer Zeit, in der sonst wenig blüht.
- Bodendecker mit Unkrautschutz: Dank der verschiedenen Grün- und Gelbtöne und der dichten Blattmasse unterdrückt die Funkie Unkraut wirkungsvoll.
Kurz-Steckbrief: Standort, Blüte und Pflanzzeit
- Standort: halbschattig bis schattig
- Blütezeit: je nach Sorte Juni bis August
- Pflanzzeit: optimal März bis Oktober; grundsätzlich ganzjährig möglich, solange der Boden frostfrei ist
- Ökologischer Nutzen: wertvolle Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen
Pflanzen, Standort und Bodenbeschaffenheit
Funkien werden meist als Jungpflanzen gekauft. Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im frühen Herbst. Containerpflanzen können bis in den Oktober gesetzt werden. Nach dem Einpflanzen gut angießen und in den ersten Wochen regelmäßig wässern – besonders bei Wärme und Trockenheit. Die heißesten und trockensten Tage sollte man für die Pflanzung möglichst meiden.
Kemperman gibt eine praktische Faustregel für den Standort: „Je dunkler und zarter die Blätter, desto schattiger der Standort.“ Sorten mit dicken, hellgrünen oder gelblichen Blättern vertragen dagegen mehr direkte Sonne. Als idealen Boden beschreibt Gartenberater Breidbach einen „humosen, lockeren, durchlässigen“ Untergrund, der relativ feucht ist, aber keine Staunässe bildet.
Gießen, Düngen und Winterschutz
Im Topf braucht die Funkie ausreichend Feuchtigkeit – weder anhaltende Trockenheit noch Staunässe verträgt sie dort gut. Im Beet hingegen reichen die Wurzeln mit zunehmendem Alter in tiefere Schichten und benötigen kaum noch zusätzliches Wasser. Nur bei extremer Trockenheit ist Gießen nötig.
Gedüngt wird einmal jährlich: Im ersten Jahr genügt eine Grunddüngung beim Einpflanzen, in den Folgejahren empfiehlt sich ein vorwiegend organischer Dünger oder eine Portion Kompost. Stade hält fest, dass Funkien einen „geduldigen Gärtner“ brauchen – sie werden von Jahr zu Jahr schöner. Die Wuchshöhe reicht je nach Sorte von rund 20 Zentimetern bis zu 1,50 Meter, wobei die Pflanze in der Regel etwas breiter als hoch wird.
Im Winter sterben die oberirdischen Teile ab, der Wurzelstock bleibt im Boden. Das alte Laub sollte liegen bleiben, um die Wurzel zu schützen. Treibt die Staude im Frühjahr aus und folgen noch einmal Minusgrade, genügt etwas Tannengrün als vorübergehender Schutz.
Herkunft, Schneckenfraß und sinnvolle Sortenwahl
Die Funkie stammt ursprünglich aus dem Nordosten Chinas und ist auch in Japan häufig anzutreffen; in Europa und Amerika wurde sie später kultiviert. Als nicht heimische Pflanze ist sie im Garten dennoch problemlos einsetzbar – Professor Andreas Roloff, Forstbotaniker an der TU Dresden, sieht nichts gegen eine ausgewogene Mischung einheimischer und „zugereister“ Pflanzen, da man diese im Garten gut kontrollieren kann. Empfehlenswert ist es, vorab zu prüfen, ob eine Sorte Insekten einen Mehrwert bietet.
Ein bekannter Nachteil: Einige Sorten gehören zu den Lieblingsspeisen von Nacktschnecken. Sorten, die von Schnecken meist verschmäht werden, sind zum Beispiel ‚Devon Green‘, ‚Big Daddy‘ und ‚Blue Angel‘.
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