Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) wurde 2025 zur Wildbienenpflanze des Jahres gewählt – und wer einen insektenfreundlichen Garten anlegen möchte, sollte sie kennen. Die einheimische Wildblume versorgt Bienen und Hummeln mit Nahrung und ist für mindestens eine Bienenart schlicht unersetzlich.

Steckbrief: Was die Wiesen-Glockenblume auszeichnet
Die Wiesen-Glockenblume gehört zur Gattung der Glockenblumengewächse und ist eine einheimische, krautige Pflanze. Sie wächst 20 bis 50 Zentimeter hoch und bildet bläuliche Blüten, die von Mai bis August erscheinen. Die Pflanze ist winterhart, meist zweijährig und ihre Blüten sind essbar. In einigen deutschen Bundesländern steht sie bereits auf der Roten Liste der bedrohten Arten.
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Warum die Pflanze für Wildbienen unverzichtbar ist
Die Auszeichnung als Wildbienenpflanze des Jahres 2025 hat einen konkreten Hintergrund: Die Wiesen-Glockenblume dient Wild- und Honigbienen sowie Hummeln als wichtige Nahrungsquelle. Wildbienen schlafen außerdem gern in ihren Blüten.
Besonders kritisch ist die Lage für die Glockenblumen-Scherenbiene: Sie nistet ausschließlich in Glockenblumen. Verschwinden diese Pflanzen, hat die Bienenart keine Überlebenschance. Das macht den Anbau der Wiesen-Glockenblume im Garten zu einem direkten Beitrag zum Artenschutz.

So zieht die Wiesen-Glockenblume im Garten erfolgreich an
Einmal ausgesät ist die Pflanze pflegeleicht und auch für Garteneinsteiger geeignet. Die wichtigsten Bedürfnisse auf einen Blick:
- Standort: sonnig
- Boden: sandig bis lehmig, nährstoffreich
- Dünger: keiner nötig
- Aussaat: Frühjahr oder Spätsommer
- Keimung: Lichtkeimer – Samen nur andrücken, nicht eingraben
- Gießen: nur mäßig und nur bei längeren Trockenperioden
- Pflanzpartner: andere einheimische Wildblumen
Worauf du beim Kauf und bei der Auswahl achten musst
Die Wiesen-Glockenblume ist zweijährig: Sie blüht erst im zweiten Jahr nach der Aussaat. Wer die Anzuchtzeit überspringen möchte, kann vorgezogene Pflanzen kaufen. Dabei ist ein wichtiger Punkt zu beachten: Es muss sich um die echte Wildform handeln, nicht um eine Zuchtform. Zuchtformen enthalten meist kaum oder keinen Nektar und sind für Bienen daher wertlos. Das gilt ebenso für gefüllte Glockenblumen-Arten.
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