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Haselnussschalen nicht wegwerfen – so nutzt du sie im Garten und Haushalt

Haselnussschalen nicht wegwerfen – so nutzt du sie im Garten und Haushalt

Wer Haselnüsse knackt, wirft die harten Schalen meist sofort weg. Dabei lassen sie sich im Garten, im Haushalt und als Bastelmaterial sinnvoll einsetzen – vorausgesetzt, sie sind sauber und trocken.

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Auf den Zustand der Schalen kommt es an

Für eine Weiterverwendung eignen sich nur Schalen von Nüssen in gutem Zustand. Der NABU empfiehlt, Haselnüsse auszuwählen, die außen braun und fest sind, da unreife Früchte schnell schimmeln. Schalen mit Rissen oder Fraß- und Bohrspuren solltest du aussortieren, weil durch beschädigte Hüllen Pilzsporen eindringen können. Die Verbraucherzentrale Bayern warnt bei schimmeligen Nüssen vor Aflatoxinen: Diese gesundheitsschädlichen Stoffe werden selbst durch Erhitzen nicht zerstört.

Haselnussschalen richtig trocknen und lagern

Wer die Schalen nicht sofort verwenden möchte, muss Schimmelbildung gezielt verhindern. Diese Schritte helfen dabei:

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  • Heruntergefallene Haselnüsse zügig aufsammeln – Feuchtigkeit im Gras oder auf einer Plane begünstigt Schimmel.
  • Schalen möglichst trocken reinigen: Lose Hüllen und Sand mit einer Bürste entfernen, Schmutz mit Küchenpapier abreiben.
  • Schalen einschichtig zum Trocknen ausbreiten, damit Luft zirkulieren kann. Laut NABU eignen sich warme, luftige und trockene Orte; alle zwei bis drei Tage wenden oder schütteln.

Das vollständige Trocknen dauert etwa vier bis sechs Wochen. Danach die Schalen dunkel, trocken und luftig lagern – am besten in einem Netz oder Jutesack, nicht in einem dichten Plastikbeutel.

Im Garten: Mulchalternative und mehr

Das Kompetenzzentrum für Ernährung Bayern empfiehlt Haselnussschalen vor allem als umweltverträgliche Alternative zu Rindenmulch. Eine lockere Schicht rund um Beete oder Kübelpflanzen hält die Bodenfeuchtigkeit länger und bremst das Unkrautwachstum. Wie gut das funktioniert, hängt vom Standort ab. Wichtig: Die Schalen dürfen keine dichte Decke bilden, damit Wasser weiterhin in die Erde eindringen kann. In kleinen Töpfen reicht eine dünne, lockere Schicht aus.

Zerkleinerte Haselnussschalen lassen sich außerdem unter die Blumenerde mischen und dienen dann als natürlicher Dünger, weil die Nährstoffe mit der Zeit in die Erde übergehen. Als Drainagematerial unter der Erde in Pflanzgefäßen können sie Staunässe reduzieren – Pistazien- und Walnussschalen sind dafür bekannter, Haselnussschalen lassen sich aber ebenfalls ausprobieren. Zudem sollen ihre scharfkantigen Stücke als natürliche Barriere gegen Schnecken wirken, da diese die Schalen ungern überqueren.

Im Haushalt: Was geht, was nicht

Haselnussschalen lassen sich in ein kleines Säckchen aus robustem Material füllen und zum Scheuern von Oberflächen verwenden. Achtung: Diese Methode ist nur auf unempfindlichen, vorher getesteten Flächen geeignet, da die Schalen Kratzer hinterlassen können. Scheuere nie trocken, sondern immer mit Wasser und Spülmittel.

Manchmal werden Haselnussschalen auch zur Geruchsbindung oder Luftentfeuchtung empfohlen. Dass sie Gerüche binden oder Feuchtigkeit aufnehmen können, ist jedoch nicht erwiesen.

Basteln und Dekorieren mit getrockneten Schalen

Getrocknete Schalenreste eignen sich auch als Bastel- und Dekorationsmaterial – etwa für Collagen, Mosaike oder kleine Figuren. Saubere und trockene Schalen lassen sich in einem Sammelglas aufbewahren, bis genug Material für den nächsten Garten- oder DIY-Einsatz zusammengekommen ist.

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