Nützliche Tipps

Winterportulak im Garten anbauen – ab September aussäen und bis März ernten

Winterportulak im Garten anbauen – ab September aussäen und bis März ernten

Postelein, auch Winterportulak oder Tellerkraut genannt, ist ein pflegeleichtes Blattgemüse aus der Familie der Quellkrautgewächse, das selbst bei minus zwanzig Grad überlebt. Wer jetzt mit der Aussaat beginnt, kann das vitaminreiche Wintergemüse über Monate hinweg regelmäßig ernten.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende einjährige Pflanze wird seit vielen Jahren in Europa angebaut, ist in letzter Zeit aber etwas in Vergessenheit geraten – zu Unrecht, denn sie versorgt auch in der kalten Jahreszeit mit Vitamin C, Eisen und Calcium.

Standort, Boden und der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

Postelein gedeiht am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Da die Pflanze nicht tief wurzelt, lässt sie sich auch in Kübeln auf dem Balkon anbauen.

Der Boden sollte durchlässig und humos sein. Lockere ihn vor der Aussaat gut auf und arbeite etwas reifen Kompost ein. Wer das tut, muss die Pflanzen später nicht mehr düngen, da Postelein wie Spinat zu den sogenannten Schwachzehrern gehört.

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Schrumpelige Äpfel im Kühlschrank – wann sie noch verwendbar sind und was du daraus kochen kannst02Hundekot liegen lassen – warum das für Menschen, Tiere und Böden gefährlicher ist als gedacht03Gladiolen, Dahlien, Begonien – welche 8 Blumenzwiebeln du jetzt vor dem Frost aus der Erde holen musst

Die optimale Keimtemperatur liegt unter zwölf Grad, weshalb du frühestens ab den kühlen Septembertagen aussäen solltest. Je nach Witterung ist eine Aussaat bis in den März hinein möglich. So gehst du dabei vor:

  1. Ziehe eine Rille von etwa einem Zentimeter Tiefe in die Erde.
  2. Streue die Samen dicht aus und bedecke sie nur leicht mit Erde.
  3. Halte zwischen mehreren Reihen einen Abstand von zehn bis fünfzehn Zentimetern ein.

Bei acht bis zwölf Grad benötigen die Samen rund zwei bis drei Wochen bis zur Keimung.

Pflege: Auf Feuchtigkeit achten

Postelein reagiert empfindlich auf Trockenheit. Achte darauf, dass der Boden stets feucht bleibt. Wer den Boden vorab mit Kompost angereichert hat, kann auf zusätzliche Düngung verzichten.

Ernten – und das Selbstaussäen im Blick behalten

Nach sechs bis acht Wochen ist Postelein erstmals erntereif. Schneide die Blätter etwa zwei Zentimeter über dem Boden ab – ähnlich wie bei Rucola wachsen sie danach wieder nach, sodass du regelmäßig ernten kannst.

Ab April bildet die Pflanze kleine weiße Blüten; ab diesem Zeitpunkt ist sie nicht mehr für den Verzehr geeignet. Wichtig: In der Blütezeit vermehrt sich Postelein stark durch Selbstaussaat. Schneide die Blüten frühzeitig ab, um eine unkontrollierte Ausbreitung im Garten zu verhindern.

Einfaches Rezept: Postelein-Salat mit Birne und Walnüssen

Die dicken, herzförmigen Blätter schmecken mild und leicht säuerlich. Ältere Blätter lassen sich außerdem ähnlich wie Spinat dünsten. Für einen schnellen Wintersalat brauchst du:

  • 200 g Postelein
  • 1 reife Birne (alternativ 1 Apfel)
  • optional 1 reife Avocado
  • 1–2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • Balsamico
  • Salz und Pfeffer
  • eine Handvoll Walnüsse

Zubereitung:

  1. Postelein gründlich waschen und größere Blätter kleinzupfen.
  2. Birne waschen und in kleine Würfel schneiden.
  3. Avocado halbieren und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
  4. Knoblauch schälen und fein hacken.
  5. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen.
  6. Mit Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken.
  7. Vor dem Servieren mit Walnussstücken garnieren.

Da Postelein ab April in die Blüte geht und danach nicht mehr genießbar ist, endet das Ernte- und Saisonfenster spätestens im Frühjahr – ein Grund mehr, jetzt mit der Aussaat zu beginnen.

Artikel teilen

3 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top