Wer Möhren reibt, kocht und mit Öl kombiniert, kann laut einer schwedischen Studie von 2002 bis zu 45 Prozent des enthaltenen Betacarotins verwerten – gegenüber nur drei Prozent bei rohen, grob geschnittenen Stücken. Zubereitungsart und Verarbeitungsgrad machen also einen erheblichen Unterschied.
Zerkleinern ist der wirksamste Schritt für die Carotin-Verfügbarkeit

Die 2002 in Schweden durchgeführte Studie untersuchte, wie sich verschiedene Zubereitungsweisen auf die Verfügbarkeit des fettlöslichen Betacarotins auswirken. Das Ergebnis zeigt einen klaren Stufeneffekt:
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- Ganze oder grob zerkleinerte, rohe Möhren: rund 3 Prozent des Carotins gehen in den Magensaft über.
- Gekochte Möhren: der Wert steigt auf 6 Prozent.
- Gekochte Möhren mit Speiseöl: 8 Prozent.
- Gekochte und geriebene oder passierte Möhren: 27 Prozent.
- Gekochte, geriebene Möhren mit Speiseöl: 45 Prozent.
Das Zerkleinern – also Reiben oder Passieren – hatte damit den größten Einzeleffekt. Kochen und Öl steigern die Verwertbarkeit zusätzlich, entfalten ihre Wirkung aber besonders in Kombination mit feiner Zerkleinerung.
Nährstoffe beim Garen erhalten: So geht es schonend

Damit beim Kochen möglichst viele Vitamine und Nährstoffe in den Möhren verbleiben, empfiehlt sich schonendes Garen statt Kochen in viel Wasser. Die folgende Methode hilft dabei:
- Möhren mit einer Gemüsebürste und Wasser gründlich reinigen, um Erde zu entfernen.
- Den Blattansatz abschneiden und die Möhren in kleine Stücke schneiden.
- Im Topf nur so wenig Wasser verwenden, dass das Gemüse knapp bedeckt ist – bei zu viel Kochwasser gehen Vitamine in die Flüssigkeit über und gehen verloren.
- Noch schonender ist Dampfgaren mit einem Siebeinsatz: Die Möhren liegen dabei über dem Kochwasser, ohne damit in Berührung zu kommen. Topf und Einsatz sollten gut mit einem Deckel verschlossen sein, damit der Dampf das Gemüse vollständig gart.
- Die Garzeit im Siebeinsatz beträgt je nach Stückgröße 10 bis 15 Minuten. Mit einem scharfen Messer lässt sich die Konsistenz prüfen: wer es weicher mag, verlängert die Zeit; wer knackige Möhren bevorzugt, verkürzt sie entsprechend.
- Möglichst wenig Salz verwenden, da Salz den Möhren Wasser und damit Nährstoffe entzieht.
Tipp: Bio-Möhren aus regionalem Anbau bevorzugen. In der ökologischen Landwirtschaft werden keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt, die als Rückstände auf dem Gemüse verbleiben können. Regionale Ware spart zudem CO₂, da lange Transportwege entfallen.
Den größten Effekt erzielt, wer alle vier Maßnahmen kombiniert: Möhren fein reiben oder passieren, schonend garen, Speiseöl hinzufügen und wenig Salz verwenden.
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