Die Fetthenne (Sedum) blüht je nach Sorte von August bis Oktober und füllt damit genau die Lücke, die im Garten entsteht, wenn die meisten Sommerblumen verblüht sind. Sie liefert Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nektar und Pollen zu einer Zeit, in der das Blütenangebot knapp wird – und das bei minimalem Pflegeaufwand.
Späte Blüte in Rosa, Rot, Weiß und Gelb
Je nach Art öffnen sich die Blüten ab August oder erst im September. Die Farbpalette reicht von Rosa und Rot über Weiß bis Gelb. Wer Fetthennen in der Nähe anderer bienenfreundlicher Herbststauden wie Astern pflanzt, schafft ein ökologisch wertvolles Beet, das bis in den Oktober Insekten anzieht.
Standort, Boden und Pflege
Fetthennen wachsen an sonnigen bis halbschattigen Standorten und kommen mit trockenen, nährstoffarmen Böden gut zurecht. Staunässe verträgt die Pflanze nicht – durchlässige Erde, gemischt mit etwas Sand oder Kies, bietet ideale Bedingungen. Gedüngt werden muss sie nur selten.
Den Rückschnitt empfiehlt es sich, auf das Frühjahr zu verschieben: Die stehen bleibenden Blütenstände bieten Insekten im Winter einen Lebensraum und schützen die Pflanze gleichzeitig vor Frost. Fetthennen sind frosthart und überstehen kalte Monate ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen.
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Schnecken, Vielseitigkeit und Vermehrung
Die fleischigen Blätter enthalten Bitterstoffe, die Schnecken fernhalten. Fraßschäden sind deshalb kaum zu befürchten – lediglich Jungpflanzen können in stark schneckenreichen Gärten schutzbedürftig sein.
Was den Standort betrifft, sind Fetthennen ausgesprochen anpassungsfähig: Sie wachsen im Beet, im Steingarten, auf Mauerkronen und in Pflanzgefäßen. Auch auf Dachgärten oder kargen Flächen gedeihen sie problemlos.
Die Vermehrung gelingt leicht über Stecklinge oder durch Teilung der Mutterpflanze, am besten im Frühjahr. Stecklinge werden in durchlässige Erde gesteckt und regelmäßig leicht angegossen; nach wenigen Wochen bilden sich neue Wurzeln.
Steckbrief: Fetthenne (Sedum)
- Botanischer Name: Sedum spp., Familie Dickblattgewächse (Crassulaceae)
- Wuchshöhe: 20–60 cm, je nach Art
- Blütezeit: August bis Oktober
- Blütenfarben: Rosa, Rot, Weiß, Gelb
- Standort: Sonnig bis halbschattig; durchlässiger, trockenheitsverträglicher Boden; Staunässe meiden
- Pflege: Rückschnitt erst im Frühjahr; selten düngen
- Winterhärte: Frosthart, kein Winterschutz nötig
- Nützlich für: Bienen, Hummeln, Schmetterlinge – Spätsommer- und Herbstnektar
Häufige Fragen zur Fetthenne
Wann pflanzt man Fetthennen am besten? Optimal sind Frühjahr oder früher Herbst, damit die Pflanzen vor dem Winter gut anwachsen können.
Wie oft muss gegossen werden? Nur bei längeren Trockenperioden ist zusätzliches Wasser nötig, da die Pflanze Wasser in ihren fleischigen Blättern speichert. Staunässe unbedingt vermeiden, da sie zu Wurzelfäule führen kann.
Können Fetthennen in Töpfen wachsen? Ja, sofern der Topf einen Wasserabfluss hat. Sie eignen sich für Balkone, Terrassen und Dachbegrünungen.
Sind Fetthennen giftig oder essbar? Da die Inhaltsstoffe je nach Art variieren, sollten Fetthennen nicht pauschal als essbar oder unbedenklich eingestuft werden. Ohne zweifelsfreie Artenbestimmung gehören sie nicht in die Küche.
Bienenfreundlich bekannte Sorten sind unter anderem Herbstfreude, Matrona und Sedum spurium, die Insekten mit wertvollem Spätsommer- und Herbstnektar versorgen.
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