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Frottee oder Frottier – wo liegt der Unterschied, und wie pflegst du den Stoff richtig?

Frottee oder Frottier – wo liegt der Unterschied, und wie pflegst du den Stoff richtig?

Frottee ist ein textiles Gewebe, das auf speziellen Webmaschinen aus gezwirntem Baumwollgarn hergestellt wird. Das macht den Stoff weich, flauschig und saugfähig – Eigenschaften, die ihn zur ersten Wahl für Badtextilien und zunehmend auch für Bekleidung machen.

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Frottee und Frottier sind nicht dasselbe

Beide Begriffe klingen ähnlich, bezeichnen aber unterschiedliche Gewebe. Frottier entsteht durch eine aufwendigere Webtechnik, wodurch die Produkte dichter und feiner ausfallen als herkömmliche Frotteewaren. Frottee ist dagegen glatter verwoben und etwas weniger flauschig.

Auch innerhalb von Frottee gibt es Unterschiede: Stoffe aus lockeren Garnen fühlen sich weich an, während Frottee aus verzwirnten Garnen fester und robuster ist. Veloursfrottee ähnelt Samt, weil die Fadenschlingen aufgeschnitten sind; bei Schlingenfrottee bleiben die Fäden geschlossen. Frottier wird vor allem für Handtücher und Bademäntel verwendet, Frottee eher für weiche Bekleidung. Da beide Begriffe im Alltag oft synonym gebraucht werden, ist im weiteren Verlauf einheitlich von Frottee die Rede.

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Woran du hochwertige Frotteeprodukte erkennst

Die Qualität von Frotteewaren hängt vor allem vom verwendeten Baumwollgarn, der Verarbeitung und der Färbung ab. An folgenden Merkmalen lässt sich Qualität erkennen:

  • Intensive Farbe: Hochwertige Frotteewaren behalten auch nach vielen Wäschen ihre Farbtiefe. Verblasst ein Produkt schnell, deutet das auf schlechte Farbqualität hin.
  • Stabilität: Gute Frotteeprodukte überstehen viele Waschgänge, ohne an Substanz zu verlieren.
  • Verarbeitung: Aufrechte Fasern, die Flüssigkeiten gut aufnehmen, sowie Doppelnähte, die nicht reißen und nicht ausfransen, sprechen für sorgfältige Verarbeitung.
  • Schadstoffprüfung: Siegel wie OEKO-TEX Standard 100 weisen darauf hin, dass ein Produkt auf Schadstoffe geprüft wurde.

Die Dicke allein sagt wenig über die Qualität aus. Entscheidend ist die Saugstärke des Stoffes. Dicke und große Handtücher verursachen außerdem höhere Wasch- und Energiekosten als dünne und kleinere Frotteetücher.

Frottee richtig waschen und trocknen

Damit Frotteewaren lange weich und flauschig bleiben, kommt es auf die richtige Pflege an:

  • Wasche Frotteewaren bei 60 °C in der Waschmaschine.
  • Verzichte möglichst auf Weichspüler: Er beeinträchtigt die Saugfähigkeit des Stoffes, und Frotteewaren bleiben auch ohne ihn angenehm weich.
  • Als natürliche Alternative zum Weichspüler kannst du vor der Wäsche einen Spritzer Essig auf den Frotteestoff geben.
  • Neu gekaufte Frotteewaren sind anfangs wenig saugfähig – erst nach dem ersten Waschen verbessert sich die Saugleistung.
  • An der Luft getrocknetes Frottee kann hart werden. Im Trockner bei 60 °C bleibt es flauschiger, allerdings ist das energieintensiv.
  • Beim Trocknen an der frischen Luft hilft etwas Wind: Je schneller Handtücher trocknen, desto weicher werden sie.
  • Hänge Handtücher über zwei Leinen, damit auch die Innenseite schnell trocknet.

Nachhaltige Frotteeprodukte gezielt auswählen

Bestimmte Siegel machen die Herstellungsbedingungen von Frotteetextilien nachvollziehbar. Wer auf soziale und ökologische Standards achten möchte, kann sich an folgenden Zertifizierungen orientieren:

  • GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard): Das bekannteste IVN-Qualitätszeichen bescheinigt faire Produktionsbedingungen entlang der gesamten Herstellungskette für Naturfasern.
  • Fairtrade Cotton: Weist Textilien aus zu 100 Prozent fair gehandelter Baumwolle aus.
  • Made in Green von Oeko-Tex und Fair Wear Foundation zertifizieren ebenfalls fair produzierte Frotteetextilien.

Was tun, wenn Frottee fusselt?

Hochfloriges Frottee fusselt anfangs häufig – das legt sich nach der ersten oder nach wenigen weiteren Wäschen von selbst. Später entsteht Fuselbildung meist durch unsachgemäße Handhabung in der Waschmaschine.

Befülle die Wäschetrommel mindestens zur Hälfte, damit die Wäsche nicht ständig gegen die Trommel reibt. Die Trommel sollte aber auch nicht zu voll sein, da die Handtücher sonst nicht richtig sauber werden. Löst sich trotzdem einmal ein Faden, lässt er sich einfach mit der Schere abschneiden.

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