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Deocreme: 5 empfehlenswerte Marken für frische Haut diesen Sommer

Deocreme: 5 empfehlenswerte Marken für frische Haut diesen Sommer

Du greifst morgens nach dem Deo, drückst auf die Sprühdose — und ein Schwall Treibgas zischt dir entgegen, bevor das Produkt überhaupt die Haut erreicht. Oder der Roll-on hinterlässt weiße Schlieren auf dem frisch angezogenen T-Shirt. Wer einmal mit einer Deocreme angefangen hat, fragt sich oft, warum er so lange gewartet hat.

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Deocremes sind kein Nischenprodukt mehr. In deutschen Drogeriemärkten wächst das Angebot, und viele kleine Manufakturen haben sich auf natürliche Rezepturen spezialisiert. Doch nicht jedes Produkt, das sich „Deocreme“ nennt, hält, was es verspricht — und manche enthalten Inhaltsstoffe, die man lieber meiden sollte. Welche fünf Marken wirklich überzeugen und worauf du beim Kauf achten musst, zeigt dieser Überblick.

Warum Deocreme statt Spray oder Roll-on?

Ob Spray, Roll-on, Stick oder Creme — das ist zunächst Geschmackssache. Ein echter Vorteil der Creme: Sie ist in der Regel ergiebiger als andere Formen und hält damit länger. Viele Produkte kommen in Glas- oder Metalldöschen, die sich anschließend weiterverwenden lassen, sodass insgesamt weniger Verpackungsmüll anfällt als bei herkömmlichen Sprühdosen.

Die gängigen Deocremes im Handel sind frei von Aluminiumsalzen. Viele Marken verzichten zudem auf synthetische Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe sowie auf Alkohol. Besonders die duftstofffreien Varianten eignen sich daher auch für empfindliche Haut. Anders als die meisten Spray-Deos enthalten Deocremes keine klimaschädlichen Treibgase.

Eines sollte klar sein: Wie alle Deos ohne Aluminium verhindern auch Deocremes nicht das Schwitzen selbst — sie wirken lediglich unangenehmem Geruch entgegen. Wer ein Produkt sieht, das „48h Wirkung“ oder den Begriff „Antitranspirant“ trägt, sollte genau hinsehen: Diese Produkte verengen mittels Aluminiumsalzen die Schweißdrüsen. Im Deocreme-Test von Öko-Test (Ausgabe 06/2022) schnitten solche Antitranspirantien schlecht ab, weil sie problematische Inhaltsstoffe enthalten.

Richtige Anwendung: So funktioniert die Deocreme im Alltag

Bei Zimmertemperatur ist die Konsistenz cremig bis fest, manchmal leicht körnig. An heißen Tagen kann die Creme flüssig werden — wer unterwegs ist, lagert sie am besten im Kühlschrank, damit sie wieder fest wird. Für Urlaub, Festival oder Camping greifen manche daher lieber zu einem Roll-on.

Die Handhabung ist denkbar einfach: Eine Fingerspitze voll Creme aus der Dose entnehmen und unter den Achseln verteilen. Die optimale Menge ist individuell verschieden — am besten mit wenig anfangen und nur bei Bedarf steigern. Nach dem Auftragen kurz einziehen lassen, damit keine Flecken auf der Kleidung entstehen. Bei Bedarf lässt sich die Deocreme im Laufe des Tages problemlos nachauftragen.

5 empfehlenswerte Deocremes im Überblick

1. PonyHütchen — Berliner Handarbeit im Tiegel

Die Deocremes der kleinen Kosmetikmarke PonyHütchen werden in Handarbeit in der eigenen Manufaktur in Berlin hergestellt. Sie sind frei von Aluminiumsalzen, synthetischen Konservierungsstoffen und Alkohol. Die Basis bilden Maisstärke, Kokosöl, Sheabutter und Natron; dazu kommen Zinkoxid mit leicht antibakterieller Wirkung sowie Kaolin. Ein Großteil der pflanzlichen Öle stammt aus Bio-Anbau. Eine anerkannte Naturkosmetik-Zertifizierung besitzt PonyHütchen bislang nicht.

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Die PonyHütchen-Deocreme „A Perfect Match(a)“ erhielt beim Öko-Test im Mai 2022 die Note „gut“, bemängelt wurde jedoch ein potenziell allergieauslösender Duftstoff. Für empfindliche Haut empfiehlt sich die Variante „Pretty and Pure“ — sie kommt ganz ohne Duftstoffe aus. Die Tiegel aus Polyethylen können an den Hersteller zurückgesendet oder beim Händler abgegeben werden; sie werden gereinigt und wiederverwendet. Das gesamte Sortiment ist vegan.

Preis: 12,99 Euro / 50 ml, 3,29 Euro / 5 ml, ca. 27,99 Euro / Probierset (10 × 5 ml)

2. i+m Naturkosmetik — zertifiziert und klimaneutral

Auch die Deocremes von i+m sind frei von Aluminiumsalzen, synthetischen Konservierungs- und Duftstoffen sowie Alkohol. Sie kommen im Glastiegel mit Aludeckel; die „We Reduce“-Edition ist in einem kompostierbaren Tiegel aus dem Holzbestandteil Lignin verpackt. Die Wirkung basiert auf einer Kombination aus Kokosöl, Natron und Zink, ergänzt durch weitere pflanzliche Öle, Stärke und Duftstoffe natürlichen Ursprungs. Kokos-, Mandel- und Olivenöl stammen aus Bio-Anbau und fairem Handel.

Die i+m „We Reduce! Deo Creme Rose“ wurde von Öko-Test mit „sehr gut“ bewertet. Es gibt sieben Duftrichtungen; die „Freistil Sensitiv“-Variante ist parfümfrei und damit die beste Wahl für sensible Haut. Alle Produkte sind nach dem Cosmos-Organic-Standard als Naturkosmetik zertifiziert, tragen die Vegan-Blume und das Leaping-Bunny-Label für tierversuchsfreie Kosmetik — und sind klimaneutral.

Preis: 4,90 bis 6,90 Euro / 15 ml, 8,90 bis 9,90 Euro / 30 ml, 10,90 Euro / 50 ml

3. Wolkenseifen Deocreme Sensitiv Body — mit Einschränkung

Wolkenseifen gehörte zu den ersten Herstellern von Deocremes überhaupt. Die Cremes sind frei von Aluminiumsalzen und synthetischen Konservierungsstoffen; die Basis bilden Sheabutter, Natron, Kartoffelstärke, Kokosöl, Traubenkernöl und Zinkoxid. Die Inhaltsstoffe sind überwiegend natürlichen Ursprungs, jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht bio-zertifiziert. Eine Naturkosmetik-Zertifizierung gibt es nicht.

Ausdrücklich empfehlenswert ist nur die duftstofffreie Variante „Sensitiv Body“. Die Deocreme „Perfect Day“ bekam von Öko-Test 2022 lediglich die Note „befriedigend“ — kritisiert wurden allergieauslösende Duftstoffe, darunter Isoeugenol, das auf der Verpackung nicht angegeben war. Bei allen anderen Wolkenseifen-Deos lohnt daher ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffliste vor dem Kauf. Die Cremes sind in PET-Dosen mit Aludeckel (6,50 Euro / 25 ml, 8,95 Euro / 50 ml) oder im deutlich teureren Glastiegel (14,99 Euro / 50 ml) erhältlich.

4. Alverde — die günstige Naturkosmetik von dm

Die Naturkosmetik-Eigenmarke der Drogeriemarktkette dm hat seit 2019 Deocremes im Sortiment. Aktuell gibt es eine „Men“-Variante mit Zedernholzextrakt und eine „Bio-Orange Bio-Sheabutter“-Variante, beide in Kunststofftiegeln mit Aludeckel à 50 ml. Beide sind von Natrue als Naturkosmetik zertifiziert; vegan ist jedoch nur die „Bio-Orange Bio-Sheabutter“-Version, die bei Öko-Test die Note „gut“ erhielt.

Die Basis der Alverde-Deocremes ist Bio-Sonnenblumenöl, Maisstärke, Natron und Bio-Sheabutter. Im Unterschied zu den anderen Marken enthalten die Alverde-Produkte auch Wasser. Für den Preis von 3,95 Euro pro 50-ml-Tiegel sind sie das günstigste Angebot in diesem Vergleich — erhältlich direkt in der Filiale und online.

5. SauberKunst CremeDeo Hautnah — Manufaktur aus Brandenburg

SauberKunst ist eine kleine Seifenmanufaktur aus Brandenburg. Die Deocremes gibt es in elf Duftrichtungen sowie der parfümfreien Variante „Hautnah“. Sie sind frei von Aluminiumsalzen, synthetischen Konservierungs- und Farbstoffen sowie Alkohol und bestehen im Wesentlichen aus Bio-Kokosöl, Bio-Sheabutter, Mandelöl, Natron, Bio-Pfeilwurzelstärke und Siliciumdioxid.

Einige Duftstoffe sind zumindest teilweise synthetischen Ursprungs und gelten als besonders allergen — empfohlen wird daher die duftstofffreie „Hautnah“-Variante. Alle SauberKunst-Produkte sind vegan, tierversuchsfrei und palmölfrei; eine Naturkosmetik-Zertifizierung gibt es nicht. Verpackt wird in Weißblech-Döschen. Preis: 3,20 bis 3,90 Euro / 10 ml, 12,90 bis 14,90 Euro / 50 ml.

Weitere Marken und eine Alternative: das feste Deo

Wer noch mehr Auswahl sucht, findet bei diesen Marken ebenfalls gute Deocremes:

  • Alviana — Natrue-zertifiziert, vegan
  • Ben & Anna — Natrue-zertifiziert, vegan, auch als fester Deostick in Papiertuben erhältlich (ca. 8 Euro)
  • Greendoor — vegan
  • Lavera — Natrue-zertifiziert, vegan
  • We Love The Planet — NCS-zertifiziert, auch als Deostick in Papier verpackt (ca. 12 bis 13 Euro)

Als Alternative zur Deocreme lohnt sich auch das feste Deo von Lamazuna: Es basiert auf Natron und Bio-Kokosöl, enthält ätherische Öle, kommt ohne Aluminiumsalze und Alkohol aus und ist nur in etwas Pappe verpackt. Es kostet rund 10 Euro pro Stück und ist in vielen Unverpackt-Läden erhältlich.

Deocreme selbst herstellen — der einfachste Einstieg

Wer es noch einen Schritt weiterdenken will, kann eine Deocreme ohne großen Aufwand selbst herstellen. Das Grundrezept besteht aus kaum mehr als Kokosöl und Natron — beides ist in jedem gut sortierten Supermarkt zu finden. Je nach Wunsch lässt sich die Basis um ätherische Öle, andere pflanzliche Öle oder Stärke erweitern.

Der Umstieg von herkömmlichen Deos auf natürliche Produkte — egal ob selbst gemacht oder gekauft — erfordert manchmal etwas Geduld: Der Körper braucht ein bis zwei Wochen, um sich auf die neue Formel einzustellen. Wer dann noch das passende Produkt für sich findet, der bleibt dabei.

Wer bisher zögert, kann mit einem Probierset oder einer kleinen 10-ml-Dose anfangen — so ist das Risiko überschaubar und der erste Schritt gemacht.

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