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Bücher spenden: 3 Organisationen, die deine alten Bücher sinnvoll weitergeben

Bücher spenden: 3 Organisationen, die deine alten Bücher sinnvoll weitergeben

Du nimmst ein Buch aus dem Regal, schaust es an — und stellst es wieder zurück. Gelesen, verstaubt, längst vergessen. Dahinter noch zwanzig weitere. Das Bücherregal quillt über, und jedes Mal, wenn du die Wohnung aufräumst, weichst du dem Stapel aus, weil Wegwerfen sich falsch anfühlt und Verkaufen schlicht zu mühsam ist.

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Dabei gibt es einen dritten Weg, der weder Zeit noch viel Aufwand kostet: spenden. Und zwar nicht irgendwohin, sondern an Organisationen, die mit deinen alten Büchern echten Nutzen stiften. Drei davon stellen wir dir hier vor — plus Tipps für alle, die nicht in einer Großstadt wohnen.

Bevor du loslegst: Welche Bücher werden überhaupt angenommen?

Ein ehrlicher Blick vorab spart dir und der Organisation Arbeit. Jede Einrichtung, die Buchspenden annimmt, hat klare Richtlinien — zerrissene Rücken, vergilbte Seiten oder Schimmelflecken landen trotzdem im Müll. Spende also nur Bücher in einem Zustand, den du selbst noch in Ordnung fänden würdest, wenn du sie von Fremden bekämst.

Informiere dich am besten vorab telefonisch oder auf der Website der jeweiligen Einrichtung, welche Bücher akzeptiert werden. Ein kurzer Anruf oder ein Blick ins FAQ spart eine unnötige Anreise.

Oxfam Deutschland: Bücher spenden, die Entwicklungsprojekte finanzieren

Oxfam Deutschland e.V. betreibt deutschlandweit 57 Läden und nimmt dort unter anderem gut erhaltene Bücher an. Als unabhängige Entwicklungs- und Nothilfeorganisation ist Oxfam in über 90 Ländern aktiv — und der Erlös aus dem Wiederverkauf deiner Bücher fließt direkt in Projekte wie Schulunterricht für Mädchen oder die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft in Entwicklungsländern.

So läuft die Spende ab: Du bringst deine Bücher in den nächsten Oxfam-Laden. Ehrenamtliche vor Ort sortieren aus, was verkäuflich ist, und bieten es zu kleinen Preisen an — ein neuer Hardcover-Roman kostet im Buchhandel oft rund 24 Euro, im Oxfam-Shop deutlich weniger. Bücher, die sich nicht verkaufen lassen, gibt Oxfam an andere Hilfsinstitutionen weiter, damit möglichst wenig im Abfall landet. Achtung: Nicht jeder Laden führt Bücher — manche Oxfam-Filialen verkaufen ausschließlich Kleidung. Prüfe das vorab auf der Website von Oxfam.

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Buchspende.org: Berliner Projekt mit Spendenquittung und drei Abgabewegen

Hinter buchspende.org steckt die SinneWerk GmbH aus Berlin, die Menschen mit und ohne Behinderung in zwei Buchläden mit angeschlossener Gastronomie beschäftigt. Die beiden Anlaufstellen sind das Café Tasso in der Frankfurter Allee 11 (10247 Berlin) und das Morgenstern in der Schützenstraße 54 (12165 Berlin).

Besonders praktisch: Für gespendete Bücher stellt SinneWerk eine Spendenquittung aus, die du beim Finanzamt einreichen kannst. Dafür musst du vorab ein Formular ausfüllen. Bücher aller Themenbereiche werden angenommen. Nicht verkäufliche Exemplare werden etwa an Schulen weitergegeben oder zum Recycling aussortiert.

Du hast drei Möglichkeiten, deine Bücher abzugeben:

  1. Per Post: Formular online ausfüllen und die Bücher per Büchersendung schicken — das Porto ist günstiger als ein normales Paket.
  2. Abholung in Berlin: Hast du mehr als 100 Bücher und wohnst in Berlin, kann SinneWerk vorbeikommen und die Bücher direkt bei dir abholen.
  3. Vorbeibringen: Du kannst die Bücher auch direkt in einem der beiden Cafés oder bei SinneWerk persönlich abgeben.

Bücherbörse Köln: Spenden für Bildungschancen bei einem jährlichen Event

Die Bücherbörse wurde ursprünglich von Studierenden und Absolventinnen der Technischen Hochschule Köln gegründet und wird heute von rund 50 Ehrenamtlichen getragen. Ihr Ziel: Kindern und Jugendlichen in bildungsschwachen Regionen Zugang zu Büchern und Bildung ermöglichen. Gespendete Bücher und Schallplatten werden bei jährlichen Bücherevents verkauft, begleitet von Musik, Kaffee und einem kleinen Rahmenprogramm.

Bücher und gut erhaltene Schallplatten kannst du an der TH Köln abgeben, Claudiusstraße 1, 50678 Köln. Die aktuellen Öffnungszeiten und ob gerade Spenden angenommen werden, findest du auf der Homepage der Bücherbörse. Auch andere Städte haben vergleichbare Projekte: In Hamburg nimmt Aktion Buch Spenden entgegen, in München die Münchner Bücherkiste.

Kein Großstadt-Projekt in der Nähe? Diese Einrichtungen freuen sich trotzdem

Wer nicht in Berlin, Köln oder Hamburg wohnt, hat trotzdem gute Optionen. Viele öffentliche Einrichtungen und Vereine nehmen Buchspenden an — am besten fragst du vorher kurz telefonisch oder per E-Mail nach, ob gerade Bedarf besteht.

Folgende Anlaufstellen lohnen sich:

  • Krankenhäuser, Altenheime und Gefängnisse
  • Kindergärten, Schulen und Stadtbibliotheken
  • Vereine wie das Deutsche Rote Kreuz oder Flüchtlingsunterkünfte
  • Diakonieläden und Kirchengemeinden

Manche Stadtbibliotheken verkaufen gespendete Bücher gemeinsam mit aussortierten Beständen auf Flohmärkten — die Einnahmen fließen in neue Medien für die Bücherei.

Bücher anders weitergeben: Öffentliche Bücherschränke und Bookcrossing

Ehrlich gesagt ist diese Variante die unkomplizierteste von allen: Du stellst dein Buch einfach in einen öffentlichen Bücherschrank in deiner Nähe. Booksharing wird in Deutschland immer beliebter — die Plattform OpenBookCase zeigt dir auf einer Karte, wo der nächste Schrank steht.

Eine ungewöhnlichere Option ist Bookcrossing.com. Du registrierst dein Buch auf der Website, legst es an einem öffentlichen Ort aus und verfolgst online, wo es als Nächstes auftaucht — das Buch reist von Hand zu Hand, manchmal sogar über Ländergrenzen hinweg.

Wer wissen möchte, welche Bücher sich überhaupt noch lohnen zu behalten, merkt beim Aussortieren oft, dass die Entscheidung leichter fällt als gedacht — und das Regal danach deutlich besser atmet.

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