Wer festes Shampoo selber macht, bestimmt selbst, was drin ist, spart Plastikverpackungen und kommt ohne Konservierungsstoffe aus. Für die Grundrezeptur brauchst du nur vier Zutaten und etwas Geduld beim Aushärten.
Warum festes Shampoo eine sinnvolle Alternative ist
Herkömmliche Shampoos enthalten häufig erdölbasierte Tenside, Silikone, Konservierungsstoffe und Mikroplastik. Festes Shampoo kommt ohne all das aus – und ohne Plastikflasche. Es ist in der Regel ergiebiger als flüssiges Shampoo, weil du weniger Material pro Anwendung benötigst. Wer es selbst herstellt, kann Inhaltsstoffe gezielt auswählen und kombinieren.
Hinweis: Festes Shampoo ist nicht dasselbe wie Haarseife.
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Diese Zutaten brauchst du
Verwende die Zutaten wenn möglich in Bio-Qualität:
- 100 g SCI-Pulver – ein pflanzliches Tensid (Sodium Cocoyl Isethionate), das besonders mild und palmölfrei ist
- 60 g Kakaobutter oder Sheabutter
- 100 g Mais- oder Speisestärke
- 8–10 Tropfen ätherisches Öl nach Wahl (optional)
- Ofenfeste Seifenförmchen oder Muffinförmchen aus Silikon bzw. Naturkautschuk
Schritt für Schritt: Festes Shampoo herstellen
- Schmelze die Kakao- oder Sheabutter im Wasserbad, bis sie vollständig flüssig ist.
- Vermische Stärke und SCI-Pulver trocken in einer Schüssel. Achtung: Das Tensid staubt stark – trage dabei einen Mundnasenschutz, um deine Atemwege zu schützen.
- Gib die geschmolzene Butter und das ätherische Öl zur Trockenmischung hinzu.
- Verrühre oder verknete alles, bis eine gleichmäßige, homogene Masse entstanden ist.
- Fülle die Masse in deine Seifenförmchen.
- Lass das Shampoo mindestens eine Nacht im Kühlschrank aushärten.
Lagere die fertigen Stücke anschließend an einem trockenen Ort, zum Beispiel in einer verschlossenen Metalldose.
Tipp: Spüle das Shampoo optional mit einer selbst gemachten Sauren Rinse aus – einer natürlichen Spülung aus Apfelessig und kaltem Wasser, die die Haare leichter kämmbar macht.
So wendest du das feste Shampoo richtig an
- Befeuchte das Shampoostück kurz unter Wasser.
- Reibe es zwischen den Händen oder streiche direkt damit über das Haar, um Schaum zu erzeugen.
- Verteile den Schaum auf der Kopfhaut – weniger ist mehr, denn feste Shampoos schäumen ergiebig.
- Spüle das Shampoo gründlich aus.
Du musst das Shampoo nicht in die Haarlängen einarbeiten: Beim Ausspülen kommen ausreichend Pflegestoffe mit dem Haar in Kontakt. Das schont das Stück und verlängert seine Haltbarkeit.
Ätherische Öle und ihre Wirkungen auf Haar und Kopfhaut

Ätherische Öle verleihen dem Shampoo nicht nur einen Duft, sondern können verschiedene Wirkungen auf Kopfhaut und Haar haben:
- Rosmarinöl soll die Durchblutung der Haarwurzeln fördern und der Kopfhaut guttun.
- Zedernöl kann entspannend wirken und soll Haarausfall vorbeugen.
- Lavendelöl soll gereizte Kopfhaut beruhigen und die Haarwurzeln stärken.
- Pfefferminzöl soll die Haarwurzeln stärken und gesundes Haarwachstum unterstützen.
- Zitronen- oder Zitronengrasöl kann blondes Haar zum Glänzen bringen.
- Kamillenöl kann gereizter Kopfhaut entgegenwirken.
Setze pro Rezept 8 bis 10 Tropfen eines oder mehrerer dieser Öle ein, je nach Haartyp und gewünschtem Effekt.
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