Quitten haben in Deutschland von Oktober bis November Saison – und wer sie verarbeiten möchte, hat mehr Möglichkeiten, als man vermuten würde. Die sonnengelben Früchte eignen sich für süße Aufstriche, Getränke, Konfekt und sogar herzhafte Gerichte. Roh solltest du sie nicht essen, da sie ungekocht bitter schmecken. Gekühlt lassen sie sich nach der Ernte bis zu acht Wochen lagern.
Wer Quitten kauft, sollte auf Bio achten
Am besten kaufst du Quitten in Bio-Qualität, damit du eine Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pestizide unterstützt. Durch einkochen, einmachen oder zu Sirup verarbeiten kannst du die Früchte auch über den Herbst hinaus nutzen.
1. Quittenkompott – das einfachste Grundrezept

Für Quittenkompott brauchst du im Grunde nur drei Zutaten: Quitten, Wasser und Zucker. Das Kompott lässt sich mit Gewürzen nach Belieben abwandeln und passt gut zu Waffeln, Eis oder Pudding. Eingekocht in Einmachgläsern hält es sich über längere Zeit. Wer es frisch mag, kann ein Dessert-Kompott ohne Einkochen zubereiten.
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2. Quittensirup – für Getränke und Desserts

Quittensirup lässt sich als Grundlage für Getränke verwenden oder als Topping für Eis und Weihnachtsgebäck. Die Zubereitung erfordert etwas mehr Aufwand als Kompott: Die gekochte Quittenmasse muss zunächst durch ein Sieb passiert werden, bevor man sie erneut aufkocht und abfüllt. Gut verschlossen hält Quittensirup mehrere Monate.
3. Quittensaft – haltbar bis zu einem Jahr

Quittensaft kannst du pur trinken, mit Wasser aufgießen oder als Basis für Weihnachtspunsch nutzen. Beim Abseihen der gekochten Masse bleibt Fruchtfleisch übrig, das du nicht wegwerfen musst – es lässt sich etwa zu Quittengelee weiterverarbeiten und vermeidet so Lebensmittelabfall. Der fertige Saft hält sich bis zu einem Jahr.
4. Quittenbrot – ein Konfekt, das Geduld braucht
Trotz seines Namens ist Quittenbrot kein Brot, sondern ein Konfekt, das besonders zur Weihnachtszeit beliebt ist. Wer auf weißen Industriezucker verzichten möchte, kann es auch mit Honig oder Dattelsirup als vegane Alternative zubereiten. Nach der Herstellung muss das Konfekt einige Tage trocknen, bevor es gegessen werden kann.
5. Quittengelee – aufwendig, aber lohnenswert

Quittengelee braucht etwa fünf Stunden Kochzeit und muss anschließend abgesiebt und noch einmal aufgekocht werden. Die dabei übrig bleibenden Quittenstückchen müssen nicht weggeworfen werden: Zusammen mit eingeweichten Datteln und Zimt lassen sie sich zu einem fruchtigen Quittenmus verarbeiten. Das fertige Gelee schmeckt gut zu Walnussbrot oder frischen Brötchen.
6. Quittenmarmelade – in etwa 20 Minuten fertig

Quittenmarmelade ist deutlich schneller zubereitet als Quittengelee: Nach etwa 20 Minuten Kochzeit ist sie fertig, was sie auch zur energiesparenderen Variante macht. Die nicht mitgekochten Kerne können laut Naturheilkunde bei Husten oder Halsweh gelutscht werden, da sie einen Schleim abgeben, der lindernd wirken soll. Wichtig: Die Kerne dürfen wegen des enthaltenen Blausäuregehalts nicht zerkaut oder geschluckt werden.
7. Quittenchutney – die herzhafte Alternative
Wer Quitten nicht nur süß verarbeiten möchte, kann ein Chutney zubereiten. Das süß-herbe Aroma der Frucht passt überraschend gut zu würzigem Käse, gebratenem Fleisch, als Aufstrich auf Knäckebrot oder zu Linsengerichten. Das Chutney ist in etwa 30 Minuten fertig und hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.
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