Zwei bis drei Tropfen pflanzliches Glycerin, gemischt mit einem Liter lauwarmem Wasser, reichen aus, um Fenster gründlich zu reinigen und dabei weniger Geld, Verpackungsmüll und Ressourcen zu verbrauchen als mit handelsüblichen Fensterreinigern in Plastikflaschen.
Was Glycerin ist und warum es beim Fensterputzen so ergiebig ist

Glycerin ist ein zähflüssiger, geruchloser und farbloser Alkohol, der aus Pflanzen, tierischen Fetten oder Erdöl gewonnen wird. Als Feuchtigkeitsspender ist er in Kosmetika enthalten, ebenso in Frostschutzmitteln und als Feuchthaltemittel in Lebensmitteln wie Kaugummi.
Für die Fensterreinigung ist Glycerin besonders geeignet, weil es nicht nur Schmutz löst, sondern auch eine Schutzschicht auf dem Glas hinterlässt. Diese Schicht verhindert, dass sich Dreck, Staub und Kondenswasser neu absetzen – ein klarer Vorteil gegenüber herkömmlichen Reinigern. Da man nur sehr wenig der Substanz benötigt, hält eine Flasche entsprechend lang.
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Beim Kauf auf pflanzliches Bio-Glycerin achten
Glycerin aus Erdöl oder industrieller Massentierhaltung ist nicht umweltfreundlich: Die Erdölförderung verursacht hohe CO2-Emissionen, und mit ihr geht häufig Waldrodung einher. Wer nachhaltig putzen möchte, sollte deshalb gezielt pflanzliches Bio-Glycerin kaufen. Biologische Landwirtschaft verzichtet auf chemisch-synthetische Pestizide und ist ressourcenschonender.
Ein Vorbehalt bleibt: Pflanzliches Bio-Glycerin wird mitunter aus importierten Rohstoffen wie Palmöl hergestellt. Es gibt jedoch auch Produkte auf Basis heimischer Pflanzen, zum Beispiel Rapsöl. Im Zweifel lohnt es sich, beim Hersteller direkt nachzufragen, woher der Rohstoff stammt.
Schritt-für-Schritt: Fenster mit Glycerin reinigen

- Vermische zwei bis drei Tropfen Glycerin mit einem Liter lauwarmem Wasser. Das ergibt das fertige Reinigungsmittel.
- Fülle die Mischung in eine ausgespülte Sprayflasche und sprühe sie direkt aufs Glas – oder tauche ein Putztuch in die Lösung und wische damit über die Scheibe.
- Putze die Scheibe von oben nach unten und wische sie anschließend mit einem sauberen, trockenen Tuch ab.
Als Putztuch eignet sich am besten eines aus Bio-Baumwolle. Mikrofasertücher solltest du möglichst vermeiden, da sie aus Kunststoff bestehen und beim Waschen Mikroplastik freisetzen können.
Wo Glycerin besonders nützlich ist – und was danach kommt
Die schmutzabweisende Schutzschicht macht sich vor allem im Badezimmer bemerkbar, wo hohe Luftfeuchtigkeit die Scheiben schnell beschlagen lässt. Nach der Glycerin-Behandlung muss weniger häufig nachgeputzt werden.
Übrig gebliebenes Glycerin lässt sich für weitere Haushaltsaufgaben einsetzen, etwa um Schnittblumen länger frisch zu halten. Es ist außerdem für die Reinigung anderer Oberflächen wie Fliesen geeignet.
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