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Fahrrad im Herbst: Was rutschige Straßen, Dunkelheit und Laub wirklich gefährlich macht

Fahrrad im Herbst: Was rutschige Straßen, Dunkelheit und Laub wirklich gefährlich macht

Feuchtes Laub, kürzere Tage und nasse Fahrbahnen machen das Radfahren im Herbst anspruchsvoller – wer Tempo, Beleuchtung und Ausrüstung anpasst, fährt aber weiterhin sicher.

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Warum Kurven und Laub im Herbst besonders gefährlich sind

Feuchtes Laub verwandelt Wege schnell in rutschige Flächen und verlängert den Bremsweg deutlich. Bei nasser oder glatter Fahrbahn und bei Dunkelheit sollten Radfahrende das Tempo reduzieren, größere Abstände einhalten und früher bremsen.

Besonders gefährlich sind Kurven: „Die meisten Stürze passieren, weil in der Kurve gebremst oder zu abrupt gelenkt wird“, erklärt Fabio Tumburus, Dekra-Niederlassungsleiter in Berlin. Wer abrupt bremsen muss, verliert schnell die Haftung. E-Bike-Fahrende sollten in Kurven und bei rutschigen Straßen zusätzlich die Motorunterstützung reduzieren.

Beleuchtung: Was gesetzlich vorgeschrieben ist

„Das Licht am Rad entscheidet im Winter über Sicherheit und Sichtbarkeit“, so Tumburus. Gesetzlich vorgeschrieben sind vorn ein weiß leuchtender Scheinwerfer und ein weißer Reflektor sowie hinten ein rotes Rücklicht und ein roter Reflektor. Pedal- und Speichenreflektoren sind zusätzlich sinnvoll.

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Blinkende Rücklichter sind auffällig, laut Dekra aber nicht zulässig. Leuchtende Warnwesten oder reflektierende Taschen erhöhen die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmende zusätzlich.

Der ADFC weist darauf hin: „Ist das Fahrrad nicht vorschriftsmäßig ausgestattet und wird dadurch die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt, können Bußgelder drohen.“ Bereits eine kaputte Klingel kann ein Bußgeld von 15 Euro nach sich ziehen. Ab 80 Euro Bußgeld wird ein Punkt im Kraftfahrt-Zentralregister in Flensburg eingetragen.

Reifen, Bremsen und Kette für den Herbst prüfen

Beleuchtung, Reifen und Bremsbeläge sollten vor der dunklen Jahreszeit gründlich kontrolliert werden. Tumburus betont: „Das sind die Teile, die im Ernstfall über Sturz oder Sicherheit entscheiden.“ An Reifen und Bremse sollte man deshalb nie sparen.

Die Reifen benötigen ausreichend Profil für guten Grip auf rutschigem Asphalt. Etwas weniger Luftdruck vergrößert laut dem Dekra-Experten die Auflagefläche. Wer viel fährt, kann über Spike-Reifen nachdenken.

Die Kette sollte im Winter regelmäßig mit zähflüssigem Öl behandelt werden. Vorher empfiehlt Tumburus, Salzreste mit einem Wasserstrahl zu entfernen, da Streusalz die Metallteile angreifen kann.

Kleidung und Zubehör für Regen, Kälte und Blendung

  • Der ADFC empfiehlt das Zwiebelprinzip: mehrere dünne Schichten, die je nach Temperatur an- oder ausgezogen werden können.
  • Die tief stehende Herbstsonne kann blenden – Sonnenbrillen oder Schirmmützen helfen, Helme mit integriertem Schirm ebenfalls.
  • Bei Regen schützen Regenhosen, Regencapes, ein Sattelschutz und wasserdichte Überschuhe.
  • Schutzbleche mit Spritzschutz halten Schmutzwasser vom Körper fern.
  • Ein Schlauchtuch am Hals schützt vor Kälte und Nässe.
  • Wasserfeste Handschuhe halten die Hände warm und trocken.
  • Wasserdichte Fahrrad-Packtaschen halten Gepäck und Einkäufe trocken.
  • Eine wasserdichte Handyhalterung ist hilfreich, wenn das Handy zur Navigation genutzt wird.
  • Das Tragen eines Fahrradhelms sollte oberste Priorität haben – er kann bei Unfällen vor schweren Kopfverletzungen schützen.

Wer Kette, Reifen und Bremsen regelmäßig wartet, verlängert deren Lebensdauer und bleibt auch bei wechselhaftem Herbstwetter handlungsfähig.

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