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Zierquitten im Garten: Wann die Früchte essbar sind – und wann nicht

Zierquitten im Garten: Wann die Früchte essbar sind – und wann nicht

Zierquitten sehen aus wie kleine Quitten, gehören aber zu einer anderen Pflanzengattung und verhalten sich in der Küche ganz anders. Bevor du die Früchte erntest und verarbeitest, musst du die Pflanze sicher bestimmen, die Reife einschätzen und wissen, welche Teile der Frucht du besser meidest.

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Warum Zierquitten so oft mit echten Quitten verwechselt werden

Echte Quitten gehören zur Art Cydonia oblonga, Zierquitten dagegen zur Gattung Chaenomeles – beide zählen zu den Rosengewächsen, sind aber botanisch klar getrennt. Zierquitten sind laubwerfende, bisweilen dornige Sträucher, deren Früchte reif gelb werden, angenehm duften und in ihrer Form an kleine Quitten erinnern. Im Frühjahr tragen sie fünfzählige Blüten in Weiß, Rosa oder Rot.

Verlasse dich bei der Bestimmung nie auf ein einzelnes Merkmal. Sind Wuchs, Dornen und Früchte nicht eindeutig, hilft eine Bestimmungs-App, eine Baumschule oder ein botanischer Verein. Iss keine Frucht, die du nicht sicher zuordnen kannst.

Zierquitte vs. echte Quitte: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • Wuchs: Die echte Quitte wächst als Strauch oder kleiner Baum und kann bis zu acht Meter hoch werden. Zierquitten bleiben deutlich niedrigere Sträucher.
  • Fruchtgröße: Echte Quittenfrüchte haben einen Durchmesser von etwa sechs Zentimetern oder mehr. Zierquitten fallen deutlich kleiner aus.
  • Dornen: Viele Zierquitten tragen Dornen, die mehrere Zentimeter lang werden können. Dieses Merkmal hilft bei der Bestimmung, reicht aber allein nicht aus, weil Sorten abweichen können.
  • Blütenfarbe: Quitten blühen rosa. Zierquitten können ebenfalls rosa blühen, aber auch weiß oder rot – die Farbe ist daher kein verlässliches Unterscheidungsmerkmal.

Sind Zierquitten essbar – und welche Teile solltest du meiden?

Das Fruchtfleisch vieler Zierquitten ist ungiftig und essbar. Roh sind die Früchte jedoch kaum genießbar: Das Fleisch ist sehr hart, herb und sauer. Zum Frischverzehr eignen sie sich daher nicht. Gut verarbeiten lassen sie sich dagegen zu Gelee, Saft, Marmelade, Chutney, Kompott, Sirup oder Likör.

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Bei den Kernen ist Vorsicht angebracht: Die Samen der Japanischen Zierquitte sind leicht giftig für Menschen. Entferne sie deshalb vollständig und verarbeite sie nicht.

Die Einschätzung zur Essbarkeit kann sich je nach Art und Sorte unterscheiden. Bei einzelnen Sorten gelten die Früchte als ungenießbar oder nicht für den Verzehr geeignet. Kennst du Art oder Sorte nicht sicher, lass die Früchte lieber hängen.

Ab wann sind Zierquitten reif und wie erkennst du den richtigen Erntezeitpunkt?

Je nach Sorte reifen Zierquitten ab September, vollreif sind sie aber oft erst Ende Oktober. Reife Früchte haben eine satte gelbe Farbe, duften aromatisch und lassen sich leicht vom Ast ablösen. Etwas Frost vertragen sie ohne Probleme und werden dadurch sogar besonders aromatisch – danach musst du sie jedoch sofort ernten und verarbeiten, sonst werden sie braun.

Wer etwas zu früh erntet, kann die Früchte noch nachreifen lassen. Vollständig grün sollten sie beim Pflücken aber nicht sein.

So verarbeitest du Zierquitten sicher in der Küche

Zierquitten enthalten viel Säure und viel Pektin – ein pflanzlicher Stoff, der beim Gelieren hilft. Der Pektingehalt ist laut einer Fachquelle höher als bei Äpfeln oder echten Quitten. Wegen des hohen Pektin- und Gerbstoffgehalts sowie der starken Säure können Zierquitten schwer verdaulich sein. Probiere sie deshalb beim ersten Mal nur in kleinen Mengen.

  1. Wasche die reifen Früchte gründlich und bürste Schmutz ab.
  2. Schneide die Früchte vorsichtig klein – sie sind sehr hart.
  3. Entferne alle Kerne und Samen vollständig, sie gehören nicht in die Zubereitung.
  4. Koche die Fruchtstücke mit Wasser aus und seihe den Saft durch ein Tuch oder feines Sieb ab.
  5. Den gewonnenen Saft kannst du anschließend zu Gelee, Sirup oder anderen Zubereitungen weiterverarbeiten.

Wer Art oder Sorte seiner Zierquitte nicht sicher kennt, sollte die Früchte lieber nicht verwenden – denn bei einzelnen Sorten gilt das Fruchtfleisch als nicht für den Verzehr geeignet.

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