Nützliche Tipps

Metall richtig entsorgen – welche Tonne für welches Material gilt

Metall richtig entsorgen – welche Tonne für welches Material gilt

Welche Tonne das richtige Ziel für Metallabfälle ist, hängt davon ab, ob es sich um Verpackungsmüll, Altmetall oder ein Elektrogerät handelt. In den Restmüll gehört Metall grundsätzlich nicht – und ordnungswidriges Entsorgen kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Metallverpackungen gehören in die Wertstofftonne oder den gelben Sack

Konservendosen, Alufolie und Kronkorken enthalten zwar Metall, zählen aber als beschichtete Materialien nicht zu den reinen Metallen. Sie werden deshalb auf einem anderen Weg recycelt als Altmetall.

Wer in einer Gemeinde mit Wertstofftonne lebt, wirft diese Materialien dort hinein. Wo es noch keine Wertstofftonne gibt, übernimmt die gelbe Tonne oder der gelbe Sack diese Aufgabe. Wichtig ist, dass metallhaltige Verpackungen nicht im Restmüll landen – dort lassen sie sich nicht mehr recyceln.

Was alles zu Altmetall zählt

Metallabfälle, die kein Verpackungsmüll sind, fallen unter den Begriff Altmetall. Fachleute unterscheiden dabei zwischen Graumetallen wie Aluminium, Zink, Zinn und Blei, Edelmetallen und Halbedelmetallen wie Gold, Silber, Bronze und Kupfer sowie magnetischem Alteisen. Für Privatpersonen ist diese Unterteilung aber weniger relevant als die Frage, welche Alltagsgegenstände dazugehören.

Meistens zählen zum Altmetall:

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Kaffeekapseln richtig entsorgen – worauf du beim Blick auf die Verpackung achten musst02Wildbienenpflanze des Jahres 2025: Was die Wiesen-Glockenblume im Garten leistet03Schrumpelige Äpfel im Kühlschrank – wann sie noch gut sind und wie du sie verwertest
  • Eisenbeschläge, Scharniere und Schrauben
  • Bleche und Platten
  • Stäbe und Stangen, zum Beispiel Vorhangstangen
  • Jalousien
  • Auto- oder Fahrradteile wie Stahlfelgen
  • Pfannen und Töpfe
  • Werkzeuge
  • Schlüssel

Da die genauen Regeln je nach Region und Abfallbetrieb variieren können, lohnt es sich, vorab beim zuständigen Landkreis nachzufragen.

Menge und Größe bestimmen den besten Entsorgungsweg

Kleine Gegenstände wie einzelne Schrauben oder Schlüssel lassen sich am einfachsten über die Wertstofftonne entsorgen, sofern diese vor Ort verfügbar ist. Altmetall gehört dagegen weder in den gelben Sack noch in den Restmüll – beides ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Für größere oder sperrige Metallteile ist der Wertstoff- oder Recyclinghof die richtige Anlaufstelle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sortieren die abgegebenen Gegenstände dort selbst – eine Vorsortierung nach Material ist nicht nötig. Wer kleinere Metallteile hat, kann sie zunächst sammeln und dann in einer einzigen Fahrt abgeben.

Die meisten Recyclinghöfe nehmen private Metallabfälle kostenlos an. Ob das am eigenen Wohnort gilt, lässt sich vorab in Erfahrung bringen.

Elektronikgeräte mit Metallteilen separat entsorgen

Elektronikgeräte enthalten häufig Metallteile, etwa Kupferdrähte in Kabeln. Trotzdem gehören sie nicht in die Wertstofftonne – unabhängig davon, wie klein sie sind. Auch der Restmüll und der gelbe Sack scheiden aus.

Es gibt jedoch mehrere zulässige Wege:

  • Recycling- oder Wertstoffhof: Elektrogeräte dürfen dort im Ganzen abgegeben werden, ohne dass Metallteile vorher getrennt werden müssen.
  • Sperrmüll: Größere Elektrogeräte können in manchen Gemeinden über den Sperrmüll entsorgt werden. Da Elektrogeräte in einigen Regionen auf dem Sperrmüll explizit verboten sind, sollte man das vorab bei der Stadtverwaltung klären.
  • Elektronikhändler: Seit 2018 sind Elektronikhändler verpflichtet, Elektroschrott – einschließlich metallhaltiger Geräte – zurückzunehmen und zu entsorgen.

Warum korrekte Metallentsorgung den Unterschied macht

Metalle wie Stahl und Aluminium lassen sich beliebig oft wiederverwerten und sind wertvolle Rohstoffe. Landet Metallabfall im Restmüll, wird er in der Regel direkt verbrannt und geht dem Recyclingkreislauf dauerhaft verloren.

Falsch einsortierter Abfall in der gelben Tonne stört zusätzlich die dortigen Recyclingabläufe. Beim Aluminium ist der Recyclingprozess ohnehin komplex; effizientes Sortieren hilft dabei, unnötigen Materialverlust zu vermeiden.

Artikel teilen

3 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top