Paprika gehört mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 4,2 Kilogramm zu den fünf beliebtesten Gemüsearten in Deutschland. Wer sie jeden Tag isst, nimmt viele wertvolle Nährstoffe auf – sollte dabei aber auch einige Risiken kennen.
Was Paprika so nährstoffreich macht
Besonders auffällig ist der hohe Vitamin-C-Gehalt: Grüne Paprika enthält doppelt so viel Vitamin C wie Zitronen, rote Paprika sogar fast dreimal so viel. Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, nimmst du davon am meisten auf, wenn du die Paprika roh isst.
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Auf 100 Gramm kommen nur 37 Kilokalorien, weil die Frucht zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Trotzdem liefert sie pro 100 Gramm vier Gramm Ballaststoffe sowie Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Phosphor, B-Vitamine, die Vitamine E und K und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders reich sind gelbe, orangene und rote Paprika an Carotinoiden, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Was beim täglichen Verzehr für dich spricht
- Vielfältige Nährstoffversorgung: Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin E und K, Carotinoide sowie die Mineralstoffe Kalium, Calcium und Phosphor.
- Geringeres Risiko für Herz-Kreislauf- und altersbedingte Augenerkrankungen: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) können Carotinoide, die besonders in roter Paprika vorkommen, dieses Risiko senken.
- Bessere Verdauung: Der verhältnismäßig hohe Ballaststoffanteil regt die Verdauung an.
- Abwechslung auf dem Teller: Paprika gibt es in unterschiedlichen Farben, Formen und Sorten – von der Blockpaprika über die Spitzpaprika bis zur Minipaprika.
Risiken, die du kennen solltest
- Verdauungsbeschwerden: Bei empfindlichem Magen kann Paprika Magenschmerzen, Sodbrennen, Blähungen oder Übelkeit verursachen. Wer das kennt, verträgt gehäutete oder gegarte Paprika oft besser.
- Pestizidrückstände: Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersuchte 2023 insgesamt 119 Proben und fand in 85 Prozent davon Rückstände. Keine Probe überschritt die zugelassene Höchstgrenze, aber nur 18 Proben waren vollständig rückstandsfrei. Auch von acht Bio-Paprika aus Spanien wiesen drei Rückstände auf.
- CO₂-Fußabdruck: Weil Paprika als empfindliche Sorte fast ausschließlich in Gewächshäusern oder Folientunneln angebaut wird, liegt ihr CO₂-Fußabdruck laut Umweltbundesamt bei 0,6 – dreimal so hoch wie bei Gemüsesorten wie Kohlrabi, Kürbis, Porree oder Kartoffeln, die einen Wert von 0,2 aufweisen.
Wie viel Paprika pro Tag sinnvoll ist
Eine genaue Tagesmenge ist nicht festgelegt. Empfohlen werden generell mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse täglich, gerne mehr – mit ausreichend Abwechslung. Paprika lässt sich gut mit verschiedenen Gemüsesorten, Hülsenfrüchten oder Stärkebeilagen kombinieren.
Wer Paprika das ganze Jahr über täglich essen möchte, sollte bedenken: In Deutschland wird sie nur von April bis November in Gewächshäusern oder Folientunneln produziert, und nur vier Prozent der hierzulande verfügbaren Ware stammt aus Deutschland. Rund 82 Prozent werden aus Spanien und den Niederlanden importiert. Wer den CO₂-Fußabdruck gering halten will, greift am besten saisonal zu Paprika aus deutschem Anbau und wählt möglichst Bio-Qualität, um Pestizidrückstände zu reduzieren.
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