Herbstrasendünger versorgt den Rasen mit den Nährstoffen, die er braucht, um Frost, Nässe und Krankheiten im Winter standzuhalten – wer ihn weglässt, riskiert einen geschwächten Rasen im Frühjahr. Besonders nach einem trockenen Sommer ist diese Düngung sinnvoll.
Zusammensetzung: Was Herbstrasendünger von anderen Düngern unterscheidet

Herbstrasendünger ist ein Volldünger oder Zweinährstoffdünger. Seine wesentlichen Bestandteile sind:
- Stickstoff (N)
- gegebenenfalls etwas Phosphor (P)
- Kalium (K)
Phosphor ist nicht immer enthalten, da Kalium und Stickstoff die wichtigsten Bestandteile sind. Das Verhältnis der Nährstoffe wird als NPK-Wert angegeben. Ein organischer NPK-Dünger mit einem Wert von 5-1-9 – also 5 Prozent Stickstoff, 1 Prozent Phosphor und 9 Prozent Kalium – eignet sich gut als Herbstrasendünger. Charakteristisch ist der besonders hohe Kaliumanteil.
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Hinweis zu eisenhaltigen Düngern: Einige Hersteller mischen ihrem Herbstrasendünger Eisen bei, damit der Rasen sich besser gegen Unkraut behaupten kann. Eisendünger ist jedoch giftig für Tiere und kann für Haustiere schädlich sein, wenn sie sich kurz nach der Düngung auf dem Rasen aufhalten.
Warum Kalium den Rasen winterhart macht

Der hohe Kaliumgehalt ist das zentrale Merkmal des Herbstrasendüngers. Kalium stabilisiert die Zellwände der Grashalme, sodass sie weniger schnell gefrieren und sowohl Frost als auch eine geschlossene Schneedecke besser vertragen. Das Ziel der Herbstdüngung ist also nicht, dass der Rasen noch einmal stark wächst oder kahle Stellen schließt – es geht ausschließlich darum, ihn robuster für den Winter zu machen.
Stickstoff spielt nur bei einer sehr frühen Düngung noch eine nennenswerte Rolle. Wird der Herbstdünger zu spät ausgestreut, können die Gräser den Stickstoff nicht mehr aufnehmen; er gelangt dann als Nitrat ins Grundwasser. Um das zu vermeiden, sollte der Zeitpunkt der Düngung sorgfältig gewählt werden.
So wird Herbstrasendünger richtig ausgebracht
Verteile das Granulat nach Packungsanleitung per Hand oder mit dem Streuwagen auf dem frisch gemähten Rasen. Ist für den Tag kein Regen vorhergesagt, solltest du den Rasen anschließend wässern, damit der Dünger eingearbeitet wird.
Der richtige Zeitpunkt und die Wahl des Düngers
Die meisten Hersteller empfehlen, den Herbstrasendünger zwischen September und Ende Oktober auszustreuen. Auf manchen Verpackungen findet sich auch der Hinweis, dass eine Anwendung noch im Dezember möglich ist – das gilt jedoch nur bei sehr mildem Wetter.
Grundsätzlich wird zwischen mineralischem und organischem Herbstrasendünger unterschieden. Organischer Dünger ist empfehlenswerter, da er aus organischen Rohstoffen hergestellt wird, auf Recycling beruht, im Vergleich zu mineralischem Dünger Ressourcen und Energie spart und die Bodenqualität deutlich verbessert. Da seine Wirkung zeitverzögert eintritt, sollte er früh genug im Herbst ausgestreut werden. Für organischen Herbstrasendünger gibt es auch Produkte in Bio-Qualität.
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