Wenn sich im Herbst Marienkäfer in großen Scharen an Hauswänden oder Balkongeländern sammeln, ist das kein Grund zur Sorge. Die Tiere suchen gemeinsam ein geeignetes Winterquartier und nutzen die Hauswand als letzte Sonnenpause, bevor sie sich in den Unterschlupf zurückziehen.
Wie Marienkäfer den Winter vorbereiten
Marienkäfer überwintern je nach Art auf unterschiedliche Weise. Drei Verhaltensweisen lassen sich beobachten:
- Einige Arten wandern in südlichere Länder Europas, wo ein wärmeres Klima herrscht.
- Andere suchen Unterschlupf in Mauerritzen, unter Steinen oder in Laubhaufen, wo sie je nach Art Winterschlaf halten oder in Winterstarre fallen.
- Manche Arten wandern sogar nach Norden, weil sie für die Winterstarre niedrigere Temperaturen benötigen, als sie in heimischen Regionen – bedingt durch den Klimawandel – noch herrschen.
So hilfst du Marienkäfern beim Überwintern im Garten

In den meisten Gärten finden Marienkäfer keine idealen Bedingungen für ein Winterquartier. Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du das ändern:
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- Wilde Ecken zulassen: Laubhaufen sowie Steine oder Rindenstücke, unter denen sich die Käfer verkriechen können, bieten geeigneten Unterschlupf.
- Totholz im Garten lassen: Altes, morschendes Holz eignet sich als Winterquartier und bietet gleichzeitig Nahrung in Form von Insekten und Larven, die sich darin verbergen.
- Mulchschicht aus Herbstlaub anlegen: Eine Laubschicht auf den Beeten schützt die Tiere und schafft weitere Versteckmöglichkeiten.
- Nahrung nicht extra bereitstellen: Marienkäfer versorgen sich selbst – vor allem mit Blattläusen, aber auch mit Milbenarten und Larven. Wer Totholz, morsche Rinde und verwelkte Blumen im Garten belässt, sorgt automatisch für ausreichend Nahrung.
Warum die Wohnung als Winterquartier ungeeignet ist

Marienkäfer brauchen zum Überwintern eine kühle, frostfreie Umgebung. In einer beheizten Wohnung verbrauchen sie zu viel Energie und verhungern über den Winter. Verirrt sich ein Käfer ins Haus – etwa weil er bei mildem Winterwetter aus dem Schlaf erwacht oder unbemerkt in einem Blumentopf hereingekommen ist – solltest du ihn vorsichtig einsammeln und an einen geschützten Ort im Garten bringen.
Kommen größere Scharen ins Haus, kann laut GEO ein Staubsauger mit aufgestülpter Socke helfen: Socke über das Rohr stülpen, Marienkäfer auf niedrigster Stufe aufsaugen, sodass sie unbeschadet in der Socke landen, und sie anschließend nach draußen bringen.
Um das Eindringen von vornherein zu verhindern, helfen Insektenschutzgitter an Fenstern. Duftquellen wie Vanille, Lorbeer oder Lavendel am Fenster sollen Marienkäfer ebenfalls fernhalten, da diese Gerüche ihnen unangenehm sind.
Was Marienkäfer im Frühjahr nach dem Überwintern brauchen

Im Frühjahr krabbeln die Käfer aus ihren Winterquartieren oder kehren aus wärmeren Regionen zurück. Dann profitieren sie von einer möglichst großen Pflanzenvielfalt und vielfältigen Nahrungsquellen im Garten. Insektenhotels bieten ihnen zusätzlichen Lebensraum.
Da Marienkäfer Blattläuse fressen, sind sie natürliche Schädlingsbekämpfer. Wer sie im Garten willkommen heißen möchte, sollte auf Pestizide, Pflanzenschutzmittel und Insektizide verzichten. Wer gleichzeitig die eigenen Pflanzen weitgehend blattlausfrei halten möchte, kann eine kleine wilde Gartenecke anlegen, in der Blattläuse ungestört leben dürfen – und damit den Marienkäfern eine zuverlässige Nahrungsquelle bieten.
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