Quitten sind zwischen Oktober und November erntereif. Je nachdem, ob du sie lagern, zu Gelee verarbeiten oder sofort backen möchtest, lohnt es sich, den Erntezeitpunkt gezielt zu wählen.
Vier Anzeichen, dass deine Quitten erntereif sind

Sorte und Klima beeinflussen die genaue Reifezeit, aber an diesen Merkmalen erkennst du, ob die Früchte bereit sind:
- Farbe: Reife Quitten zeigen eine gleichmäßige, leuchtend goldgelbe Färbung – ohne grüne Flecken.
- Flaum: Unreife Quitten sind mit einem flaumigen Pelz bedeckt. Lässt er sich leicht von der Schale lösen oder ist er bereits verschwunden, kannst du ernten.
- Duft: Reife Früchte verströmen ein intensives, süß-fruchtiges Aroma. Riecht die Quitte angenehm aromatisch, ist sie in der Regel erntereif.
- Kerne: Bist du unsicher, schneide eine Frucht auf. Braune Kerne im Inneren zeigen an, dass die Quitte reif ist – und die übrigen Früchte am Baum es wahrscheinlich ebenfalls sind.
Erntezeitpunkt je nach Verwendung anpassen

Wann du Quitten am besten pflückst, hängt davon ab, was du mit ihnen vorhast:
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- Für Marmelade oder Gelee empfiehlt es sich, Quitten zu Beginn der Reife zu ernten. Der Pektingehalt ist dann am höchsten, was das Gelieren erleichtert.
- Zum Lagern kannst du die Früchte bereits vor der Vollreife ernten, wenn sie gerade beginnen, ihren Flaum zu verlieren und sich von Grün auf Gelb zu färben. Quitten reifen nach dem Pflücken nach und werden durch die Lagerung weicher.
- Zum sofortigen Verarbeiten – etwa für einen Quittenkuchen – solltest du vollreife Früchte ernten, da sie dann am aromatischsten sind.
Wichtig: Alle Quitten sollten spätestens vor dem ersten Frost geerntet sein. Frost entzieht den Früchten Aroma.
So gehst du beim Ernten vor
Für die Quittenernte brauchst du kein besonderes Werkzeug – entscheidend ist ein behutsames Vorgehen:
- Drehe die Quitten vom Ast ab, damit sie sich an der natürlichen Sollbruchstelle lösen.
- Übe dabei keinen zu starken Druck auf die Frucht aus. Druckstellen verringern die Lagerfähigkeit.
- Lagere die geernteten Quitten locker in luftigen Kisten.
Wo du Quitten zum Ernten findest

Quittenbäume wachsen in vielen Gärten, auf Obstplantagen und in öffentlichen Parks. Wer keinen eigenen Baum hat, kann nach Bäumen mit einem gelben Band Ausschau halten – dieses Signal zeigt an, dass Fremde von diesen Bäumen pflücken dürfen.
Auf der Plattform mundraub.org lassen sich außerdem Quittenbäume in der Umgebung finden. Die interaktive Karte zeigt Obst und Gemüse an, das kostenlos und für alle geerntet werden darf.
Quitten roh oder verarbeitet genießen?
Frisch vom Baum sind Quitten in der Regel nicht roh genießbar. Ihr Geschmack erinnert an Apfel und Birne, entfaltet sich aber erst durch Verarbeitung. Mögliche Zubereitungen sind unter anderem Quittenkompott, Quittenbrot, Quittensirup und Quittenchutney.
Der Zeitpunkt der Ernte bestimmt dabei wesentlich, wie gut sich die Früchte verarbeiten lassen – vollreife Quitten für Kuchen und direkte Verarbeitung, früh geerntete für Gelee und längere Lagerung.
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