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Berlepsch-Apfel: Was diese alte Sorte gegenüber modernen Züchtungen auszeichnet

Berlepsch-Apfel: Was diese alte Sorte gegenüber modernen Züchtungen auszeichnet

Der Berlepsch ist eine alte Apfelsorte, die seit 1880 bekannt ist und heute als Winterapfel besonders wegen seines Aromas, seiner Lagerfähigkeit und seiner Nährstoffe geschätzt wird. Im konventionellen Handel ist er selten zu finden, da er lange Zeit von neueren Züchtungen verdrängt wurde – mit oft spürbaren Einbußen bei Geschmack und Nährstoffgehalt.

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Ernte im Oktober, Genuss bis Mai

Als Winterapfel wird der Berlepsch bis Mitte Oktober geerntet und ist erst nach einer Lagerung von mindestens ein bis zwei Monaten genussreif. Danach lässt er sich bis Anfang Mai lagern, ohne seinen frischen, saftigen und aromatischen Geschmack zu verlieren.

Am besten lagert du die Äpfel in einem dunklen, kühlen Raum auf Holzregalen oder in Obstkisten. Stapel sie lagenweise und lege zwischen jede Lage Wellpappe, damit sich die Äpfel nicht berühren.

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Berlepsch im eigenen Garten anbauen

Berlepsch-Apfelbäume eignen sich gut für den Bio-Anbau, weil sie widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten sind und keine Pestizide benötigen. Das ermöglicht es, den Apfel bedenkenlos mit Schale zu essen. Damit sich diese Widerstandsfähigkeit entfalten kann, braucht der Baum jedoch den richtigen Standort:

  • Wärmere, geschützte Lage ohne Spätfröste
  • Sonnig bis halbschattig
  • Durchlässiger, tiefgründiger, nährstoffreicher und gleichmäßig feuchter Boden
  • Ausreichende Wasserversorgung
  • Anbauformen: Spalier, Halbstamm oder Hochstamm

An ungeeigneten Standorten kann der Berlepsch anfällig für Obstbaumkrebs und Blattläuse werden.

Hoher Polyphenol- und Vitamin-C-Gehalt

Alte Apfelsorten wie der Berlepsch enthalten mehr Polyphenole als stark gezüchtete konventionelle Sorten. Polyphenole sind aromatische Verbindungen in der Apfelschale. Forschungen wie das Apfelallergie-Projekt des BUND Lemgo zeigen, dass Äpfel mit höherem Polyphenolgehalt besser verträglich für Apfelallergiker sind. Die AppleCare-Studie konnte zudem eine therapeutische Wirkung polyphenolreicher Apfelsorten bei Birkenpollenallergie nachweisen. Polyphenolen werden außerdem antioxidative und blutdruckregulierende Eigenschaften zugeschrieben.

Der Berlepsch gehört darüber hinaus zu den Vitamin-C-reichsten Apfelsorten. Laut dem Wissensmagazin Quarks verliert er während der Lagerung im Vergleich zu anderen Sorten nur wenig Vitamin C.

Roh essen oder weiterverarbeiten

Mit seinem knackigen, saftigen Fruchtfleisch überzeugt der Berlepsch vor allem als Tafelapfel. Roh genossen – als Snack oder im Müsli – profitierst du am stärksten von seinem Vitamin-C-Gehalt. Er lässt sich aber auch zu Apfelkuchen verbacken, einkochen oder zu Apfelsaft verarbeiten.

Wer den Berlepsch einkochen oder entsaften möchte, kann ihn so über seine ohnehin lange Lagerdauer hinaus haltbar machen.

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