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Spülmittel selber machen – zwei einfache Rezepte ohne Plastik und Chemie

Spülmittel selber machen – zwei einfache Rezepte ohne Plastik und Chemie

Wer Spülmittel selbst herstellt, spart Plastikverpackungen ein und vermeidet bedenkliche Inhaltsstoffe wie Palmöl. Für beide Varianten – Handspülen und Spülmaschine – reichen wenige Zutaten und ein paar Minuten.

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Rezept für selbstgemachtes Flüssigspülmittel zum Handspülen

Für 500 Milliliter Flüssigspülmittel benötigst du folgende Zutaten und Hilfsmittel:

  • 20 g biologische Kernseife
  • 4 TL Natron
  • 450 ml kochendes Wasser
  • optional: 15 Tropfen biologisches, naturreines ätherisches Öl
  • Reibe, Topf, Löffel, Trichter oder Messbecher, leerer Seifenspender

Wichtig: Natureine ätherische Öle sind trotz ihres Images nicht unproblematisch – viele sind biologisch schwer abbaubar und giftig für Wasserorganismen. Dosiere sie so sparsam wie möglich oder verzichte ganz darauf.

So gehst du vor:

  1. Reibe die Kernseife fein und gib die Späne in den Topf.
  2. Übergieße die Seifenspäne mit dem kochenden Wasser und rühre, bis sich alles aufgelöst hat.
  3. Lass die Flüssigkeit abkühlen, dann Natron und – falls gewünscht – das ätherische Öl einrühren. Das Öl ist rein optional und dient nur dem Duft.
  4. Fülle das fertige Spülmittel in den Seifenspender.

Selbstgemachtes Spülmittel schäumt weniger als Produkte aus dem Supermarkt. Viel Schaum ist jedoch kein Zeichen für hohe Reinigungsleistung. Trag das Spüli am besten direkt auf das Geschirr auf, statt es im Spülwasser zu verteilen – so wirkt es gezielter.

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Rezept für selbstgemachtes Spülpulver für die Spülmaschine

Für 400 Gramm Geschirrspülpulver mischst du drei Zutaten zusammen:

  • 100 g Zitronensäure
  • 100 g Natron
  • 200 g Waschsoda

Vermische alles gut und fülle das Pulver in ein großes, verschließbares Glas. Pro Spülgang gibst du einen Esslöffel davon in das Spülmittelfach. Klarspüler und Spülmaschinensalz dosierst du weiterhin wie gewohnt.

Alle drei Zutaten sind in Papierverpackungen erhältlich und lassen sich auch für viele andere Haushaltsreinigungen einsetzen. Ein größerer Vorrat lohnt sich daher.

Spülmaschine oder Handwäsche – was ist umweltfreundlicher?

Laut einer Studie der Universität Bonn verbrauchst du mit der Spülmaschine im Schnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als beim Handspülen. Der Geschirrspüler ist damit in der Regel die umweltfreundlichere und kostengünstigere Wahl – sofern er richtig eingeräumt und voll beladen läuft.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass für die Herstellung einer Spülmaschine erhebliche Mengen Energie aufgewendet werden. Wie nachhaltig das Gerät insgesamt ist, hängt auch von seiner Lebensdauer ab – ein Wert, der sich im Voraus kaum berechnen lässt. Achte beim Kauf deshalb auf eine gute Energieeffizienzklasse und pflege das Gerät regelmäßig, um eine lange Lebensdauer zu sichern.

Nachhaltiger Handabwasch: Tipps für weniger Wasser und Plastikmüll

Auch wer von Hand spült, kann Ressourcen schonen. Diese Gewohnheiten helfen dabei:

  • Entferne Essensreste, bevor sie auf dem Geschirr eintrocknen.
  • Verwende lauwarmes statt heißem Wasser – das schont Hände und Energie.
  • Weiche stark verschmutztes Geschirr vorab in lauwarmem Wasser ein.
  • Spüle nicht unter fließendem Wasser, sondern in einer Schüssel.
  • Dosiere das Spülmittel sparsam und setze bei hartnäckigen Flecken lieber auf mehr Schrubben als auf mehr Wasser.
  • Verwende zum Nachspülen eine mit klarem Wasser gefüllte Schüssel – ein Schuss Essig darin wirkt wie ein Klarspüler.

Auch die Wahl der Utensilien macht einen Unterschied:

  • Ersetze Kunststoffschwämme durch Lappen aus Bio-Baumwolle oder einen Luffa-Schwamm. Herkömmliche Spülschwämme geben Mikroplastikpartikel ab.
  • Nutze Spülbürsten mit Holz- oder Bambusgriff und Naturfaserborsten – diese lassen sich später kompostieren.
  • Auf Gummihandschuhe aus Kunststoff kannst du verzichten, wenn du ein ökologisches Spülmittel verwendest, da dieses die Haut weit weniger beansprucht als konventionelle Produkte.

Bei eingebrannten Rückständen in Töpfen hilft Soda als Scheuerpulver. Sehr fettiges Geschirr lässt sich zusätzlich mit einem Schuss Essig auf dem Spüllappen behandeln.

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