Selbstgemachtes Apfelmus braucht keinen Zucker: Zwei Kilogramm Bio-Äpfel und 200 ml Wasser reichen aus, um in rund 30 Minuten ein natürlich süßes Mus herzustellen. Die Süße liefert der Apfel selbst.

Welche Apfelsorte eignet sich am besten?
Die Wahl der Sorte ist Geschmackssache, und Mischungen sind ausdrücklich möglich. Wer ein saures Mus bevorzugt, greift zu Sorten wie Boskoop. Golden Delicious ergibt ein besonders süßes Ergebnis. Elstar und Jonagold bieten einen guten Mittelweg zwischen säuerlich und süß.
Obst- und Gemüsehändler können sagen, welche Sorten gerade verfügbar und geeignet sind. Wer Äpfel direkt vom Baum pflücken möchte, kann über die Karte von Mundraub in der Nähe fündig werden.
Schritt für Schritt: Apfelmus selbst kochen

Zutaten für 8 Portionen:
- 2 kg Bio-Äpfel
- 200 ml Wasser
- optional: Nelken, Zitronensaft
- Äpfel schälen und entkernen. Bei Bio-Äpfeln kann die Schale dranbleiben – sie enthält besonders viele Vitamine und Mineralstoffe und reduziert Abfall.
- Äpfel in kleine Stücke schneiden.
- Apfelstücke zusammen mit dem Wasser in einen Topf geben. Wer verhindert möchte, dass das Mus dunkel wird, gibt zusätzlich den Saft einer halben Zitrone dazu.
- Alles zum Kochen bringen, dann bei niedriger bis mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit die Äpfel nicht ansetzen.
- Anschließend grob stampfen für ein stückiges Kompott oder fein pürieren für ein glattes Mus. Wer es cremiger mag, schüttet vorher etwas Kochwasser ab.
- Das fertige Mus sofort in sterilisierte Einmachgläser füllen, luftdicht verschließen und die Gläser kopfüber abkühlen lassen.
Apfelmus verfeinern: Gewürze und Obstalternativen
Für mehr Würze können Nelken und eine halbe Zimtstange in einem Teebeutel mitgekocht werden – beide unbedingt vor dem Pürieren entfernen. Alternativ passt das Mark einer Vanilleschote oder eine ausgekratzte Vanilleschote, die mitgekocht und dann herausgenommen wird. Ein Stück Ingwer sorgt für Schärfe und lässt sich entweder herausnehmen oder mitpürieren.
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Wer mit Obstsorten experimentieren möchte, kann einen Teil der Äpfel durch Pflaumen, Birnen oder anderes saisonales Obst ersetzen.
Apfelmus für Babys und Kleinkinder

Zuckerfreies, selbstgemachtes Apfelmus eignet sich als erstes Beikostgericht ab etwa dem sechsten Lebensmonat, sobald das Baby bereit für Beikost ist. Für Babys das Mus besonders fein pürieren und auf Gewürze wie Zimt, Nelken und Zitronensaft verzichten, da der Magen-Darm-Trakt noch empfindlich ist.
Für Kleinkinder ab etwa einem Jahr kann das Mus schrittweise mit milden Gewürzen wie einer Prise Zimt verfeinert werden. Es eignet sich als Zwischenmahlzeit, zum Frühstücksbrei oder als Dessert ohne Zusatzstoffe.
Apfelmus als Ei-Ersatz beim veganen Backen
Selbstgemachtes Apfelmus lässt sich in verschiedenen Teigen als Bindemittel und Ei-Ersatz verwenden. Ein Vorrat ist deshalb auch für veganes Backen nützlich.
Haltbarkeit verlängern: Einkochen oder einfrieren
Kühl und dunkel gelagert hält sich Apfelmus mehrere Wochen. Wer es länger aufbewahren möchte, kann es einkochen und so bis zu einem Jahr haltbar machen.
Anleitung zum Einkochen:
- Sterilisierte Schraubgläser mit heißem Apfelmus befüllen und dabei etwa einen Zentimeter Abstand zum Glasrand lassen.
- Gläser gut verschließen.
- Ein Küchentuch auf den Boden eines großen Topfes legen, Gläser hineinstellen – sie dürfen sich nicht berühren – und so viel Wasser angießen, dass die Gläser bis zur Hälfte im Wasser stehen.
- Bei 90 Grad 50 Minuten einkochen.
Alternativ lässt sich Apfelmus auch einfrieren.
Wofür sich selbstgemachtes Apfelmus noch eignet
Pur ist Apfelmus ein einfacher Snack. Es schmeckt außerdem als Dessert mit Joghurt, Quark oder Eis sowie zu herzhaften Gerichten wie Kartoffelpuffer. Mit einem Etikett versehen eignet es sich auch als Mitbringsel oder Geschenk.
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