Am 25. Oktober 2026 werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Um 3 Uhr (MESZ) werden sie auf 2 Uhr (MEZ) zurückgestellt – wer sonst nichts plant, gewinnt rechnerisch eine Stunde Schlaf. Der Wechsel betrifft aber mehr als nur den Wecker.
Datum und Uhrzeit der Zeitumstellung 2026
Die Umstellung auf Winterzeit findet jedes Jahr am letzten Oktobersonntag statt. 2026 ist das der 25. Oktober. Um 3 Uhr morgens (Mitteleuropäische Sommerzeit) werden die Uhren auf 2 Uhr (Mitteleuropäische Zeit) zurückgedreht.
Wer sich die Richtung nicht merken kann, dem helfen diese Faustregeln:
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- Im Herbst stellt man die Gartenmöbel zurück in den Schuppen – die Uhr geht ebenfalls zurück.
- Die Uhr wird immer in Richtung Sommer gestellt: im Herbst also zurück, im Frühjahr vor.
- Im Winter gehen die Temperaturen zurück – die Uhr dreht sich mit.
Was die Zeitumstellung mit dem Körper macht

Die Umstellung gleicht einem Mini-Jetlag, weil sie die biologische Uhr beeinflusst. Besonders wer einen festen Schlaf-Wach-Rhythmus hat, kann in den Tagen danach eines oder mehrere dieser Symptome bemerken:
- Schlafstörungen
- Müdigkeit
- Stimmungsschwankungen
- Konzentrationsschwäche
- Gereiztheit
- Appetitlosigkeit
- Verdauungsprobleme
Eine 2024 veröffentlichte Metaanalyse des Universitätsklinikums Köln zeigt, dass nach der Frühjahrs-Umstellung das Herzinfarktrisiko messbar ansteigt – kurzfristiger Schlafmangel lässt Stresshormone und Entzündungswerte im Blut ansteigen. Nach der Herbst-Umstellung auf Winterzeit gilt das laut dieser Analyse hingegen nicht. Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die Oktober-Umstellung in dieser Hinsicht die harmlosere der beiden.
Fünf praktische Tipps, um die Winterzeit besser zu verkraften
- Nicht die ganze Stunde verschlafen: Stehe am Morgen der Umstellung zumindest eine halbe Stunde früher auf. Das erleichtert die Anpassung an den neuen Rhythmus.
- Bewegung an der frischen Luft: Sport oder ein Spaziergang am Tag der Zeitumstellung helfen, Müdigkeit und Schlafstörungen vorzubeugen.
- Einschlafhilfen bei Bedarf: Wer abends schlecht einschläft, kann auf Kräutertees zurückgreifen. Melissentee und Baldrian gelten als beruhigend und schlaffördernd.
- Frisches Obst und Gemüse essen: Das wirkt laut dem Artikel nicht nur Verdauungsproblemen entgegen, sondern kann auch Konzentrationsschwäche und Gereiztheit abmildern.
- Soziale Kontakte pflegen: Wenn es früher dunkel wird, treten Stimmungsschwankungen häufiger auf. Zeit mit Menschen zu verbringen, die einem guttun, hilft gegen den sogenannten Winterblues.
Spart die Zeitumstellung überhaupt Energie?
Die Zeitumstellung wurde 1980 eingeführt, um Energie zu sparen. Das Umweltbundesamt stellt fest: Im Sommer wird abends weniger Licht benötigt, im Winter muss morgens dafür mehr geheizt werden. Der Einspareffekt hebt sich auf. Eine Sprecherin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft fasst es so zusammen: „Der Dreh am Zeiger zur Winter- und Sommerzeit bringt demnach keine spürbare Energieeinsparung.“
Professor Korbinian von Blanckenburg von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe sieht bei einer dauerhaften Sommerzeit dagegen ein Einsparpotenzial von bis zu 700 Millionen Euro pro Jahr, weil hellere Abende den Stromverbrauch senken würden. Christoph Mordziol vom Umweltbundesamt widerspricht jedoch: Mehr Freizeitaktivitäten außerhalb des Hauses führten zu höherem Energieverbrauch im Verkehrs- und Freizeitsektor. Dazu kämen regionale Unterschiede – Klima, Sonneneinstrahlung, Wirtschaft und Kultur müssten in jede Berechnung einfließen. Bei dauerhafter Sommerzeit wäre es in Spanien im Winter bis kurz vor 10 Uhr dunkel; bei dauerhafter Winterzeit würde es in Warschau im Sommer bereits um 3 Uhr hell. Auch die EU-Kommission spricht von unwesentlichen Energieeinsparungen durch die Zeitumstellung.
Wann die EU die Zeitumstellung abschafft – und warum das offen bleibt
2018 sprachen sich in einer EU-Umfrage 84 Prozent der Teilnehmenden für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus. Das Europäische Parlament stimmte 2019 einem entsprechenden Kommissionsvorschlag zu. Seitdem liegt die Entscheidung beim Rat der EU-Mitgliedstaaten – und der findet keine Einigung. Die Interessen der Länder sind zu unterschiedlich, die Sorge vor einem Flickenteppich aus Zeitzonen im Binnenmarkt zu groß.
Die EU-Kommission hat inzwischen eine neue Analyse in Auftrag gegeben, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll. Ob daraus eine konkrete Entscheidung folgt, ist offen. Ein baldiges Ende der Zeitumstellung ist derzeit nicht absehbar.
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