Wer Pfifferlinge oder Steinpilze im Supermarkt kauft, wird auf dem Etikett vergeblich nach einer deutschen Herkunft suchen. Der Grund dafür ist eindeutig: Beide Arten sind Wildpilze, die sich nicht anbauen lassen.
Wildpilze wachsen nur im Wald – nicht auf dem Feld
Anders als Kulturchampignons oder Kräuterseitlinge können Pfifferlinge und Steinpilze nicht gezielt kultiviert werden. Laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wachsen sie ausschließlich im Wald, in Symbiose mit bestimmten Wirtspflanzen.
In Deutschland gilt ein gesetzliches Sammelverbot für den Handel
Die wild wachsenden Exemplare hierzulande dürfen nicht verkauft werden. Das Sammeln von Wildpilzen ist in Deutschland gesetzlich nur in geringen Mengen für den Eigenbedarf erlaubt. Die BLE erklärt diesen Schutz damit, dass die Arten bei uns seltener werden – die Mengenbeschränkung soll ihren Bestand sichern.
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Der Großteil der in deutschen Supermärkten angebotenen Pfifferlinge und Steinpilze stammt laut Verbraucherzentrale NRW aus Osteuropa. Dort kommen die Pilze häufiger vor und dürfen für kommerzielle Zwecke gesammelt werden.
Frische erkennen beim Kauf
Wer Pfifferlinge kauft, sollte auf folgende Merkmale achten:
- Frische Pfifferlinge duften aromatisch, haben eine prallgelbe Farbe, festes Fleisch und weiße bis cremefarbene aufgeschnittene Stiele.
- Schmierige Pilze, schwarze Stellen, weiße Schimmelspuren, zusammengeklebte Lamellen oder zersetzte Hüte sind Warnsignale – solche Packungen besser meiden. Die Verbraucherzentrale NRW warnt: „Der Verzehr verdorbener Pfifferlinge kann Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Fieber auslösen.“
- Keine Feuchtigkeit in der Packung: In perforierten Folienverpackungen kann sich Kondenswasser bilden, das die Pilze schleimig und schimmelig macht.
Frische Steinpilze erkennt man laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL Bayern) an einer weißen bis hellen Farbe. Verfärbungen der Röhrenschicht von hell nach grünbraun, Druckstellen, wässriges oder weniger festes Fleisch sowie Schleimigkeit oder Schimmel deuten auf zu lange Lagerung hin.
Wie viel Wildpilze pro Woche sind unbedenklich?
Wildpilze reichern Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber in ihren Fruchtkörpern an – deutlich stärker als Kulturpilze. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt daher, nicht mehr als 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu essen. Für Kinder gilt entsprechend ihres Körpergewichts eine niedrigere Menge.
Wer heimische Pfifferlinge oder Steinpilze auf dem Teller haben möchte, muss selbst in den Wald gehen – und sollte ausschließlich Arten sammeln, die er sicher erkennt.
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