Spätsommer und Herbst sind die ergiebigsten Jahreszeiten für Wildbeeren. Wer die richtigen Sträucher kennt, kann bis in den Oktober hinein ernten – und manche Beeren lohnen sich sogar erst nach dem ersten Frost.

Diese Beeren reifen von August bis Oktober
- Himbeeren gelten als Hochsommerfrucht, doch die Ernte kann sich bis in den September erstrecken. Bestimmte Sorten tragen zweimal jährlich Früchte und ermöglichen so eine zweite Ernte im Oktober. Himbeeren wachsen in Gärten, an Waldrändern und in der freien Natur. Sie eignen sich für Marmelade, Desserts und Smoothies.
- Brombeeren wachsen wild in Wäldern und entlang von Wegen. Sie reifen von Juni bis in den Oktober hinein und schmecken intensiv süß-säuerlich. Neben dem direkten Verzehr eignen sie sich für Gelee; aus den Blättern lässt sich Tee bereiten.
- Heidelbeeren haben ihre Hauptsaison von Juni bis September, die Nebensaison reicht bis Oktober. Die blauen Früchte lassen sich zu Pfannkuchen, Kuchen oder Muffins verarbeiten.
- Holunderbeeren sind typisch für den Herbst. Die Sträucher stehen an sonnigen Wegrändern, Böschungen oder auf Waldlichtungen. Holunderbeeren eignen sich für Saft, Gelee und Sirup.
- Schlehen (Schwarzdornbeeren) sind meist schon im Oktober reif, sollten aber erst nach dem ersten Frost gesammelt werden: Die Kälte mildert den sehr bitteren Geschmack. Aus Schlehen lassen sich Likör, Gelee, Marmelade und Saft herstellen.
- Stachelbeeren haben ihre Hauptsaison im Juni und Juli. Die späte Sorte „Larell“ lässt sich jedoch noch bis in den Spätsommer hinein ernten. Stachelbeeren geben Kuchen, Marmelade, Kompott und Muffins eine fein säuerliche Note.
- Ebereschen (Vogelbeeren) werden im Oktober reif. Auch hier empfiehlt sich das Warten auf den ersten Frost, damit sich das süßlich-herbe Aroma entfaltet. Sie eignen sich für Marmelade, Likör oder Chutney.
- Weißdornbeeren reifen im August und September. Roh gegessen sind sie meist mehlig; besser lassen sie sich zu Kompott, Gelee oder Mus verarbeiten oder zusammen mit anderen Früchten zu Saft und Sirup.

Geeignete Sammelstellen – und wo du besser nicht pflückst
Nicht überall darf man frei in der Natur Beeren pflücken – Eigentumsrechte sind zu beachten. Unabhängig davon solltest du bestimmte Orte grundsätzlich meiden: Beeren an vielbefahrenen Straßen, an Hundegassistrecken oder an landwirtschaftlichen Flächen können durch Schadstoffe, Hinterlassenschaften oder Pestizide belastet sein.
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Reife Beeren erkennst du daran, dass sie fest und farbintensiv sind. Matschige oder verschimmelte Früchte lässt du besser liegen. Pflücke außerdem nie alle Beeren ab, damit genug für Tiere und andere Sammlerinnen und Sammler bleibt.
Sicherheit beim Sammeln: Dornen, unbekannte Beeren, Hygiene
Viele Beerensträucher haben Dornen oder Stacheln – geeignete Kleidung und Handschuhe schützen vor Verletzungen. Der wichtigste Grundsatz gilt für alle unbekannten Beeren: Im Zweifel liegen lassen. Wer noch wenig Erfahrung hat, schließt sich am besten jemandem an, der die Pflanzen sicher erkennt.
Alle gesammelten Beeren solltest du vor dem Verzehr gründlich waschen, um eventuelle Verunreinigungen zu entfernen.
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