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Stiefmütterchen im Herbst pflanzen – so blühen sie noch einmal im Frühjahr

Stiefmütterchen im Herbst pflanzen – so blühen sie noch einmal im Frühjahr

Wer Stiefmütterchen jetzt in Beet oder Kübel setzt, profitiert gleich zweimal: Die Pflanzen blühen noch vor dem Winter und treiben im Frühjahr erneut aus, sobald die Temperaturen steigen. In Gartencentern und Baumärkten sind vorgezogene Jungpflanzen derzeit gut verfügbar.

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Vor dem ersten Frost haben Stiefmütterchen noch genug Zeit, Wurzeln zu bilden. Je nach Sorte und Witterung halten die Blüten bis in die kalte Jahreszeit. Bei Frost legen sie eine Pause ein, blühen aber im Frühjahr meist von selbst wieder.

Welche Arten eignen sich für Beet und Balkon?

Für Beete und Pflanzgefäße kommen vor allem drei Arten infrage: Garten-Stiefmütterchen, Hornveilchen und Wilde Stiefmütterchen. Alle drei gibt es in verschiedenen Farben, Größen und Blütenformen. Das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor) ist eine heimische Wildpflanze und passt gut in einen naturnahen Garten oder Balkon. Wer Insekten ansprechen möchte, sollte ungefüllte Sorten wählen.

Richtig pflanzen: Standort, Boden und Abstand

Stiefmütterchen gedeihen am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Platz in nährstoffreichem, lockerem Boden, durch den überschüssiges Wasser gut abfließen kann. In Töpfen und Kästen sind Abzugslöcher wichtig, damit keine Staunässe entsteht.

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Für Balkonkästen und Kübel empfiehlt sich torffreie Blumenerde. Torf wird aus Mooren gewonnen, die als Lebensraum und Kohlenstoffspeicher eine wichtige ökologische Rolle spielen.

Beim Einpflanzen kommt der Wurzelballen so tief in die Erde wie er zuvor im Topf saß. Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern bleiben. Nach dem Pflanzen kräftig angießen und die Erde in den ersten Wochen gleichmäßig feucht halten, auch wenn es kühler wird. Verblühte Blüten regelmäßig entfernen, damit die Pflanze weiter blüht.

Was Stiefmütterchen im Winter brauchen

Im Beet kommen Stiefmütterchen in der Regel ohne besonderen Schutz durch den Winter. In Töpfen und Balkonkästen sind die Wurzeln stärker der Kälte ausgesetzt. Bei länger anhaltendem Frost kann es sinnvoll sein, das Gefäß mit Vlies oder Jute zu umwickeln und an einen etwas geschützten Platz zu stellen.

Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. An frostfreien Tagen darf die Erde jedoch nicht vollständig austrocknen. Bei gefrorenem Boden können die Pflanzen kein Wasser aufnehmen. Einen kräftigen Rückschnitt brauchen Stiefmütterchen im Winter nicht.

Neuaustrieb im Frühjahr richtig begleiten

Sobald die Temperaturen wieder steigen, treiben Stiefmütterchen meist von selbst aus und bilden neue Blüten. Vertrocknete oder beschädigte Pflanzenteile lassen sich dann entfernen. Wer die Blüte fördern möchte, nimmt regelmäßig Verblühtes heraus.

Balkonkästen sollte man nach dem Winter nicht voreilig ausräumen. Auch wenn die Pflanzen zunächst mitgenommen aussehen, können sie sich erholen und erneut blühen.

Passende Kombinationen für Kübel und Balkonkasten

Neben klassischen Stiefmütterchen machen sich in Kästen und Kübeln auch kleinere Formen und Sorten mit überhängendem Wuchs gut, die sich miteinander kombinieren lassen. Als passende Begleiter für Herbstbepflanzungen nennt der IVA Astern, Chrysanthemen, Gräser, Heide und kleinwüchsige Herbststauden. Zierkohl und Pflanzen mit dekorativem Laub bringen zusätzliche Abwechslung.

Wer den Balkon insektenfreundlich gestalten möchte, sollte auf Pflanzen achten, die auch spät im Jahr noch Pollen und Nektar bieten. Herbstastern oder andere spätblühende, ungefüllte Pflanzen verlängern das Blütenangebot, wenn viele andere Balkopflanzen bereits verblüht sind. Eine Mischung verschiedener Arten, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen, bietet Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst möglichst durchgehend Nahrung.

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