Nützliche Tipps

Diese E-Bike-Fehler passieren auch erfahrenen Fahrern – und wie du sie vermeidest

Diese E-Bike-Fehler passieren auch erfahrenen Fahrern – und wie du sie vermeidest

Ob beim Bremsen, in der Kurve oder beim Überholen: Viele Fehler auf dem E-Bike entstehen nicht aus Unachtsamkeit, sondern weil das Pedelec anders reagiert als ein gewöhnliches Fahrrad. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat typische Fehler zusammengestellt – einige betreffen Anfänger, andere auch routinierte Fahrende.

Artikel teilen

XRedditLinkedIn

Fehler beim Anfahren und Beschleunigen

Viele Einsteiger unterschätzen, wie kraftvoll der Elektromotor anspringt. Wer beim Anfahren sofort viel Druck auf die Pedale gibt, wird laut DVR vom plötzlichen Vortrieb überrascht und verliert leicht die Kontrolle.

Besser: mit einer niedrigen Unterstützungsstufe starten, am besten auf ruhigem Gelände mit wenig Verkehr. Der DVR empfiehlt, bewusst langsam zu beschleunigen und Tempo sowie Motorleistung erst zu steigern, wenn man sich mit dem Fahrverhalten vertraut fühlt.

Eng damit verbunden ist ein zweiter Anfängerfehler: die tatsächliche Geschwindigkeit unterschätzen. Der elektrische Antrieb vermittelt ein Gefühl von Leichtigkeit, weil die Beschleunigung mühelos und ohne körperliche Anstrengung erfolgt. Das Tempo sollte deshalb konsequent an Umgebung, Verkehrsdichte und eigene Erfahrung angepasst werden – wer langsamer fährt, hat mehr Reaktionszeit und senkt das Unfallrisiko erheblich.

Neueste Beiträge

Mehr zum Lesen

Neues aus der Redaktion
01Diese 3 beliebten Gartenstauden solltest du nie durch Wurzelteilung vermehren02Gründüngung statt Kunstdünger – welche Pflanzen deinen Boden wirklich weiterbringen03Zwiebeln aus dem Garten monatelang haltbar machen – worauf es beim Trocknen wirklich ankommt

Bremsen, Kurven und Bergabfahrten richtig meistern

Pedelecs sind schwerer als herkömmliche Fahrräder, was die Bremswege verlängert. Unerfahrene Fahrende ziehen laut DVR häufig zu spät oder nur eine Bremse. Richtig ist es, Vorder- und Hinterradbremse gleichzeitig, frühzeitig und dosiert zu betätigen. Auf nassen oder rutschigen Wegen sollte die Bremskraft besonders vorsichtig aufgebaut werden.

In Kurven spielen Gewicht, Trägheit und Motorunterstützung zusammen. Ein häufiger Fehler: zu schnell in die Kurve fahren und den Blick geradeaus statt in den Kurvenverlauf richten. Das Tempo gehört bereits vor der Kurve reduziert; der Blick sollte auf die Kurveninnenseite gerichtet sein. In der Kurve selbst ruhig und gleichmäßig lenken und möglichst nicht bremsen.

Bergab unterschätzen viele die Kombination aus Masse, Trägheit und verlängerten Bremswegen. Wer frühzeitig mit beiden Bremsen gleichmäßig verzögert und das Körpergewicht dabei leicht nach hinten verlagert, hat mehr Kontrolle über das Pedelec.

Fehler, die sich bei erfahrenen Fahrenden einschleichen

Je routinierter jemand fährt, desto höher steigt laut DVR manchmal das Tempo – schneller, als es die Verkehrssituation erlaubt. Gerade an bekannten Strecken, Kreuzungen oder bei schlechter Sicht wird die Geschwindigkeit nicht immer ausreichend reduziert. Auch auf vertrauten Wegen gilt: aufmerksam bleiben und das Tempo konsequent an Verkehr, Wetter und Sichtverhältnisse anpassen.

Riskante Überholmanöver sind ein weiterer Punkt: Zu knappes Überholen oder unterschätzter Sicherheitsabstand erhöhen das Unfallrisiko und gefährden andere Verkehrsteilnehmende. Überholt werden sollte nur mit ausreichend Abstand und guter Sicht – im Zweifel lieber darauf verzichten.

Auch die falsche Nutzung der Infrastruktur führt laut DVR häufig zu Konflikten. Gegen die Fahrtrichtung fahren oder Gehwege ohne ausdrückliche Freigabe benutzen sind typische Beispiele. Radwege gehören korrekt genutzt, zu Fußgängern und parkenden Autos sollte ausreichend Abstand gehalten werden.

Smartphone und Ermüdung als unterschätzte Risiken

Das Smartphone während der Fahrt in die Hand zu nehmen ist wie beim Auto verboten. Auch erfahrene Fahrende sind laut DVR nicht davor gefeit, sich am Lenker ablenken zu lassen. Geteilte Aufmerksamkeit verlängert die Reaktionszeit erheblich. Telefonieren per Freisprechanlage ist zwar erlaubt, kann aber ebenfalls ablenken. Das Smartphone lässt sich sicher nur im Stand bedienen.

Lange Touren auf dem E-Bike wirken durch die Motorunterstützung oft leichter als sie sind. Hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten und zu wenige Pausen können zu Ermüdung führen, wodurch Konzentration und Reaktionsfähigkeit nachlassen – besonders beim Bremsen und in Kurven ein Risiko. Regelmäßige Pausen, ausreichend trinken und Tempo sowie Streckenlänge an die eigene Fitness anpassen helfen dabei, das Risiko zu senken. Auf Ermüdungsanzeichen sollte bewusst geachtet und die Belastung rechtzeitig reduziert werden.

Artikel teilen

3 Min. Lesezeit

XRedditLinkedIn

Ihre Meinung hilft uns

War dieser Artikel lesenswert?

Das Gespräch geht weiter

Kommentare

Mitdiskutieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mitdiskutieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Scroll to Top