Wer beim Backen Strom sparen möchte, sollte möglichst auf Heißluft oder Umluft setzen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt beide Programme ausdrücklich, weil sie die Wärme gleichmäßig im Ofen verteilen und eine niedrigere Temperatur als Ober-/Unterhitze ermöglichen.
Was die einzelnen Backofen-Symbole bedeuten
Nicht jeder Backofen verfügt über alle Funktionen. Im Zweifelsfall hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung. Diese Symbole sind am häufigsten zu finden:
- Ventilator: Umluft
- Ventilator im Kreis: Heißluft
- Gerader Strich oben: Oberhitze
- Gerader Strich unten: Unterhitze
- Gerade Striche oben und unten: Ober- und Unterhitze
- Gezackter Strich oben: Grill (deutlich stärker als Oberhitze)
- Gerader Strich unten und Ventilator im Kreis: Pizza-Modus
- Ventilator und gezackter Strich oben: Umluft und Grill
- Gezackter Strich oben, Ventilator, gerader Strich unten: Umluftgrill mit Unterhitze
- Mehrere kleine Kreise: Pyrolyse
- Drei wolkenähnliche Wellen: Dampfgaren
- Lampe: Beleuchtung (keine Backfunktion)
Heißluft und Umluft: wo der Unterschied liegt
Bei Umluft erhitzt der Ofen mit Ober- und Unterhitze und ein Ventilator verteilt die Wärme im Innenraum. Heißluft funktioniert anders: Ein eigener Heizkörper erwärmt die Luft, der Ventilator bläst sie dann in den Garraum. Dadurch gart Heißluft etwas gleichmäßiger, verkürzt die Garzeit und verbraucht weniger Strom. Außerdem lassen sich beim Heißluft-Betrieb mehrere Bleche gleichzeitig bestücken, was zusätzlich Zeit und Energie spart.
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Beide Programme eignen sich gut für Pizza, Plätzchen und andere dünne Teige. Gegenüber Ober-/Unterhitze kann die Temperatur dabei um 20 bis 30 Grad reduziert werden.
Welches Programm wofür am besten passt
Ober-/Unterhitze ist nicht besonders energieeffizient, eignet sich aber für saftige Käse- und Blechkuchen, die ihre Feuchtigkeit behalten sollen. Oberhitze oder Grill sind die richtige Wahl, wenn etwas überbacken oder fertig gebackenem Kuchen mehr Bräune gegeben werden soll. Die Pizza-Funktion (Heißluft kombiniert mit Unterhitze) sorgt für besonders knusprige Böden bei Pizza oder Flammkuchen.
Wer einen Pyrolyse-Backofen besitzt, sollte die Selbstreinigung sparsam einsetzen: Laut Verbraucherzentrale kostet jeder Reinigungsdurchgang bis zu 1,30 Euro Strom und gilt daher als pure Energieverschwendung. Beim Dampfgaren im Backofen variiert der Energieverbrauch je nach Ofengröße stark; für kleine Portionen ist das Garen im Kochtopf in der Regel energieeffizienter.
Weitere Tipps, um den Stromverbrauch des Backofens zu senken
Kochen und Backen machen bis zu zehn Prozent des Haushaltsstromverbrauchs aus. Mit diesen Maßnahmen lässt sich dieser Anteil verringern:
- Vorheizen weglassen: Nur bei feinem Blätterteig oder bestimmten Brotsorten ist Vorheizen nötig. Laut Verbraucherzentrale spart das Weglassen bis zu 20 Prozent Energie.
- Restwärme nutzen: Den Ofen einige Minuten vor Ende der Garzeit ausschalten und die gespeicherte Wärme fertig garen lassen.
- Ofentür geschlossen halten: Jedes Öffnen lässt Hitze entweichen und zwingt den Ofen zum Nachheizen.
- Kleingeräte bevorzugen: Einzelne Brötchen lassen sich im Toaster stromsparender aufbacken als im Backofen. Kleine Portionen garen in der Mikrowelle oft deutlich schneller.
- Energiesparprogramm mit Bedacht nutzen: Laut Stiftung Warentest spart das Programm tatsächlich Strom, kann aber das Backergebnis beeinträchtigen, weil die Temperatur wiederholt absinkt. Empfindliche Speisen wie ein Soufflé gelingen dann nur schwer.
- Schnellaufheizen bringt kaum Ersparnis: Die Funktion verkürzt die Aufheizzeit, spart aber keinen nennenswerten Strom.
Wer konsequent auf Heißluft oder Umluft setzt, mehrere Bleche gleichzeitig befüllt und auf das Vorheizen verzichtet, schöpft das größte Einsparpotenzial beim Backofen aus.
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