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Wie viel Fett dein Ei wirklich hat – und welche Zubereitungsart ohne auskommt

Wie viel Fett dein Ei wirklich hat – und welche Zubereitungsart ohne auskommt

Ob ein Ei zur leichten oder kalorienreichen Mahlzeit wird, entscheidet weniger das Ei selbst als das, was bei der Zubereitung dazukommt. Wer kein zusätzliches Fett aufnehmen möchte, hat mit zwei Methoden klare Vorteile: Kochen und Pochieren.

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Eier liefern grundsätzlich hochwertiges Protein sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Der Nährstoffgehalt bleibt bei allen gängigen Zubereitungsarten ähnlich. Was sich deutlich unterscheidet, ist der Fett- und Kaloriengehalt der fertigen Mahlzeit – und der hängt fast immer von den Zutaten ab, nicht vom Ei.

Spiegelei: Der Kalorienunterschied steckt im Fett

Ein Spiegelei ist keine schlechte Wahl, erfordert in der Pfanne aber meist etwas Fett. Wie groß der Unterschied ausfällt, lässt sich gut steuern: Ein Teelöffel Öl erhöht den Energiegehalt deutlich weniger als ein großzügiges Stück Butter. Eine gut beschichtete Pfanne hilft, mit besonders wenig Fett auszukommen – allerdings können solche Pfannen mit PFAS beschichtet sein, also mit sogenannten „ewigen Chemikalien“.

Rührei: Butter, Sahne und Käse machen den Unterschied

Beim Rührei gilt dasselbe Prinzip. Das Ei selbst bleibt ein guter Proteinlieferant. Zusätzliche Kalorien kommen vor allem durch Butter, Öl, Sahne oder Käse hinzu. Wer Rührei vergleichsweise leicht halten möchte, verwendet nur wenig Öl und ergänzt die Mahlzeit zum Beispiel mit Tomaten, Pilzen, Spinat oder frischen Kräutern. Pilze können das Gericht dabei noch proteinreicher machen, als es ohnehin schon ist. Rührei lässt sich übrigens auch ohne Fett direkt im Kochtopf zubereiten, wo es zudem nicht anbrennen kann.

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Gekochte Eier: Kein Bratfett, wenig Vitaminverlust

Beim klassischen Frühstücksei braucht man weder Öl noch Butter – damit kommen keine zusätzlichen Fettkalorien hinzu. Durch das Erhitzen wird das Protein außerdem für den Körper besser verdaulich: Untersuchungen zeigen, dass Protein aus gekochten Eiern deutlich besser verdaut wird als aus rohen.

Auch der Vitaminverlust ist beim Kochen gering. Er betrifft vor allem hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin A, während Vitamine B und D gut erhalten bleiben. Je länger und heißer das Ei kocht, desto mehr Vitamine gehen verloren. Ob weich oder hart gekocht, bleibt vor allem Geschmackssache.

Pochierte Eier: Fettarm und ohne beschichtete Pfanne

Pochierte Eier schneiden ähnlich gut ab wie gekochte. Das Ei gart direkt in heißem Wasser, sodass ebenfalls kein zusätzliches Fett nötig ist. Geschmacklich und von der Konsistenz ähnelt ein pochiertes Ei einem weichgekochten Ei – mit festem Eiweiß und je nach Garzeit noch flüssigem Eigelb.

Pochieren gehört damit neben dem Kochen zu den fettärmsten Zubereitungsarten, und man benötigt dafür keine beschichtete Pfanne. Werden pochierte Eier traditionell als Eggs Benedict mit Sauce Hollandaise und Bacon serviert, gehen die Vorteile gegenüber dem Braten allerdings wieder verloren. Auf Vollkornbrot mit etwas Avocado ergibt sich dagegen eine besonders leichte Variante.

Rohe Eier: Weniger Nährstoffverlust, aber gesundheitliche Risiken

Rohe Eier zu essen ist nicht grundsätzlich abwegig – in Japan geschieht das etwa in Sukiyaki mit speziell zertifizierten Eiern. Rohe Eier bringen jedoch gesundheitliche Risiken mit sich: Möglicherweise enthaltene Salmonellen können Magenkrämpfe, Durchfall, Fieber und Erbrechen verursachen. Dazu kommt, dass das Protein aus rohen Eiern deutlich schlechter verdaulich ist als aus gegarten.

Was beim Ei wirklich zählt: Beilagen und Würzung

Der Nährstoffgehalt von Eiern bleibt bei allen Zubereitungsmethoden ähnlich. Entscheidender ist, wie viel und welches Fett beim Braten verwendet wird und wie das Ei gewürzt oder garniert wird. Zu viel Salz belastet das Herz – unabhängig davon, wie das Ei zubereitet wurde.

Trotz aller gesunden Nährstoffe sollten Eier nicht täglich in großen Mengen gegessen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt aktuell rund ein Ei pro Woche im Rahmen einer insgesamt ausgewogenen und überwiegend pflanzlichen Ernährung.

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