Wer zur Saison einkauft und Vorräte richtig anlegt, isst auch in den Wintermonaten regional und günstig. Die passende Methode hängt dabei vom Lebensmittel ab – und davon, wie viel Energie du verbrauchen möchtest.
Gemüse haltbar machen: Einkochen, Einlegen, Trocknen oder Einfrieren
Vier Verfahren eignen sich, um Gemüse für die Speisekammer vorzubereiten. Jedes hat andere Anforderungen und Grenzen.
- Einkochen funktioniert besonders gut mit Rote Bete, Erbsen und Möhren. Gläser mit kochendem Wasser ausspülen und trocknen lassen, dann kleingeschnittenes Gemüse einfüllen und mit Wasser bedecken. Pro Glas einen halben Teelöffel Salz hinzugeben, Gläser verschließen und in einem Einkochtopf stellen, sodass sie zu drei Vierteln im Wasser stehen. Wer keinen Einkochtopf hat, kann alternativ den Backofen verwenden.
- Milchsaures Einlegen eignet sich für Kohlgemüse, Gurken, Bohnen und Paprika. Rohes, kleingeschnittenes Gemüse in ein Einmachglas geben und mit abgekochtem, erkaltetem Salzwasser auffüllen. Das verschlossene Glas zehn Tage bei etwa 20 Grad ruhen lassen, anschließend vier bis sechs Wochen bei kühlen Temperaturen bis zehn Grad reifen lassen. Danach hält sich das Gemüse gut gekühlt etwa drei Monate.
- Trocknen im Backofen mit Umluft ist die älteste Methode. Kräuter und Pilze benötigen dabei rund 50 Grad, Obst 60 bis 70 Grad und Gemüse etwa 80 Grad. Kräuter sind nach drei bis vier Stunden fertig; Pilze und Tomaten, sobald sie sich ledrig anfühlen. Diese Methode verbraucht viel Energie und ist daher weniger empfehlenswert als das Einkochen.
- Einfrieren passt vor allem zu fertigen Gerichten und frischen Suppen. Wichtig: Speisen erst in die Tiefkühltruhe legen, wenn sie vollständig abgekühlt sind.
Für alle Methoden gilt: Gläser mit Inhalt und Datum beschriften, damit der Überblick erhalten bleibt. Alte Einmachgläser können bei allen Varianten wiederverwendet werden.
Obst zu Kompott verarbeiten und monatelang lagern

Beeren und Kirschen lassen sich zu Marmelade einkochen. Birnen, Äpfel, Kirschen und Pflaumen eignen sich gut für Kompott. Für 2 kg Obst brauchst du:
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- 2 kg Obst,
- 1 Spritzer Zitronensaft,
- 1 Stange Zimt,
- 1 Vanilleschote,
- Zucker oder Zuckerersatz nach Bedarf.
Geputztes Obst und Zitronensaft in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und nach Geschmack süßen. Bei sehr reifem Obst reicht wenig Zucker. Zimtstange und Vanillemark hinzufügen, kurz aufkochen und gelegentlich rühren, dann den Topf vom Herd nehmen. Verwende möglichst frisches Obst. Fertig abgefülltes Kompott hält an einem dunklen Ort bei etwa 20 Grad monatelang.
Kartoffeln, Äpfel und Wurzelgemüse ohne Einkochen lagern

Einige Sorten halten sich über Monate, ohne dass du sie weiterverarbeiten musst.
- Kartoffeln mögen es kühl, dunkel und trocken. In einem frostfreien, abgedunkelten Raum halten sie sich mehrere Wochen.
- Äpfel lagern am besten an einem kühlen und feuchten Ort wie dem Keller – und immer getrennt von anderen Obst- und Gemüsesorten, da sie sonst schneller verderben. Klaräpfel nur kurz lagern; Lageräpfel in Zeitungspapier eingewickelt mehrere Monate.
- Wurzel- und Knollengemüse wie Möhren, Rote Bete, Pastinaken und Rettich schichtweise in Holzkisten mit feuchtem Sand lagern. Der Sand muss leicht feucht sein – ist er zu nass, verdirbt das Gemüse. Kisten lassen sich im Regal stapeln, um Platz zu sparen.
- Kürbisse halten sich in dunklen, trockenen Kellern über mehrere Monate.
Grundregel für alle gelagerten Vorräte: Neue Ware nach hinten stellen und ältere Bestände zuerst verbrauchen.
Wintergemüse selbst anbauen – auch ohne Garten

Wer einen Garten hat, kann auch im Winter frisches Gemüse ernten. Zu den geeigneten Sorten zählen Rosenkohl, Feldsalat, Grünkohl, Schwarzwurzeln und Rote Bete. Wer keinen Garten besitzt, findet diese Sorten im Winter oft direkt aus der Region im Bioladen oder Supermarkt.
Kühlschrank richtig befüllen, um Haltbarkeit zu verlängern
Die richtige Anordnung im Kühlschrank schont Energie und verlängert die Haltbarkeit der Vorräte.
- Oben: gegarte Lebensmittel, verpackten Käse, Speisen in Frischeboxen.
- Mitte: Milch (auch Pflanzenmilch), Sahne, Wurst, Quark und bereits geöffnete Produkte.
- Unten: leicht verderbliche Lebensmittel wie Fisch und frisches Fleisch.
- Kühlschranktür: oben Butter, darunter Eier, in der Mitte Senf und Oliven, ganz unten angebrochene Getränke.
- Gemüsefach: Blattsalat, Kräuter, Kohl, Wurzelgemüse, Pilze, Porree und Lauchzwiebeln.
Trockene Vorräte und Saisonkäufe in großen Mengen richtig aufbewahren

Zur Saison sind selbst Bio-Lebensmittel besonders preiswert. Bio-Gemüse und heimisches Obst lohnen sich dann in größeren Mengen zu kaufen und einzufrieren, einzuwecken oder einzukochen. Fertige Gerichte und Rohware können portionsweise vorbereitet werden, was vor allem beim Einfrieren und Einwecken praktisch ist.

Trockene Vorräte wie Gewürze, Zucker, Salz, Bio-Mehl, Reis, Bio-Haferflocken und Bio-Kaffee bleiben am längsten haltbar, wenn sie luftdicht verpackt an einem dunklen Ort lagern. Ist die Originalverpackung beschädigt oder lässt sie sich nicht mehr verschließen, empfiehlt sich das Umfüllen in alte Marmeladengläser oder Aufbewahrungsdosen. Luftdichte Behälter verhindern, dass die Vorräte verklumpen oder Fremdgerüche annehmen.
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