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Gore-Tex richtig waschen – diese Fehler zerstören die Imprägnierung

Gore-Tex richtig waschen – diese Fehler zerstören die Imprägnierung

Gore-Tex-Produkte regelmäßig zu waschen ist keine Option, sondern notwendig: Nur so bleibt die wasserabweisende Imprägnierung erhalten. Welche Einstellungen in der Waschmaschine stimmen, was du unbedingt vermeiden solltest und wie du die DWR-Schicht wieder auffrischst, erfährst du hier.

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Was Gore-Tex überhaupt ist

Das Unternehmen Gore wurde laut seiner eigenen Website 1958 vom Ehepaar Gore gegründet, das im Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE) ungenutztes Potenzial erkannte. PTFE ist umgangssprachlich auch als Teflon bekannt – wobei Teflon lediglich der Handelsname von DuPont ist.

1969 entdeckte Gore, dass unter bestimmten Bedingungen expandiertes PTFE (ePTFE) entsteht. Dieses Material nimmt kaum Wasser auf, ist sehr wetterbeständig und bildet seither die Grundlage der patentierten Gore-Tex-Produkte. Bereits 1981 trugen NASA-Astronauten bei der ersten Space-Shuttle-Mission Raumanzüge aus Gore-Tex-Faser; 1990 war ein Antarktis-Expeditionsteam damit ausgestattet.

Gore-Tex waschen: Schritt für Schritt

Bei Jacken und sonstiger Gore-Tex-Oberbekleidung schließt du vor dem Waschen alle Reißverschlüsse und Abdeckleisten. Danach gilt:

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  • Wasche bei 40 Grad mit einer geringen Menge Flüssigwaschmittel.
  • Wähle einen Schonwaschgang mit wenig oder keinem Schleudern.
  • Verzichte auf Weichspüler, Pulverwaschmittel, Fleckentferner und Bleichmittel.
  • Wasche das Stück nicht gemeinsam mit stark verschmutzter Kleidung.

Nach dem Waschgang lässt du Gore-Tex am besten an der Luft trocknen, ohne es direkter Sonneneinstrahlung oder einer Heizung auszusetzen. Trockner sind zwar grundsätzlich möglich, verbrauchen aber viel Energie und Kosten.

DWR-Schicht aktivieren und Imprägnierung testen

Die Imprägnierung von Gore-Tex-Kleidung basiert auf einer sogenannten DWR-Schicht (Durable Water Repellent). Sie wird durch regelmäßiges Waschen und Trocknen aktiviert und aufgefrischt. Noch wirkungsvoller ist Bügeln bei niedriger Temperatur:

  1. Lege ein Stoff- oder Handtuch zwischen Bügeleisen und Kleidungsstück.
  2. Bügle ohne Dampf.
  3. Teste anschließend, ob sich feine Wasserperlen auf der Oberfläche bilden. Ist das nicht der Fall, muss die Imprägnierung erneuert werden.

Imprägnierung erneuern – worauf du beim Kauf achten solltest

Viele Imprägniermittel enthalten per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). Das Umweltbundesamt stuft diese Stoffe als kaum biologisch abbaubar ein; sie bleiben deshalb sehr lange in der Umwelt. Verwendet werden sie wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Wirkung.

Mittlerweile bieten viele Hersteller, darunter Gore selbst, PFC-freie Imprägnierungen an. Ihr Nachteil: Sie sind nicht ölabweisend und halten weniger lang als PFC-haltige Produkte, müssen also häufiger aufgefrischt werden. Für Umwelt und Gesundheit sind sie jedoch deutlich besser.

Achte beim Kauf auf ein PFC-freies Produkt und bevorzuge nach Möglichkeit eine Pumpflasche ohne Treibgas. Einige Imprägniermittel lassen sich auch direkt in der Waschmaschine anwenden.

Wie nachhaltig Gore-Tex wirklich ist

Gore setzt laut eigener Website auf möglichst langlebige Produkte, weil eine lange Nutzungsdauer den ökologischen Fußabdruck eines Artikels deutlich verringert. Das Recycling von Outdoorjacken ist jedoch nach wie vor schwierig; entsprechende Technologien müssen noch entwickelt werden.

Auch PFC-freie Gore-Tex-Produkte bestehen weiterhin aus Kunststoff. Laut Gore wird PTFE auf Deponien nicht abgebaut.

Am nachhaltigsten ist es daher, Gore-Tex-Produkte so lange wie möglich zu tragen, durch regelmäßiges Waschen zu pflegen und bei Bedarf zu reparieren. Wer ein Stück nicht mehr nutzt, kann es weitergeben, auf Second-Hand-Plattformen verkaufen oder spenden.

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