Paprika liefert pro 100 Gramm nur 37 Kilokalorien, aber eine beachtliche Menge an Nährstoffen – von Vitamin C bis zu entzündungshemmenden Carotinoiden. Wer sie täglich isst, kann davon profitieren, sollte aber einige Risiken kennen.
Nährstoffe: Was in der Paprika steckt
Paprika besteht zu 90 Prozent aus Wasser, enthält aber trotzdem vier Gramm Ballaststoffe auf 100 Gramm. Besonders auffällig ist der Vitamin-C-Gehalt: Grüne Paprika enthält doppelt so viel wie eine Zitrone, rote Paprika sogar fast dreimal so viel. Weil Vitamin C hitzeempfindlich ist, nimmst du die größte Menge auf, wenn du die Paprika roh isst.
Darüber hinaus liefert Paprika Kalium, Calcium und Phosphor sowie B-Vitamine, Vitamin E und Vitamin K. Gelbe, orangene und rote Paprika sind besonders reich an Carotinoiden – sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
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Was täglicher Verzehr bewirken kann
Wer regelmäßig Paprika isst, nimmt kontinuierlich diese Nährstoffe auf. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) können Carotinoide das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und altersbedingte Augenerkrankungen senken. Die Ballaststoffe regen außerdem die Verdauung an.
Gleichzeitig gibt es Risiken. Menschen mit empfindlichem Magen können Paprika schlecht vertragen – mögliche Folgen sind Magenschmerzen, Sodbrennen, Blähungen oder Übelkeit. Wer zu dieser Gruppe gehört, verträgt gehäutete oder gegarte Paprika häufig besser.
Ein weiteres Risiko betrifft Pestizidrückstände. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersuchte 2023 insgesamt 119 Paprika-Proben und wies in 85 Prozent davon Rückstände nach. Keine Probe überschritt die zugelassene Höchstgrenze, dennoch waren nur 18 Proben völlig rückstandsfrei. Auch bei Bio-Paprika aus Spanien fanden sich in drei von acht Proben Rückstände.
Paprika und der CO₂-Fußabdruck
Da Paprika eine empfindliche Pflanze ist, wird sie fast ausschließlich in Gewächshäusern oder Folientunneln angebaut. Im Winter müssen diese beheizt und beleuchtet werden. Laut Umweltbundesamt hat Paprika deshalb einen CO₂-Fußabdruck von 0,6 – im Vergleich zu 0,2 bei Gemüsesorten wie Kohlrabi, Kürbis, Porree oder Blumenkohl. In Deutschland werden Paprikas von April bis November produziert; rund 82 Prozent des Angebots stammen ganzjährig aus Spanien und den Niederlanden.
Wie viel Paprika pro Tag sinnvoll ist
Eine konkrete Tagesmenge für Paprika gibt es nicht. Empfohlen werden mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse täglich insgesamt – mit ausreichend Abwechslung. Paprika lässt sich gut mit anderen Gemüsesorten, Hülsenfrüchten oder Stärkebeilagen kombinieren.
Wer Paprika ganzjährig täglich essen möchte, sollte den Klimaaspekt im Blick behalten: Außerhalb der deutschen Saison von April bis November erhöht sich der Transportaufwand und der Energiebedarf für Gewächshäuser. Bio-Qualität kann das Pestizidrisiko verringern, schließt Rückstände aber nicht vollständig aus.
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