Apfelmark lässt sich mit 1 kg Äpfeln und 100 ml Wasser in etwa 30 Minuten zubereiten – ganz ohne zugesetzten Zucker. Es enthält nur die natürliche Süße des Fruchtzuckers und ist damit eine zuckerärmere Alternative zum handelsüblichen Apfelmus, dem meist zusätzlicher Zucker beigesetzt wird. Zum Abfüllen benötigst du drei sterilisierte Gläser mit je 250 ml Fassungsvermögen sowie einen großen Topf, ein Messer und einen Pürierstab.
Grundrezept: So bereitest du Apfelmark zu

Zubereitung: ca. 30 Minuten – Menge: ca. 750 ml
Zutaten: 1 kg Äpfel nach Wahl, 100 ml Wasser
- Äpfel waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Bei Bedarf schälen und in grobe Stücke schneiden.
- Apfelstücke mit 100 ml Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
- Bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten weich kochen.
- Topf vom Herd nehmen und die Äpfel mit dem Pürierstab glatt pürieren, bis keine Stücke mehr sichtbar sind.
- Das heiße Apfelmark in sterilisierte Gläser füllen, gut verschließen und die Gläser zum Auskühlen eine Stunde lang auf den Kopf stellen. Danach im Kühlschrank lagern und innerhalb einer Woche verbrauchen.
Das fertige Apfelmark passt zu frischem Brot, Müsli und Joghurt und lässt sich auch zum Backen oder für Desserts verwenden.
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Haltbarkeit verlängern: Einfrieren oder Einkochen
Im Kühlschrank hält sich selbstgemachtes Apfelmark etwa eine Woche. Wer größere Mengen verarbeitet, kann es einfrieren und die Haltbarkeit so auf bis zu zwölf Monate verlängern.
Dafür das Apfelmark zunächst vollständig abkühlen lassen, dann in gefriergeeignete Behälter füllen. Wichtig: Den Behälter nur zu etwa drei Vierteln befüllen, da sich das Mark beim Gefrieren ausdehnt. Gläser erst nach dem Einfrieren fest verschließen, damit sie nicht platzen. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Wer einkochen möchte: Heiß in sterilisierte Gläser abgefüllt und vakuumiert hält sich Apfelmark mindestens ein Jahr bei Raumtemperatur.
Die richtige Apfelsorte und weitere Tipps

Welche Sorte sich am besten eignet, hängt vom gewünschten Geschmack ab:
- Säuerlich: Sorten wie Boskop ergeben ein herb-fruchtiges Apfelmark.
- Süß: Golden Delicious enthält mehr Fruchtzucker und liefert ein milderes Ergebnis.
- Ausgewogen: Elstar bietet einen guten Mittelweg. Mehrere Sorten lassen sich auch mischen.
Unabhängig von der Sorte empfiehlt es sich, Äpfel in Bio-Qualität zu verwenden – etwa mit Siegeln von Demeter, Bioland oder Naturland. So vermeidest du chemisch-synthetische Pestizidrückstände und musst die Äpfel nicht schälen. Falls du dir bei der Sorte unsicher bist, lohnt sich eine Nachfrage beim Marktstand oder – wenn vorhanden – die Ernte aus dem eigenen Garten.
Apfelmark lässt sich außerdem als Zuckerersatz beim Backen einsetzen. Als Faustregel gilt: 100 bis 150 g Apfelmark ersetzen 100 g Kristallzucker. Da Apfelmark Feuchtigkeit mitbringt, die Flüssigkeitsmenge im Teig entsprechend reduzieren. Für Muffins, Rührteige oder Pfannkuchen maximal die Hälfte des Zuckers ersetzen, sonst kann der Teig zu feucht werden.
Schalen und Kerngehäuse sinnvoll weiterverwenden
Wer die Äpfel schält, muss die Reste nicht kompostieren. Aus den Schalen lässt sich ein einfaches Apfelgelee kochen: Schalen mit Wasser aufkochen, abseihen und den Sud mit Gelierzucker einkochen. Alternativ eignen sich getrocknete Apfelschalen als Basis für selbstgemachten Apfeltee.
Die Kerngehäuse sind reich an natürlichem Pektin und können genutzt werden, um Apfelessig anzusetzen oder als natürliches Geliermittel für Marmeladen.
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