Wenn die Spülmaschine verstopft ist und Wasser nicht mehr abpumpt oder das Geschirr schmutzig bleibt, hilft ein systematisches Vorgehen: Siebe, Ablaufpumpe und Abwasserschlauch der Reihe nach prüfen. In vielen Fällen lässt sich das Problem ohne Fachmann beheben.
Zuerst das stehende Wasser entfernen und die Ursache eingrenzen
Staut sich schmutziges Wasser in der Maschine an, räume zunächst das Geschirr heraus und schöpfe das Wasser ab. Eine verstopfte Spülmaschine hat meistens eine von drei Ursachen: verstopfte Siebe, eine blockierte Ablaufpumpe oder ein verstopfter Abwasserschlauch. In seltenen Fällen liegt das Problem am Siphon oder am Abwasserrohr.
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Siebe, Pumpe und Schlauch Schritt für Schritt prüfen
- Siebe kontrollieren: Schraube die Siebe heraus und reinige sie gründlich unter klarem Wasser. Sitzt ein Fremdkörper darin, ist das häufig die alleinige Ursache.
- Ablaufpumpe prüfen: Die Pumpe befindet sich an der niedrigsten Stelle des Geräts. Greife vorsichtig ins Flügelradgehäuse und prüfe, ob dort etwas klemmt oder blockiert.
- Abwasserschlauch untersuchen: Stelle das Wasser ab, löse den Schlauch auf der Rückseite der Maschine und halte ihn über einen Eimer, damit das Wasser ablaufen kann. Prüfe anschließend, ob der Schlauch verstopft ist.
Liegt das Problem am Siphon oder am Abwasserrohr, empfiehlt sich die Hilfe einer Fachkraft.
Natron und Essig als Hausmittel gegen Verstopfungen
Der ADAC empfiehlt Essig und Backpulver zur Reinigung bei Verstopfungen. So gehst du vor:
- Gib vier Esslöffel Natron oder Backpulver in den Abfluss der Spülmaschine.
- Gieße eine Tasse Essig darüber.
- Lass die Mischung eine halbe Stunde einwirken.
- Wähle ein heißes Spülprogramm und lass die Maschine leer durchlaufen.
- Prüfe danach, ob das Wasser frei abfließt.
Essig hat zusätzlich den Vorteil, dass er die Spülmaschine entkalken kann.
Verstopfungen dauerhaft vermeiden
- Kratze hartnäckige Essensreste vom Geschirr ab, bevor es in die Maschine kommt, und halte die Tür möglichst geschlossen, damit Reste nicht antrocknen.
- Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) empfiehlt, das Maschinensieb und empfindliche Teile alle 14 Tage gründlich mit Handspülmittel und Wasser zu reinigen.
- Spüle den Innenraum laut ADAC gelegentlich mit einem Waschgang ohne Geschirr durch; wische die Innenseiten der Tür anschließend mit der Restfeuchte ab.
- Lass nach jedem fünften bis zehnten Spülgang ein Programm mit hoher Waschtemperatur ohne Geschirr laufen, um gehärtete Fette und hartnäckige Ablagerungen zu lösen.
- Bestimmte Gegenstände – darunter scharfe Messer, Holzteile, Milch- und Kristallglas sowie Pfannen – gehören nicht in die Spülmaschine und können Verstopfungen begünstigen.

Die Spülmaschine umweltschonend betreiben
Laut einer Studie der Universität Bonn verbraucht die Spülmaschine im Vergleich zum Spülen mit der Hand 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie – vorausgesetzt, sie wird richtig genutzt. Fülle sie vollständig, bevor du einen Durchgang startest, und verzichte auf das Vorspülen, da es nur unnötig Energie verbraucht. Leicht verschmutztes Geschirr wäscht du am ressourcenschonendsten bei niedrigen Temperaturen mit einem Spar- oder Kurzprogramm. Wenn die Maschine nicht in Betrieb ist, schalte sie vollständig ab statt sie im Standby zu lassen.
Das Maschinensieb alle 14 Tage zu reinigen ist die wirksamste einzelne Maßnahme, um erneute Verstopfungen zu verhindern.
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